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·31 March 2026

1:0! Die Türkei beendet 24-jährige Sehnsucht und fährt zur Weltmeisterschaft!

Article image:1:0! Die Türkei beendet 24-jährige Sehnsucht und fährt zur Weltmeisterschaft!

Die Ausgangslage vor dem Playoff-Finale zwischen der türkischen Nationalmannschaft und dem Kosovo hätte kaum brisanter sein können, denn für beide Teams ging es um nicht weniger als die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 und entsprechend groß war die Anspannung vor dem Anpfiff im Fadil-Vokrri-Stadion in Pristina.

Bereits im Vorfeld hatte die türkische Seite den Fokus klar auf das große Ziel gelegt. Trainer und Spieler betonten die enorme Bedeutung der Partie und machten deutlich, dass man alles investieren wolle, um die Rückkehr auf die Weltbühne zu schaffen. Auch personelle Veränderungen in der Startelf wurden bewusst in Kauf genommen, um taktisch optimal auf den Gegner reagieren zu können. Für zusätzliche Brisanz sorgten die Umstände rund um das Spiel, als ein Feuerwerksvorfall vor dem Teamhotel der Türkei kurzfristig für Unruhe gesorgt hatte, wurde innerhalb der Mannschaft jedoch als zusätzliche Motivation aufgenommen. Die Spieler zeigten sich kämpferisch und unterstrichen ihren Ehrgeiz, sich von äußeren Einflüssen nicht beeindrucken zu lassen. Kurz vor Anpfiff wurden schließlich die Aufstellungen bekannt gegeben. Während Kosovo unter anderem mit Muriqi in der Offensive startete, setzte die Türkei auf eine Mischung aus Erfahrung und Kreativität um Hakan Çalhanoğlu, Arda Güler und Kenan Yıldız.


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Frühe Kontrolle, erste Abschlüsse

Die Partie hatte mit hohem Tempo begonnen. Die türkische Nationalmannschaft übernahm in den Anfangsminuten die Initiative und setzte erste offensive Akzente. Bereits früh kam Kerem Aktürkoğlu aus halblinker Position zum Abschluss, stellte den Torhüter jedoch vor keine größeren Probleme. In der Folge blieb die Türkei spielbestimmend und näherte sich zunehmend dem Führungstreffer an. Besonders Kenan Yıldız sorgte für Gefahr, zunächst mit einem Distanzversuch, der geblockt wurde, ehe er im Anschluss aus kurzer Distanz erneut zum Abschluss kam. Die kosovarische Defensive konnte in dieser Phase jedoch mehrfach im letzten Moment klären. Auch über die rechte Seite setzte die Türkei immer wieder Nadelstiche. Nach einer flachen Hereingabe von Zeki Çelik kam Kerem Aktürkoğlu im Zentrum zwar in aussichtsreicher Position an den Ball, konnte diesen jedoch nicht entscheidend verwerten.

Kosovo wird gefährlich

Nach der dominanten Anfangsphase der Türkei fand auch den Kosovo besser ins Spiel. Erste gefährliche Aktionen ließen nicht lange auf sich warten. Zunächst kam Hodza im linken Strafraumbereich in Abschlussposition, doch Abdülkerim Bardakcı klärte mit einer wichtigen Defensivaktion zur Ecke. Nur wenig später sorgte Asllani für die nächste brenzlige Situation, als er hinter die Abwehr startete und den Ball in den Strafraum spielte, wo Uğurcan Çakır aufmerksam reagierte. Die größte Chance der ersten Halbzeit gehörte schließlich ebenfalls Kosovo. Asllani zog aus halbrechter Position ab, Uğurcan Çakır lenkte den Ball noch entscheidend an die Latte. Im Anschluss setzte Muriqi den Nachschuss über das Tor.

Türkei bleibt aktiv

Trotz der gefährlichen Szenen der Gastgeber blieb die Türkei offensiv präsent. Orkun Kökçü setzte mit einem Distanzschuss aus dem linken Halbraum ein weiteres Zeichen, verfehlte das Tor jedoch knapp. Auch über die linke Seite blieb die Mannschaft gefährlich. Kenan Yıldız setzte sich erneut durch und brachte den Ball in den Strafraum, wo Kerem Aktürkoğlu im Zentrum lauerte, jedoch im entscheidenden Moment gestört wurde. Kurz vor der Pause erhöhte die Türkei noch einmal den Druck. Nach einer Kopfballablage von Kerem kam Hakan Çalhanoğlu aus kurzer Distanz zum Abschluss, doch ein Abwehrspieler blockte den Versuch in letzter Sekunde.

Hitzige Schlussphase vor der Pause

In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs wurde die Partie noch einmal emotionaler. Nach einer Auseinandersetzung sahen Kerem Aktürkoğlu auf Seiten der Türkei sowie Hajdari für Kosovo jeweils die Gelbe Karte. Die Begegnung gewann damit kurz vor dem Pausenpfiff zusätzlich an Schärfe. Der Schiedsrichter ließ im ersten Durchgang mindestens zwei Minuten nachspielen, bevor er die Teams schließlich in die Kabinen schickte. Nach 45 Minuten stand es zwischen Kosovo und der Türkei 0:0. Die türkische Nationalmannschaft hatte über weite Strecken mehr vom Spiel und verzeichnete mehrere gefährliche Offensivaktionen, ließ ihre Möglichkeiten jedoch ungenutzt.

Türkei kommt mit Schwung aus der Kabine

Ohne personelle Veränderungen war die zweite Halbzeit begonnen worden. Nach dem torlosen ersten Durchgang suchten beide Mannschaften weiter die Entscheidung, doch die Türkei erwischte den deutlich besseren Start. Bereits in der 53. Minute ging die türkische Nationalmannschaft in Führung. Orkun Kökçü hatte den Ball aus halblinker Position im Strafraum scharf in den Fünfmeterraum gebracht, wo Kerem Aktürkoğlu am zweiten Pfosten zur Stelle war und zum 1:0 für die Türkei einschob. Mit dem Treffer belohnte sich die Türkei für ihren engagierten Auftritt und setzte im entscheidenden WM-Playoff ein wichtiges Ausrufezeichen.

Türken bleiben gefährlich

Auch nach der Führung blieb die Türkei die aktivere Mannschaft. In der 63. Spielminute bot sich die große Chance auf den zweiten Treffer, als Kenan Yıldız nach einem schnellen Angriff über die linke Seite in den Strafraum eingedrungen war. Sein Abschluss mit dem rechten Fuß wurde jedoch von Muric pariert. Mit zunehmender Spieldauer wurde die Partie umkämpfter. Hakan Çalhanoğlu sah nach einem Foulspiel die Gelbe Karte, wenig später wurde auch Zeki Çelik nach einem weiteren taktischen Vergehen verwarnt. Bereits in der 68. Spielminute hatte die Türkei den ersten Wechsel vorgenommen. Torschütze Kerem Aktürkoğlu verließ den Platz, für ihn kam Barış Alper Yılmaz in die Partie.

Die Führung wird verteidigt

In der Schlussphase blieb die Türkei weiter mit 1:0 in Führung, ohne dabei noch große offensive Akzente zu setzen. Stattdessen konzentrierte sich die Mannschaft zunehmend darauf, die knappe Führung zu verwalten und Kosovo keine klaren Abschlüsse mehr zu ermöglichen. Die Gastgeber bemühten sich zwar um mehr Druck, fanden gegen die nun kompakter stehende türkische Defensive jedoch kaum Lücken. Dadurch blieb die Partie in dieser Phase zwar offen, größere Torchancen waren auf beiden Seiten jedoch zunächst nicht zu verzeichnen.

Kosovo drängt, Uğurcan hält fest

Mit zunehmender Spieldauer erhöhte Kosovo noch einmal den Druck. In der 87. Minute kam Asllani aus zentraler Position in der Nähe des Strafraums zum Abschluss, doch Uğurcan Çakır reagierte stark und bewahrte die Türkei mit einer wichtigen Parade vor dem Ausgleich. Kurz darauf zeigte der Schiedsrichter sechs Minuten Nachspielzeit an. Damit blieb der Türkei noch eine lange Schlussphase, in der die knappe Führung gegen anrennende Kosovaren über die Zeit gebracht werden musste.

Auch die sechsminütige Nachspielzeit überstand die Mannschaft ohne Gegentor. Damit setzte sich die Türkei mit 1:0 durch und machte die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 perfekt!

Foto: x.com/MilliTakimlar

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