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·22. Juni 2026

Zwischen Rekordjagd und heftiger Kritik: Das WM-Drama um Cristiano Ronaldo

Artikelbild:Zwischen Rekordjagd und heftiger Kritik: Das WM-Drama um Cristiano Ronaldo

Cristiano Ronaldo hat bei der Weltmeisterschaft 2026 erneut Sportgeschichte geschrieben. Doch nach dem enttäuschenden Auftakt der portugiesischen Nationalmannschaft schlagen dem 41-jährigen Superstar heftige Zweifel entgegen.

Houston. Es sollte ein geschichtsträchtiger Abend im texanischen Houston werden: Mit seinem Einsatz im ersten Gruppenspiel gegen die Demokratische Republik Kongo egalisierte Cristiano Ronaldo den Allzeit-Rekord und startete in seine sechste Weltmeisterschaft. Kein anderer Feldspieler stand je bei so vielen Endrunden auf dem Platz. Doch statt euphorischer Jubelstürme herrscht im Lager der Portugiesen nach dem mageren 1:1-Unentschieden nun akute Katerstimmung.


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Der Traum vom „Last Dance“ wackelt

Portugal ging als haushoher Favorit in die Partie und erwischte durch das frühe Tor von João Neves (6. Minute) einen Start nach Maß. Doch defensiv anfällig und offensiv ideenlos überließ die Seleção der DR Kongo immer mehr Räume. Yoane Wissa bestrafte die Nachlässigkeiten kurz vor der Halbzeitpause mit dem Ausgleich (45. Minute). Hier stand, nicht überraschend, Cristiano Ronaldo besonders im Mittelpunkt.

Besonders im Fokus der Kritik: Kapitän Cristiano Ronaldo. Der Altmeister, der im Februar seinen 41. Geburtstag feierte, erlebte einen Abend zum Vergessen. Die Zahlen des Spiels untermauern die harte Realität auf dem Platz:

  1. 25 Ballkontakte in 90 Minuten.
  2. Kein einziger Schuss auf das gegnerische Tor (zwei Versuche gingen komplett vorbei).
  3. Nur ein gewonnener Zweikampf gegen die physisch starke Defensive des Außenseiters.

In den sozialen Netzwerken und unter Experten flammte die Debatte um Ronaldos Rolle sofort wieder auf. Viele Fans bemängelten die fehlende Dynamik und Mobilität des Stürmers, der aktuell in Saudi-Arabien für Al-Nassr aufläuft, und forderten mehr Spielzeit für jüngere Talente. Unübersehbar ist, dass Cristiano und Ronaldo vor einer entscheidenden Zukunft stehen.

Martinez fordert Selbstkritik, Ronaldo sendet Appell

Nationaltrainer Roberto Martinez wich den unbequemen Fragen nach dem Schlusspfiff nicht aus. Auch Cristiano Ronaldo musste sich nach dem Spiel den Medien stellen.

„Wir müssen uns verbessern. Wir müssen sehr selbstkritisch sein. Aber die Einstellung der Spieler war außergewöhnlich und ich glaube fest an das, was wir leisten können.“

Ronaldo selbst versuchte via Social Media sofort, Schadensbegrenzung zu betreiben und das Team aufzurichten.

„Das war nicht der Start, den wir wollten, aber es ist noch lange nicht vorbei. Kopf hoch und Fokus auf das nächste Spiel“, schrieb der sichtlich unzufriedene Anführer.

Für den fünffachen Weltfußballer, der 2006 gemeinsam mit Lionel Messi seine erste WM bestritt, ist das Turnier in Nordamerika die wohl definitiv letzte Chance, die einzige noch fehlende Trophäe seiner gigantischen Karriere zu gewinnen. Damit dieser Traum nicht frühzeitig platzt, muss die Mannschaft im zweiten Gruppenspiel jedoch ein völlig anderes Gesicht zeigen. So sehr die Hoffnung auf einen Triumph bei Cristiano Ronaldo auch noch lebt, so groß ist der Druck.

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