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·23. Juni 2026
Zwischen Messi, Maradona & van Gaal: 5 besondere Demichelis-Storys

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·23. Juni 2026

Martín Demichelis hat als Spieler viel gesehen: River Plate, FC Bayern, Atlético Madrid und Manchester City – dazu zwei Weltmeisterschaften mit Argentinien. Als Trainer sammelte er bei River Plate, Monterrey und Mallorca internationale Erfahrung.
Klingt nach großer Fußballbühne? Absolut. Aber zwischen all den Titeln, Top-Clubs und Weltstars stecken auch Geschichten, die man nicht jeden Tag liest.
Hier kommen fünf besondere Storys über unseren neuen Cheftrainer.
Innenverteidiger? Klar. Defensives Mittelfeld? Auch kein Problem. Aber Torwart?
Im Jahr 2002 musste Martín Demichelis bei River Plate tatsächlich einmal kurzfristig zwischen die Pfosten. Im Ligaspiel gegen Racing Club sah Keeper Ángel Comizzo kurz vor Schluss die Rote Karte – und weil River nicht mehr wechseln konnte, schnappte sich das damals 21-jährige Abwehrtalent die Handschuhe.
Der fällige Freistoß? Blieb in der Mauer hängen. Und es kam noch besser: Im Gegenzug traf River Plate zum entscheidenden Tor.
Eine Szene wie aus einem Fußball-Drehbuch und eine, die am Ende sogar Gewicht im Meisterrennen hatte. River Plate holte später den Titel. Ein Moment, der hängen bleibt und viel über Martíns DNA erzählt: Verantwortung übernehmen, nicht lange diskutieren, rein in die Aufgabe. Egal, ob vor oder hinter der letzten Linie.
Auch diese Geschichte ist ziemlich kurios: Martín Demichelis wird in einigen Datenbanken als spanischer Meister der Saison 2013/14 geführt. Der Haken daran: Für Atlético Madrid absolvierte er damals kein einziges Pflichtspiel.
Im Sommer 2013 war „Micho“ von Málaga zu Atlético gewechselt. Lange blieb er aber nicht in Madrid. Nach rund zwei Monaten ging es direkt weiter zu Manchester City. Das hatte auch mit einem alten Wegbegleiter zu tun: Manuel Pellegrini.
Der Chilene hatte Demichelis bereits beim FC Málaga trainiert und war im Sommer 2013 Coach bei Man City geworden. Pellegrini kannte die Qualitäten seines Abwehrspielers bestens – und wollte ihn unbedingt nach England lotsen.
Für unseren neuen Chefcoach wurde daraus eine besondere Saison: In Spanien taucht sein Name in einigen Titel-Listen auf, in England holte er mit Manchester City tatsächlich die Premier League. Ein Titel auf dem Papier und einer auf dem Platz. Eine Geschichte, die so vermutlich nur der Fußball schreiben kann.

Louis van Gaal und Martín Demichelis – das war beim FC Bayern eine besondere Verbindung. Der niederländische Coach galt als emotional, direkt und nicht immer ganz leicht auszurechnen.
Eine Szene aus dem Champions League-Halbfinale 2009/10 ist bis heute hängen geblieben: Beim Auswärtsspiel in Lyon wollte van Gaal seinen Verteidiger einwechseln und gab „Micho“ kurz vor dessen Einsatz einen Kuss auf die Wange.
Der nahm den Moment mit Humor und lachte. Nach dem Schlusspfiff lagen sich Trainer und Verteidiger erneut in den Armen. Bayern zog mit einem 4:0 nach Hin- und Rückspiel ins große Finale von Madrid gegen Inter Mailand ein.

Diego Maradona war für Martín Demichelis, wie für Millionen Argentinier, ein absolutes Idol. Umso besonderer wurde später die persönliche Verbindung zwischen „Micho“ und der Fußball-Legende.
Nach seiner Nicht-Nominierung für die Weltmeisterschaft 2006 war Demichelis schwer getroffen. Der Defensivakteur dachte damals sogar ans Aufhören. Die Wende kam 2008, als Maradona das Amt des argentinischen Nationaltrainers übernahm.
Fortan war der Bayern-Verteidiger in der „Albiceleste“ gesetzt. Bei der WM 2010 in Südafrika stand er in allen fünf Turnierspielen auf dem Platz.
Demichelis schwärmte später immer wieder von Maradonas einzigartiger Aura. Aus dem Idol aus der Ferne wurde für ihn ein Trainer, Förderer und besonderer Wegbegleiter.
Selbstverständlich erhielt „Die Hand Gottes“ auch einen Platz in „Michos Traumelf“, die er 2015 in einem Interview im 4-3-3-System aufstellte:
Kahn – Lahm, Beckenbauer, Baresi, Lizarazu – Redondo, Zé Roberto, Robben – Maradona, Batistuta, Messi

Lionel Messi, Arjen Robben, Franck Ribéry, Vincent Kompany, Sergio Agüero, Oliver Kahn: Unser Cheftrainer hat in seiner Karriere mit einigen der größten Namen des Weltfußballs zusammengespielt – und dabei selbst auf der größten Bühne geliefert.
Mit Messi zog er 2014 in Brasilien bis ins WM-Finale ein. Beim FC Bayern dirigierte er gemeinsam mit Kahn die Defensive. Der Start mit dem „Titan“ verlief allerdings etwas anders als geplant.
„Die Parkplätze an der Säbener Straße waren damals sehr eng“, verriet „Micho“ Jahre später in einem Interview. „Ich war ein noch etwas unerfahrener Fahrer und habe beim Einparken Olis Auto angefahren.“
Das Defensiv-Talent beichtete es dem erfahrenen Keeper sofort und Kahn reagierte ganz anders, als man es vom ihm vielleicht erwartet hätte. „Er hat mich in den Arm genommen und meinte: kein Problem. Ab dem Zeitpunkt hatten wir eine sehr gute Beziehung.“
Vom Not-Torhüter bei River Plate über kuriose Titelgeschichten bis hin zu WM-Momenten mit Messi und Maradona: Martín Demichelis bringt nicht nur Erfahrung, sondern auch jede Menge Fußballgeschichten mit nach Leipzig.
Jetzt beginnt bei RB Leipzig das nächste Kapitel.
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