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·25 March 2026

1. FC Schweinfurt 05: Wiederbelebt unter einem früheren Schalker

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Der abstiegsbedrohte Drittligist 1. FC Schweinfurt 05 empfängt am Donnerstag (26.3.) um 18 Uhr den S04 zu einem Testspiel in der Riedel Bau Arena im Sachs-Stadion. Dort weht seit gut einem Monat frischer Wind: Ex-Schalker Jermaine Jones hat dem Verein als Chef-Trainer neue Kräfte verliehen.

Im Frühsommer 2025 endete im heimischen Sachs-Stadion eine zwei Jahrzehnte lange Durststrecke des 1. FC Schweinfurt 05: Zwei Spieltage vor Saisonende in der Regionalliga Bayern stand der Club als Meister fest. Damit einher ging der Aufstieg. Die Rückkehr in den Profifußball war perfekt. Ein Moment, dem die Schnüdel 21 Jahre lange entgegenfieberten.


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Im Gleichschritt mit dem Erwachen des schlafenden Riesen, wie es Geschäftsführer Markus Wolf nach den Feierlichkeiten nannte, gingen seitdem große Herausforderungen – sowohl struktureller als auch sportlicher Natur. Das angestrebte Ziel, „eine gute Rolle in der 3. Liga zu spielen“, bestenfalls ohne größere Abstiegssorgen, verfehlte der Traditionsverein von 1905. Seit Beginn der laufenden Runde findet er sich im Tabellenkeller wieder.

Mitte Februar entschloss sich Schlusslicht Schweinfurt aufgrund der misslichen Lage für eine Veränderung an der Seitenlinie. Aufstiegstrainer Victor Kleinhenz musste gehen, auf ihn folgte ein prominenter Nachfolger: Jermaine Jones. Der frühere US-amerikanische Nationalspieler, der zwischen 2007 und 2014 wettbewerbsübergreifend 185 Partien für den FC Schalke 04 absolvierte, nahm damit seinen ersten Job als Chef-Trainer in Deutschland an.

Jones hauchte dem FCS mit seiner entschlossenen Art neuen Mut ein und formte eine wiedererstarkte Mannschaft, die nicht zuletzt am vergangenen Wochenende zu Hause beim 3:1-Sieg gegen die Reserve des VfB Stuttgart ihre Konkurrenzfähigkeit unter Beweis stellte. „Es war unser bestes Spiel, seit ich da bin“, empfand der 44-Jährige. In seiner bisherigen Amtszeit sammelte er sieben der insgesamt 17 Punkte. Und das in gerade einmal sechs der schon 30 ausgetragenen Partien.

Da das rettende Ufer in Liga drei bei noch acht ausstehenden Begegnungen dennoch weiter satte 16 Zähler weit weg ist, betont Jones: „Wir wollen positiv nach vorne blicken und versuchen, jeden Tag besser zu werden.“ Was am Saisonende dabei rauskäme, stünde noch in den Sternen – sowohl was die Zukunft des Vereins als auch die persönliche des Coaches angeht. Die kommenden Aufgaben nach der Länderspielpause werden in jedem Fall äußerst anspruchsvoll: Erst wartet Spitzenreiter VfL Osnabrück, dann geht es gegen den zweitplatzierten Rot-Weiss Essen.

Nun steht aber zunächst einmal das Testspiel gegen den S04 an. Dieses findet anlässlich des 90-jährigen Jubiläums der Riedel Bau Arena im Sachs-Stadion statt. Die Knappen sind nicht ohne Grund der gewünschte Gegner in dem feierlichen Rahmen: Bereits zur Eröffnung der Fußballstätte 1936 waren sie in Unterfranken zu Gast. Im Anschluss sind sich beide Vereine sieben Mal in einem Pflichtspiel begegnet – zuletzt 2020 im DFB-Pokal, als Schalke mit 4:1 in Schweinfurt gewann.

Jermaine Jones freut sich auf die Partie gegen seinen Ex-Club: „Dass ich als Trainer auf Schalke treffe, einen Verein, für den ich lange gespielt habe, ist etwas Schönes. Als Schweinfurter nehmen wir das alle als besonderes Erlebnis mit.“ Er ist nicht der Einzige, den ein Wiedersehen erwartet: Der aktuelle Kapitän der Schnüdel, Mittelfeldspieler Johannes Geis, lief ebenfalls schon 61 Mal in Blau und Weiß auf (2015-2017).

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