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·12. Februar 2026

Zweite Chance im Sommer? Bayern beobachtet Woltemade-Situation

Artikelbild:Zweite Chance im Sommer? Bayern beobachtet Woltemade-Situation

Die Geschichte von Nick Woltemade und dem FC Bayern München könnte im Sommer eine unerwartete Fortsetzung bekommen. Der DFB-Stürmer, der im vergangenen Jahr dem Rekordmeister eine Zusage erteilte, bevor Newcastle United für 80 Millionen Euro zuschlug, steht offenbar wieder auf dem Markt. Die Engländer erwägen laut aktuellen Berichten bereits nach einer Saison einen Verkauf.

Im Sommer 2025 war Woltemade das große Ziel der Münchner. Der Angreifer hatte dem FC Bayern sogar sein Wort gegeben. Doch der Deal scheiterte an den Ablöseforderungen des VfB Stuttgart, die den Bayern zu hoch erschienen. Newcastle nutzte das Zögern der Münchner eiskalt und überwies die geforderte Summe – 80 Millionen Euro für ein deutsches Toptalent.


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Doch was damals wie ein Coup aussah, entwickelt sich zunehmend zum Problem. Das britische Portal Football Insider berichtet nun, dass die Bayern die Situation des 23-Jährigen auf der Insel sehr genau verfolgen. Der Stürmer stehe weiterhin auf der Liste möglicher Verstärkungen für die Offensive. Das Pikante: Newcastle soll einem Verkauf nicht grundsätzlich abgeneigt sein.

Von der Euphorie zur Formkrise

Sportlich erlebt Woltemade auf der Insel ein Wechselbad der Gefühle. Sein Start war fulminant: fünf Tore in den ersten sechs Pflichtspielen ließen die 80 Millionen plötzlich gerechtfertigt erscheinen. Doch seit November ist die Euphorie verflogen. In der Liga gelangen ihm lediglich zwei weitere Treffer – beide beim 2:2 gegen Chelsea am 20. Dezember.

Mittlerweile wartet der Nationalspieler seit 13 Pflichtspielen auf einen Torerfolg. Seine Rolle im Team hat sich merklich verändert. Immer häufiger kommt Woltemade nur noch als Joker zum Einsatz. Die Kritik in England nimmt spürbar zu, und die hohe Ablösesumme schwebt wie ein Damoklesschwert über jeder Leistung.

Verschärft wird seine Situation durch die Rückkehr von Yoane Wissa, der Trainer Eddie Howe zusätzliche Offensivoptionen verschafft. Woltemades Position im Kader wird dadurch weiter geschwächt.

Finanzieller Poker um den Preis

Die entscheidende Frage für die Bayern lautet: Zu welchem Preis? Laut Football Insider liegt die Schmerzgrenze der Münchner bei etwa 35 bis 45 Millionen Euro. Das wäre deutlich weniger als die 80 Millionen, die Newcastle vor einem Jahr investierte. Der aktuelle Marktwert von Woltemade wird auf rund 70 Millionen Euro geschätzt.

Für Newcastle würde ein Verkauf in dieser Größenordnung erhebliche Verluste bedeuten. Ob die „Magpies“ tatsächlich bereit sind, solche finanziellen Abstriche in Kauf zu nehmen, bleibt abzuwarten. Die sportliche Entwicklung und die anhaltende Kritik könnten jedoch ein Umdenken begünstigen.

Sollte es tatsächlich zu Gesprächen kommen, hätte der FC Bayern im zweiten Anlauf bessere Karten als noch vor einem Jahr. Die Ausgangslage hat sich grundlegend verändert: Woltemades Marktwert ist gesunken, seine Situation bei Newcastle unsicher. Die Frage ist nur, ob beide Seiten einen Kompromiss finden können – und ob Woltemade selbst den Bayern eine zweite Chance gibt.

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