Zwiespalt bei der U19 des 1. FC Köln: Ein bitteres Ende, aber „ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist“ | OneFootball

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·5. Februar 2026

Zwiespalt bei der U19 des 1. FC Köln: Ein bitteres Ende, aber „ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist“

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Zwiespalt bei der U19 des 1. FC Köln: Ein bitteres Ende, aber „ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist“

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Daniel Mertens

5 Februar, 2026

Eine denkwürdige Europapokal-Saison fand am Mittwochabend ein abruptes und bitteres Ende in der Nachspielzeit: Der Kölner Nachwuchs konnte sich vor 50.000 Zuschauern nicht belohnen und schied trotz eines leidenschaftlichen Kampfs gegen Inter Mailand durch zwei späte Gegentore aus, aus der Youth League: Die U19 des 1. FC Köln im Gefühlschaos.

Am Mittwochabend verloren die Kölner Nachwuchs-Kicker im Sechzehntelfinale der Youth League und das höchst dramatisch. Nach dem Spiel bleib die bittere Enttäuschung, aber auch das Gefühl, einen Traum erlebt zu haben.

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Die U19 des 1. FC Köln im Duell gegen Inter Mailand

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Das Flutlichtspiel am Mittwochabend hatte so ziemlich alles: 50.000 teils frenetische Fans, Spannung pur mit Möglichkeiten auf beiden Seiten und am Ende sogar noch einen Flitzer, der aber den Großteil der Fans eher nervte als belustigte. Für die Jungs auf dem Platz war es wohl das größte Erlebnis ihrer noch jungen Karriere, dazu aber eben auch ein besonders bitteres Erlebnis. Denn nur wenige Sekunden nachdem der Flitzer seinen Sprint mit einem Lauf in die Arme von Stefan Ruthenbeck beendete, schlug Inter Mailand zu. Vernichtend. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Kölner einen aufopferungsvollen Fight geboten. „Unterm Strich haben wir einem großen Club mehr als nur Paroli geboten“, sagte Ruthenbeck. “Wir hatten sie nah dran am Elfmeterschießen.“

„Vielleicht hat die etwas clevere Mannschaft heute gewonnen“

Nah dran reichte dann aber eben nicht für das Achtelfinale. Denn in der siebten Minute der Nachspielzeit nutzte Dilan Zarate eine Unachtsamkeit der so stark aufspielenden Kölner Hintermannschaft zum 2:1. Nur eine Minute später versenkte Roberts Kukulis den Ball im leeren Tor, nachdem FC-Keeper Mikolaj Marutzki bei einer Kölner Ecke noch einmal mit nach vorne gegangen war. „Das ist total bitter. So schlimm und so hart kann der Fußball sein“, sagte Ruthenbeck, der nicht glücklich über den Mailänder Erfolgsschlüssel war. „Die haben immer wieder lange Pausen gehabt in ihrem Spiel, es lagen immer wieder Jungs auf dem Boden, das kann man nicht als fair bezeichnen, aber schlussendlich hat das immer unseren Rhythmus genommen, da waren sie schlauer als wir“, so der Trainer weiter. „Vielleicht hat die etwas clevere Mannschaft heute gewonnen.“

Zugegebenermaßen hat auch die etwas bessere Mannschaft gewonnen. Denn Mailand gab recht früh den Ton an, hatte immer wieder Powerplay-Phasen, viel Ballbesitz. Der FC setzte auf Umschaltmomente. Vor allem Fayssal Harchaoui trieb die Kugel immer wieder durchs Zentrum und setzte die Angreifer in Szene. Tatsächlich oder natürlich war es der U19-Torjäger und Profispieler Fynn Schenten, der spät den Ausgleich erzielte und somit die Hoffnung auf ein Elfmeterschießen überhaupt erst eröffnete. Denn Inter war nach 50 Minuten in Führung gegangen, der FC lief dem Rückstand lange hinterher. „Beim 1:1 hätte ich mir noch ein bisschen mehr den Mut gewünscht, vorne drauf zu gehen“, sagte Ruthenbeck. Die Enttäuschung entlud sich auf dem Feld, aber auch in der Kabine. Von einigen Tränen war nachher die Rede.

“Es war ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist“

Dabei stand auf der anderen Seite dieses einmalige Erlebnis. Mehr als 50.000 Zuschauer hatten das Kölner Stadion in ein Tollhaus verwandelt. Für die anwesenden Profis der Geißböcke nichts neues, für den Großteil der Youngster ein atemberaubendes Erlebnis. „Es war ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist, hier vor 50.000 einen Weltrekord aufzustellen. Jeder von uns hat das genossen“, sagte Kapitän Jonathan Friemel. „Ich hatte Gänsehaut und Bock aufs Spiel, auch wenn ich am Anfang ein bisschen nervös war. Aber das war dann auf dem Platz eigentlich direkt vorbei.“ Sein Abwehr-Kollege Luis Stapelmann verriet: „Das war das gleiche Gefühl, was ich bei der Meisterschaft hatte. Man will eigentlich ernst bleiben, aber wenn man rausläuft und die Menschenmassen sieht, da muss man einfach ein bisschen grinsen.“

Und auch Youssoupha Niang gewährte Einblicke in die Momente nach dem späten Ausgleich: „Das sind Emotionen, die sind unbeschreiblich. Da hast du wirklich noch mal Hoffnung bekommen, dass du das Spiel dann doch noch drehen kannst. Das sind unglaubliche Glücksgefühle und ein unbeschreibliches Gefühl.“ Auch Niang dankte den Zuschauern: „Es ist einfach schön zu sehen, dass man auch trotz der Niederlage so eine Unterstützung von der Fanseite bekommt. Das ist nichts Selbstverständliches. Wir stehen da und nach wie vor stehen alle Fans noch in der Südkurve und bleiben für uns da, singen für uns und zeigen einfach, dass es weitergeht.“

In dieser Spielzeit allerdings nicht mehr in der Youth League. Der Traum ist geplatzt. Für die U19 wartet derweil am Sonntagmorgen (11 Uhr) der Alltag, wenn in der DFB-Nachwuchsliga der VfL Bochum zu Gast sein wird. Statt 50.000 werden dann wahrscheinlich einige Hundert Zuschauer im Franz-Kremer-Stadion dabei sein. Dennoch bleibt das Erlebnis und die Erkenntnis, dass man mit Top-Teams mithalten kann. Immerhin hatte man den FC Inter Mailand „nah dran am Elfmeterschießen. Da wäre ich mal gespannt gewesen, bei uns war einer, der Elfmeter halten kann“, sagte Ruthenbeck.


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