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·9. März 2026

Zwischen unterirdischer Kritik und der Realität des Aufstiegsrennens

Artikelbild:Zwischen unterirdischer Kritik und der Realität des Aufstiegsrennens

Junge, Junge, Junge – es gibt aktuell zwei Dinge, die mir fast noch mehr auf den Geist gehen als diese völlig unnötige Niederlage gegen Fürth.

Zum einen bin ich immer wieder erstaunt, wie viele falsche „50iger“ es offenbar gibt. Der Mannschaft nach einem schwachen Spiel direkt die Motivation abzusprechen, Trainer infrage zu stellen und sich anschließend auch noch öffentlich über den Eintrittspreis zu beklagen – das sind für mich schlicht unqualifizierte und völlig überzogene Reaktionen.

Da frage ich mich wirklich, ob Fußball für manche Menschen nicht doch etwas zu komplex ist. Eine Mannschaft kann ein schlechtes Spiel haben, ohne dass gleich alles infrage gestellt werden muss. Und ein Trainer, der seine Mannschaft über Wochen stabil durch eine Phase ohne Niederlage geführt hat, verliert nicht plötzlich nach einem einzigen Spiel seine Kompetenz.


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Der zweite Punkt sind die Schlagzeilen, die man jetzt wieder lesen darf. Nach dem Motto: „Hannover 96 hat heute den Aufstieg verspielt.“ Was für ein Unsinn. Solche Narrative sind nicht nur falsch, sie sind auch komplett kontraproduktiv. Aber vielleicht sagt das auch mehr über die negative Grundeinstellung derjenigen aus, die solche Urteile sofort fällen.

Hannover 96 zeigt sein schwächstes Gesicht

Kommen wir zum Spiel selbst. Ja, das war absolut gar nichts. Es fehlten Mut, Tempo und vor allem Frische im Kopf. Die Mannschaft wirkte mental ausgelaugt. Wenn dann auch noch ein Elfmeter vergeben wird – geschenkt. Denn selbst nach 500 Minuten hätte man dieses Spiel vermutlich nicht mehr gedreht.

Dabei lesen sich die Zahlen zunächst gar nicht so schlecht: In der zweiten Halbzeit standen 71 Prozent Ballbesitz und ein Torschussverhältnis von 18:6. Doch genau darin liegt das Problem. Ballbesitz allein gewinnt keine Spiele und die Abschlüsse waren schlicht nicht zwingend genug.

Außerdem sollte man nicht vergessen: Fürth ist keine Laufkundschaft. Die Mannschaft hat alles reingeworfen, diszipliniert verteidigt und genau das umgesetzt, was in solchen Spielen nötig ist. Wer vorher von einem Spaziergang ausgegangen ist, hat den Fußball – wie so oft – nicht verstanden.

Die Wahrheit ist: Der Aufstieg wurde an diesem Spieltag ganz sicher nicht verspielt.

Die entscheidenden Wochen stehen jetzt erst bevor. Mit Spielen gegen Schalke, dem Derby, gegen Elversberg, Darmstadt und Paderborn kommt genau die Phase der Saison, in der sich zeigt, wozu eine Mannschaft wirklich in der Lage ist. Das sind die Wochen der Wahrheit.

Und ja – dafür wird es eine deutlich bessere Leistung brauchen.

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