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·5 August 2026
1. FC Köln: Ist Paul Okon-Engstler Teil einer neuen goldenen Generation?

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Hendrik Broschart
5 August, 2026
Von Down Under in die Welt: Derzeit wechseln so viele junge australische Talente in die Topligen wie seit den 90er-Jahren nicht mehr. Paul Okon-Engstler ist einer von ihnen.
Ist Paul Okon-Engstler (links im Bild) Teil der „Goldenen Generation” der Socceroos?
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Es ist erst wenige Wochen her, da stand der frischgebackene FC-Spieler Paul Okon-Engstler noch mit den “Socceroos” bei der XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko auf dem Platz. Bekanntlich schloss er sich unmittelbar nach seiner Amerikareise den Geißböcken an, wechselte von von Sydney FC zum 1. FC Köln. Damit reiht sich der 21-Jährige in eine wachsende Gruppe junger Australier ein, die den Rückenwind des Turniers nutzen, um den Sprung in Europas Topligen zu wagen. Auch Torhüter Patrick Beach zog es nach dem Turnier innerhalb der City Football Group von Melbourne City zum frisch aufgestiegenen Ligue-1-Klub Troyes. Innenverteidiger Talent Lucas Herrington (18), steht Berichten zufolge vor einem Rekordwechsel von den Colorado Rapids in der MLS zum Premier-League Aufsteiger Hull City. Der Club aus Nordengland ist dem vernehmen nach dazu bereit, umgerechnet über 20 Millionen Euro für den jüngsten Australischen Nationalspieler aller Zeiten hinzulegen.
Bemerkenswert ist Okon-Engstlers Wechsel vor allem deshalb, weil er ihn direkt von der A-League, der höchsten australischen Spielklasse, in eine der fünf besten europäischen Ligen führt. Frühe Eindrücke aus der Vorbereitung deuten darauf hin, dass er durchaus Chancen auf Einsatzzeit hat. Ein solcher direkter Sprung aus der höchsten australischen Spielklasse in eine der großen Ligen gelang zuletzt Ende der 90er Jahre. Okon-Engstler selbst kommentierte diesen Trend in einer Medienrunde während des Trainingslagers in Kitzbühel bescheiden: „Es gibt viele gute Spieler in Australien und ich bin glücklich, einer von ihnen zu sein.“ An den nächsten Karriereschritt denkt der 21-Jährige dabei noch nicht: „Ich will mich erstmal hier in Köln beweisen und mir einen Stammplatz erkämpfen“, so der defensive Mittelfeldspieler.
Mark Schwarzer, früherer australischer Nationaltorwart, sieht den Wechsel in die Bundesliga mit Begeisterung. Köln sei ein großer Klub, der allerdings immer wieder deutlich unter seinen Möglichkeiten geblieben sei: „Sie müssen nur mal bei der Kaderplanung richtig liegen – und ich finde, einen Spieler wie Paul zu holen, ist ein sehr kluger Zug“, sagte der mittlerweile 53-Jährige gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Wer sich in Köln durchsetze, werde für größere Klubs interessant, sagte der Keeper, der einst für Kaiserslautern, Middlesbrough, Fulham und Chelsea spielte. Auch Alexander Baumjohann, Sportdirektor bei Okon-Engstlers vorheriger Station in Sydney, verspricht sich von dem Transfer in die Bundesliga großes.
„In den acht Jahren, in denen ich mittlerweile erst als Spieler und anschließend als Sportdirektor in Australien bin, habe ich keinen Australier gesehen, der ein solches Gesamtpaket mitbringt“, sagte der Sportfunktionär kürzlich im „Kicker“. „Aus meiner Sicht kann Paulie mit seinem Gesamtpaket einer der besten australischen Spieler aller Zeiten werden.“ Für den Australier sei das aber kein zusätzlicher Druck, wie er in einer Medienrunde während des Trainingslagers in Kitzbühel mitteilte. „Nein, den spüre ich gar nicht. Ich will mich hier beim FC beweisen und es ins Team schaffen“, so der 21-Jährige. „Ich werde dem Team so gut wie möglich helfen.“
Geboren wurde Okon-Engstler in Ostende, seine ersten Jahre verbrachte er dennoch in Australien. Seine fußballerische Ausbildung erhielt er beim FC Brügge sowie bei Benfica Lissabon. 2025 folgte der Wechsel nach Sydney. Dort wurde er meist als Sechser eingesetzt, ist aber eigentlich auch auf der Acht zu Hause. In seiner Zeit bei Sydney FC kam Okon-Engstler auf 23 von möglichen 26 Ligaspielen und stand dabei bis auf eine Ausnahme immer in der Startelf. Nun soll in Köln der nächste Entwicklungsschritt folgen.







































