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·6. August 2026
Zweikampf ums Werder-Tor? Torwarttrainer mit deutlicher Ansage

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·6. August 2026

Werder Bremen hat mit Mio Backhaus in diesem Sommer seine Nummer eins verloren. Wie sehr der Abgang des 22-Jährigen schmerzt, wird die neue Spielzeit erst noch zeigen müssen. Versüßt wurde Werder der Verkauf des Keepers mit einer satten Ablösesumme von mindestens zwölf Millionen Euro.
Die SVW-Bosse stimmten dem Backhaus-Deal wohl auch deshalb so entspannt zu, weil man großes Vertrauen in Karl Hein setzt. Der 24-Jährige war im vergangenen Sommer von Arsenal ausgeliehen worden. Ein Jahr später zogen die Bremer die Kaufoption in Höhe von drei Millionen Euro. Mit der klaren Intention, Hein als Backhaus-Nachfolger zur Nummer eins zu machen.Bei seinen beiden Einsätzen 25/26 hatte der Este bereits einen starken Eindruckn hinterlassen. Eine Versicherung holten sich die Werderaner auf dem Transfermarkt dennoch. Österreichs Nummer eins Alexander Schlager kam ablösefrei aus Salzburg.
"Dieses Vertrauen geben wir jetzt Karl wie vor einem Jahr Mio."Christian Vander über Karl Hein (Bild)
Schlager hat sicher nicht bei Werder unterschrieben, um sich klaglos mit der Rolle als Nummer zwei zufrieden zu geben. Einen echten Kampf um den Platz zwischen den Pfosten zu Saisonstart wird es aber dennoch nicht geben. Torwarttrainer Christian Vander hat im Gespräch mit der Bild noch einmal die Ausgangsposition verdeutlicht:"Im letzten Sommer sagte ich: Mio Backhaus hat das Zeug zum Nationaltorwart. Und wir hatten Karl hinten dran. Jetzt ist er Werders Nummer eins und hat alle Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen. Ich weiß nicht, wie es sich weiterentwickelt. Aber wir haben ein gutes Gefühl."Vander weiter: "Ein Torwart mit der Nummer eins auf dem Rücken hat auch die Sicherheit, dass er sich mal einen Fehler erlauben darf. Sonst würde das hier nicht funktionieren. Dieses Vertrauen geben wir jetzt Karl wie vor einem Jahr Mio. Ruft Karl aber nicht ab, wozu er in der Lage ist und was wir von ihm erwarten, haben wir mit Alex einen Mann, der seine Chance nutzen will."
Für Hein spricht im Vergleich zum 30-jährigen Schlager auch, dass er mit seinen 24 Jahren noch Steigerungspotenzial besitzt – auch und vor allem in Sachen Marktwert. Dies habe bei der Entscheidung über die neue Nummer eins aber nicht den Ausschlag gegeben, betonte Vander: "Bei der Entscheidung stand ausschließlich die Leistung im Vordergrund. Wir sind von Karl absolut überzeugt. Ob sein Weg irgendwann woanders weitergeht und Werder dann auch finanziell profitiert, ist nicht absehbar und hat dabei zum jetzigen Zeitpunkt auch keine Rolle gespielt."
Zur Suche nach einem neuen Torhüter nach dem Backhaus-Abgang, der sich zunächst mit der Backup-Rolle begnügen muss, erklärte Vander: "Es ging bei der Suche um ein Profil: Erfahrung, schon was nachgewiesen, kann beide Füße benutzen. Wir haben nie eine klare Nummer zwei oder einen Torwart auf Augenhöhe gesucht, sondern zwei Keeper, die sich gegenseitig herausfordern." Die Folgen einer Hand-OP bei Hein aus der vergangenen Saison spielen laut Vander übrigens keine Rolle mehr.
"Für mich ist es toll, dass Alex sich für uns entschieden und die Challenger-Rolle angenommen hat. Sie bedeutet natürlich Druck für Karl. Er weiß, dass Alex in den Kasten will."
Es müsste derweil schon sehr viel passieren, damit Hein seine Nummer-eins-Rolle noch im Verlauf der Vorbereitung an Schlager verliert: "Jedes Spiel, jede Trainingseinheit zählt. Wenn er im Training schleifen lässt und sich im Test zwei Dinger reinwirft, dann wird der Vorsprung knapper. Jeder Torwart weiß, woran er ist. Das habe ich in persönlichen Gesprächen festgezurrt. Seitdem heißt es: Go!", so Vander.
Die Ausgangslage im SVW-Kasten ist also klar: Hein bekommt zunächst die Chance als Stammkeeper. Liefert der Este nicht direkt ab, könnte Schlager schnell übernehmen. Man darf gespannt sein, wie die beiden Schlussmänner mit dieser Drucksituation umgehen.







































