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·18 April 2026

2:1! Zwischen Souveränität und Zittern: Gala gewinnt auswärts bei Gençlerbirliği

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Galatasaray hat am Samstagabend einen wichtigen 2:1-Auswärtssieg bei Gençlerbirliği eingefahren und damit im Meisterschaftsrennen der Süper Lig den nächsten Dreier eingesammelt. Mauro Icardi brachte die Gäste schon früh auf Kurs, Yunus Akgün legte noch vor der Pause nach. Victor Osimhen stand trotz der Reise nach Ankara derweil nicht im Kader.

Vor dem Anpfiff richteten sich die Blicke vor allem auf Victor Osimhen. Der Nigerianer war nach seiner Verletzung zwar mit nach Ankara gereist, gehörte am Ende aber nicht zum Spieltagsaufgebot. Trainer Okan Buruk erklärte vor dem Spiel, dass der Angreifer zwar Teile des Mannschaftstrainings mitgemacht habe, danach jedoch eine gewisse Müdigkeit verspürt habe. Deshalb habe man gemeinsam entschieden, noch kein Risiko einzugehen. Für das Pokalspiel könnte Osimhen wieder ein Thema sein, gegen Fenerbahçe soll er laut Buruk dann definitiv auf dem Platz stehen.


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Gala früh auf Kurs

Auf dem Rasen brauchte Galatasaray allerdings keinerlei Anlaufzeit. Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt, als die Gäste eiskalt zuschlugen. Leroy Sané leitete den Angriff im Zentrum ein, Yunus Akgün gab den Ball direkt weiter auf Mauro Icardi, der sich im Strafraum nicht zweimal bitten ließ und zur frühen 1:0-Führung einschob. Für den Argentinier war es der erste Treffer nach sechs Spielen. Galatasaray hatte die Partie danach weitgehend im Griff, ohne dabei durchgehend hohes Tempo gehen zu müssen. Gençlerbirliği versuchte immer wieder, über Umschaltsituationen gefährlich zu werden. Die erste nennenswerte Gelegenheit der Hausherren gehörte Tongya (17.), dessen Distanzschuss jedoch kein Problem für Uğurcan darstellte. Auf der anderen Seite näherte sich Galatasaray schon früh dem zweiten Treffer an. Nach einer flachen Hereingabe in den Strafraum kam Yunus Akgün (13.) aus aussichtsreicher Position zum Abschluss, doch Gençlerbirliği-Kapitän Goutas klärte in höchster Not. Wenig später versuchte es auch Roland Sallai (24.) aus der zweiten Reihe, setzte seinen Schuss aber über das Tor. Die Gastgeber meldeten sich ihrerseits nach einer Standardsituation zurück, als Goutas (31.) einen Kopfball über den Kasten setzte.

Yunus macht den Deckel fast schon drauf

In der 35. Spielminute fiel dann der verdiente zweite Treffer für die Gäste. Wieder war Leroy Sané an der Entstehung beteiligt, diesmal mit einem flachen Zuspiel auf Gabriel Sara. Der Brasilianer legte den Ball scharf vor das Tor, wo Yunus Akgün am zweiten Pfosten völlig frei auftauchte und nur noch einschieben musste. Damit belohnte sich der Offensivmann für einen aktiven Auftritt und stellte früh die Weichen auf Auswärtssieg. Kurz vor der Pause wurde es dann noch einmal hitzig. Icardi ging im Strafraum zu Boden, Galatasaray reklamierte lautstark und forderte Elfmeter, Schiedsrichter Batuhan Kolak ließ jedoch weiterspielen (42.). So blieb es zur Halbzeit beim verdienten 2:0 für die Buruk-Elf, die insgesamt deutlich reifer und zielstrebiger wirkte als der abstiegsbedrohte Gastgeber.

Sané trifft – und der VAR nimmt wieder Hoffnung

Nach dem Seitenwechsel versuchte Gençlerbirliği mit zwei Wechseln neue Impulse zu setzen und brachte Traoré sowie Metehan. Zunächst passierte aber weiter mehr auf der anderen Seite. Sallai sah früh die erste Gelbe Karte des Spiels (48.), Franco Tongya wurde kurz darauf ebenfalls verwarnt (50.). Galatasaray blieb die gefährlichere Mannschaft und kam nach einer Ecke durch Abdülkerim (57.) zum nächsten Abschluss, der jedoch am Tor vorbeiging. In der 60. Spielminute schien die Partie endgültig entschieden. Yunus Akgün bereitete stark vor, Sallai legte von rechts flach in die Mitte und Leroy Sané musste am kurzen Weg zum Tor nur noch einschieben. Das vermeintliche 3:0 hatte allerdings keinen Bestand. Nach einer langen VAR-Überprüfung wurde der Treffer wieder einkassiert, weil Yunus Akgün zuvor im aktiven Abseits gestanden haben soll (65.). Statt klarer Verhältnisse blieb Gençlerbirliği damit plötzlich im Spiel.

Der Anschlusstreffer

Nur zwei Minuten später kam der Gastgeber dann tatsächlich zum vermeintlichen Anschluss. Der eingewechselte Adama Traoré setzte sich auf der rechten Seite durch und legte flach in die Mitte, wo Mbaye Niang den Ball mit der Innenseite in die Ecke setzte. Der Treffer hätte das Spiel endgültig wieder offen gemacht, doch auch hier griff der VAR ein. So blieb es beim 2:0 für die Gäste, die sich in der Folge aber dennoch nicht komplett zurücklehnen konnten. In der 71. Spielminute musste Uğurcan nach einem gefährlichen Standard aufmerksam eingreifen, als Metehan Mimaroğlu den Ball per Kopf verlängerte und aufs Eck brachte.

Galatasaray war über lange Strecken die klar bessere Mannschaft, verpasste es durch das aberkannte Sané-Tor aber, die Partie endgültig zuzumachen. So wurde es in Ankara noch einmal unnötig spannend. Am Ende nahm der Favorit aber verdient drei Punkte mit und setzte im Titelrennen ein weiteres wichtiges Zeichen, denn mit dem Auswärtssieg festigt Gala seine starke Position im Meisterschaftskampf. Gençlerbirliği hingegen bleibt weiter in einer schwierigen Lage und offenbarte einmal mehr seine Probleme im Offensivspiel.

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