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·24 April 2026
1:3 in Aachen: Rückschlag für den MSV im Aufstiegskampf

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Zum Auftakt des 35. Spieltages musste der MSV Duisburg am Freitagabend einen Rückschlag im Aufstiegskampf einstecken: Mit 1:3 unterlagen die Zebras bei Alemannia Aachen und verpassten damit den vorläufigen Sprung auf Platz 2. In einer intensiven Partie nutzten die Aachener ihre Chancen, konnten sich auf ihren Torwart verlassen und feierten den dritten Sieg in Folge.
Bei der Alemannia rückte nach dem 3:1 in Regensburg vor einer Woche Yarbrough für den gelb-gesperrten Wegmann in die Abwehrzentrale. Zudem erhielt Gaudino im Mittelfeld den Vorzug vor Castelle. Gäste-Trainer Hirsch sah nach dem 3:1 gegen Hoffenheim II keinen Anlass an seiner Startelf etwas zu verändern. Die Hausherren begannen vor 30.894 Zuschauern am ausverkauften Tivoli mutig. Nach fünf Minuten dribbelte Oehmichen in den Strafraum und wurde im letzten Moment noch von Bulic abgegrätscht. Mit zunehmender Spieldauer fanden auch die Gäste ins Spiel, allerdings ohne gefährlich zu werden. In der Folge verflachte das Geschehen ohne weitere Höhepunkte. Erst in der 25. Minute kam der MSV zur ersten Chance. Nach einer Flanke von Jessen bugsierte Kother den Ball nur knapp über den Querbalken.
Kurz darauf kochten nach einer harten Grätsche von Schlicke die Emotionen hoch. Es kam zu einer Rudelbildung, die Schiedsrichter Benen nur mit Mühe auflösen konnte. Anschließend zeigte er sowohl dem Übeltäter, als auch den im Gemenge beteiligten Yarbrough und Lobinger den gelben Karton. Gaudino musste kurz behandelt werden, konnte aber weitermachen. Als die Gemüter sich wieder beruhigt hatten, schlug Aachen zu. Schroers traf mit einem sehenswerten Schlenzer in das lange Eck (32.). Beflügelt von der Führung legten die Gastgeber schnell nach. Schroers machte einen langen Ball am Strafraum fest und steckte für Loune durch, der eiskalt vollstreckte (36.).
Wenige Augenblicke später ging Jessen ohne Fremdeinwirkung zu Boden. Nach einer Behandlungspause ging es aber für ihn weiter. In der Nachspielzeit tauchte Krüger plötzlich frei vor dem Aachener Tor auf, scheiterte zunächst an Braune, und Bagkalianis beförderte die Kugel in das eigene Tor. Bevor der Ball die Linie überschritt, pfiff jedoch der Schiedsrichter wegen eines Fouls von Kother beim Nachsetzen ab. So ging es mit dem 2:0 für das Heimteam in die Pause.
Zur Halbzeit kam Sussek für Schlicke bei den Gästen auf den Platz. Die Zebras starteten mit Schwung, doch Aachen hielt dem Druck vorerst stand. In der 58. Minute musste Yarbrough verletzt ausgewechselt werden. Ademi kam für ihn herein. Danach probierte es Coskun aus der Distanz und jagte den Ball knapp drüber. Anschließend wechselte der MSV dreifach: Noß, Symalla, und Töpken ersetzten Kother, Krüger und Lobinger. Die Intensität nahm wieder zu. In der 63. Minute legte Noß für Sussek ab, der nach einem Haken abschloss, aber Pseftis war zur Stelle. Zwei Zeigerumdrehungen später nahm er einen Kopfball von Töpken nach Symalla-Flanke auf. Die kräftezehrende Partie forderte ihren Tribut. Gaudino musste angeschlagen raus, Castelle nahm seinen Platz ein.
Durch viele Unterbrechungen plätscherte das Spiel dahin, und den Duisburgern lief die Zeit davon. Auf einmal hatte Aachen die Chance zur Entscheidung, doch Braune parierte (77.). Im direkten Gegenzug musste Pseftis eine verunglückte Flanke von Noß zur Ecke klären. Diesen Standard nutzte der MSV zum Anschluss: nach Susseks Flanke stieg Bagkalianis vor Casar hoch und lenkte den Ball in die eigenen Maschen (79.). Die Gäste blieben am Drücker, und Aachen konnte sich zweimal bei Torwart Pseftis bedanken. Zunächst wehrte er den Kopfball von Töpken ab, rappelte sich schnell wieder auf und rettete dann gegen Susseks Nachschuss (83.). Stattdessen machte die Alemannia auf der Gegenseite den Deckel drauf. Eine Hereingabe von Gindorf grätschte bitter ins eigene Tor (85.). Es war der Schlusspunkt auf eine packende Schlussphase.
Mit dem dritten Sieg in Folge und der neunten ungeschlagenen Partie untermauerte Aachen den siebten Platz und verkürzte den Abstand auf Platz drei vorerst auf drei Punkte. Am nächsten Spieltag geht es daheim gegen Hansa Rostock weiter. Der viertplatzierte MSV erlitt durch die erste Niederlage nach zuvor drei Siegen in Folge einen Rückschlag im Aufstiegskampf. Das könnte der Tabellennachbar und nächste Gegner Energie Cottbus für sich nutzen.
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