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·19 July 2026
1:0 n.V.! Spanien ist Weltmeister: Ferran Torres erlöst La Roja erst in der Verlängerung

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·19 July 2026

Spanien ist zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister! Die Mannschaft von Luis de la Fuente setzte sich in einem lange zähen Finale mit 1:0 nach Verlängerung gegen Titelverteidiger Argentinien durch und krönte ihre klare Überlegenheit doch noch mit dem entscheidenden Treffer. Ferran Torres erlöste La Roja in der 106. Spielminute und schoss sein Land damit erstmals seit 2010 wieder auf den WM-Thron.
Luis de la Fuente vertraute dabei derselben Startelf, die Spanien bereits ins Endspiel geführt hatte. Vor Unai Simón verteidigten Pedro Porro, Pau Cubarsí, Aymeric Laporte und Marc Cucurella. Rodri, Fabián Ruiz und Dani Olmo bildeten das Mittelfeld, während Lamine Yamal, Álex Baena und Mikel Oyarzabal die Offensive besetzten. Argentiniens Trainer Lionel Scaloni veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum Halbfinale auf drei Positionen. Emiliano Martínez stand hinter Gonzalo Montiel, Cristian Romero, Lisandro Martínez und Nicolás Tagliafico im Tor. Rodrigo De Paul, Enzo Fernández, Alexis Mac Allister und Nicolás González unterstützten das Angriffsduo Lionel Messi und Julián Álvarez.
Spanien hatte im WM-Finale zunächst die Kontrolle übernommen, daraus aber lange kein Kapital schlagen können. La Roja bestimmte in der Anfangsphase den Ballbesitz und näherte sich wiederholt dem gegnerischen Strafraum, während sich der amtierende Weltmeister zunächst auf die Defensive konzentrierte und auf Umschaltmomente um Lionel Messi lauerte. Nach knapp einer halben Stunde fehlte beiden Mannschaften jedoch noch die nötige Präzision, um das Endspiel entscheidend zu prägen.
Yamal und Messi sorgen früh für Gefahr
Die erste gefährliche Szene gehörte Spanien. Lamine Yamal spielte im Strafraum einen unfreiwilligen Doppelpass mit Dani Olmo und kam halbrechts zum Abschluss. Lisandro Martínez fälschte den Versuch jedoch so ab, dass Emiliano Martínez den Ball sicher aufnehmen konnte (5.). Nur wenige Augenblicke später eröffnete sich Messi auf der Gegenseite viel Raum. Der argentinische Kapitän eilte alleine in Richtung Tor, doch Unai Simón hatte die Situation früh erkannt. Spaniens Schlussmann kam weit aus seinem Kasten und klärte vor dem heranstürmenden Angreifer. Auch die Standards von Álex Baena brachten zunächst keine Gefahr, während hohe Zuspiele von De Paul und Messi auf Nicolás González ebenfalls ohne Ertrag blieben.
Spanien bleibt gefährlicher, Martínez muss raus
Die Begegnung wurde zunehmend von Ungenauigkeiten, Ballverlusten und kleineren Fouls geprägt. Spanien presste hoch, fand gegen die dicht gestaffelte argentinische Defensive aber nur selten eine Lücke. Erst in der 39. Spielminute brachte Mikel Oyarzabal einen Abschluss auf das Tor. Sein flacher Linksschuss aus zentraler Position stellte Emiliano Martínez jedoch vor keine größeren Probleme. Kurz darauf musste Argentinien einen personellen Rückschlag hinnehmen. Lisandro Martínez stoppte einen spanischen Konter mit einem taktischen Foul und sah dafür die erste Gelbe Karte der Partie. Wenig später konnte der Innenverteidiger verletzungsbedingt nicht weitermachen und wurde durch Nicolás Otamendi ersetzt (44.).
Die beste Gelegenheit unmittelbar vor der Pause hatte Marc Cucurella. Der Linksverteidiger zog aus halblinker Position ab und verfehlte das rechte untere Eck nur knapp (43.). So blieb es nach einer insgesamt zerfahrenen ersten Halbzeit beim 0:0. Spanien hatte zwar mehr vom Spiel und die besseren Ansätze, für ein WM-Finale fehlte beiden Mannschaften bislang jedoch deutlich die Präzision im letzten Drittel. Die anschließende Halbzeitpause fiel länger als die übliche Viertelstunde aus. Im MetLife Stadium sorgte eine aufwendige Show mit Madonna, BTS und Justin Bieber für Unterhaltung. Zudem präsentierten Shakira und Burna Boy den offiziellen WM-Song "Dai Dai", ehe Coldplay-Sänger Chris Martin gemeinsam mit einem Kinderchor auftrat. Erst nach dem anschließenden Abbau konnte das Finale fortgesetzt werden.
Spanien erhöht den Druck, Argentinien bleibt harmlos
Nach der ungewöhnlich langen, mehr als 27-minütigen Halbzeitpause kam Spanien mit deutlich mehr Zug aus der Kabine. Álex Baena prüfte Emiliano Martínez früh, ehe La Roja Argentinien zunehmend in die eigene Hälfte drängte. Trotz der klaren Überlegenheit blieb Spanien im letzten Drittel zunächst zu ungenau. Luis de la Fuente reagierte nach gut einer Stunde und brachte mit Pedri und Ferran Torres frische Kräfte. Kurz darauf wirkte Martínez erstmals unsicher und ließ einen zentralen Versuch von Dani Olmo nach vorn abprallen. Ferran Torres kam wenig später nach einer Flanke von Lamine Yamal zum Kopfball, setzte diesen jedoch direkt in die Arme von Martínez. La Roja dominierte nun klar, während Argentinien kaum noch aus der eigenen Hälfte kam. Pedri und Pau Cubarsí scheiterten mit Distanzversuchen an Martínez, ehe auch Aymeric Laporte einen Kopfball nicht gefährlich genug platzieren konnte. Von Lionel Messi war in dieser Phase kaum etwas zu sehen. Argentinien verteidigte das torlose Remis mit nahezu allen Spielern und setzte offensiv keine Akzente mehr. So blieb das WM-Finale auch in der Schlussphase eine Geduldsprobe und ging anschließend in die Verlängerung.
Enzo Fernández fliegt, Ferran Torres erlöst Spanien
In der Verlängerung setzte Spanien die nun dezimierte Albiceleste weiter unter Druck. Nico Williams scheiterte zunächst per Kopf an Martínez, wenig später schob der Offensivspieler den Ball sogar ins leere Tor. Der Treffer zählte jedoch nicht, weil Schiedsrichter Slavko Vinčić zuvor ein Foul von Merino an Nicolás Otamendi erkannt hatte (96.). Argentinien zog sich nun fast vollständig zurück und brachte mit Marcos Senesi einen weiteren Verteidiger. Spanien blieb am Drücker, doch Merino setzte seinen Kopfball nach einer Williams-Flanke hauchdünn am rechten Pfosten vorbei (103.). Direkt nach dem Seitenwechsel in der Verlängerung fiel schließlich doch noch der hochverdiente Führungstreffer. Pedro Porro flankte vom rechten Strafraumeck an den langen Pfosten, wo Nico Williams den Ball im Duell mit Nahuel Molina stark ins Zentrum zurücklegte. Ferran Torres stand am Fünfmeterraum goldrichtig und jagte die Kugel wuchtig unter die Latte zum 1:0 (106.).
Spanien belohnte sich damit spät für einen über weite Strecken dominanten Auftritt und krönte die klare Überlegenheit mit dem zweiten WM-Titel der Verbandsgeschichte. Argentinien verteidigte lange leidenschaftlich, blieb offensiv aber nahezu wirkungslos und konnte auch nach dem Rückstand nicht mehr entscheidend antworten.
Foto: David Ramos/Getty Images







































