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·17 May 2026

4:2 nach 0:2: Eintracht Frankfurt spielt erneut international

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Eintracht Frankfurt beendet die Saison in der Google Pixel Frauen-Bundesliga zum fünften Mal in Folge auf dem dritten Tabellenplatz. Das Team von Trainer Niko Arnautis behauptete am 26. und letzten Spieltag durch einen 4:2 (2:2)-Heimsieg gegen den 1. FC Union Berlin aus eigener Kraft die Position, die erneut die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb bedeutet.

Vor 5125 Zuschauer*innen im Stadion am Brentanobad taten sich die Hessinnen zunächst schwer. Mit einer direkt verwandelten Ecke brachte Union-Kapitänin Lisa Heiseler (4.) die Berlinerinnen in Führung. Nach dem weiteren Treffer von Eileen Michelle Campbell (23.) mussten die Frankfurterinnen zwischenzeitlich sogar einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen.


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Nach dem Anschlusstreffer durch Frankfurts Kapitänin Laura Freigang (37.) schöpfte die Eintracht wieder Hoffnung. Nach einer sehenswerten Einzelleistung sorgte erneut Laura Freigang (41.) mit ihrem zweiten Treffer für den Ausgleich. Kurz vor dem Ende des ersten Durchgangs hätte die Nationalspielerin sogar fast noch ihren Hattrick perfekt gemacht. Freistehend vor Union-Torhüterin Cara Bösl zielte sie aber knapp am Tor vorbei.

Freigang: "Charakter gezeigt"

Kurz nach dem Beginn der zweiten Halbzeit drehten die Frankfurterinnen endgültig das Spiel. Berlins Torfrau Cara Bösl, die früher selbst das Eintracht-Trikot getragen hatte, bekam einen Distanzschuss von Nationalspielerin Lisanne Gräwe (49.) nicht zu greifen, der Ball landete hinter der Linie. Und die Eintracht legte schnell nach: Die Schweizerin Geraldine Reuteler (55.) trug sich in ihrem letzten Spiel im Frankfurter Dress ebenfalls in die Liste der Torschützinnen ein.

"Das Spiel zeigt viel von dem, was in dieser Saison bei uns los war", sagte Laura Freigang im Interview. "Es war so ein wenig wie die erste Saisonhälfte, in der viel gegen uns lief. Wir haben Charakter gezeigt und den dritten Platz wirklich verdient. Nach der Hinrunde hat niemand mehr mit uns gerechnet. Deshalb bin ich sehr stolz auf das Team und die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind."

Hoffenheim überholt Leverkusen

Die TSG Hoffenheim, die vor der Partie ebenfalls noch den dritten Tabellenplatz hätte erreichen können, sicherte sich vor 1300 Besucher*innen im Sinsheimer Dietmar-Hopp-Stadion durch das 0:0 gegen RB Leipzig noch den vierten Rang.

Im ersten Durchgang verzeichneten die Gastgeberinnen die erste Chance auf einen Treffer. Nach einer Flanke von der rechten Seite köpfte Marie Steiner aber freistehend über das Tor. Noch knapper wurde es auf der Gegenseite bei einem Kopfball der Leipzigerin Marlene Müller. Auch die letzte gute Möglichkeit vor der Pause gehörte den Gästen. Nachdem ihr erster Versuch noch geblockt worden war, setzte Emilia Asgeirsdottir den Abpraller an die Latte.

In der zweiten Halbzeit sorgten die Leipzigerinnen für die ersten Offensivaktionen. Delice Boboy zielte aus spitzem Winkel aber am langen Pfosten vorbei. Bei den Versuchen von Emilia Asgeirsdottir und Nikoline Dudek war jeweils TSG-Torhüterin Laura Dick zur Stelle. Auf der Gegenseite konnte sich auch Leipzigs Torfrau Lina von Schrader gegen die eingewechselte Naomi Luyet auszeichnen. Kurz vor Schluss hätte RB Leipzig fast noch Grund zum Jubeln gehabt. Ein noch abgefälschter Freistoß von Julia Landenberger landete aber am Pfosten. Weil auch TSG-Torjägerin Selina Cerci (16 Saisontreffer) diesmal ein weiteres Tor verwehrt blieb, verlässt die Nationalspielerin den Verein, ohne die kicker-Torjägerkanone zu verteidigen.

Torjägerkanone für Mühlhaus

Die Auszeichnung als erfolgreichste Torschützin sicherte sich stattdessen die zuvor gleichauf liegende Larissa Mühlhaus vom SV Werder Bremen. Die DFB-Teamkollegin von Selina Cerci brachte den SV Werder Bremen beim 3:1 (1:0)-Auswärtserfolg bei Bayer 04 Leverkusen auf Kurs. Nachdem Maja Sternad im Strafraum von Estrella Merino Gonzalez zu Fall gebracht worden war, nutzte Larissa Mühlhaus (4.) den fälligen Foulelfmeter vor 1339 Zuschauer*innen zur Führung und damit zu ihrem 17. Saisontreffer.

Auf der Gegenseite zwang Kristin Kögel Werder-Torhüterin Vanessa Fischer zu einer Glanzparade. Auch im Eins-gegen-Eins gegen Nationalspielerin Carlotta Wamser konnte sich die 28-Jährige bei ihrem Saisondebüt auszeichnen. Unmittelbar vor der Pause dann die nächste gute Gelegenheit zum Leverkusener Ausgleich: Nach einer Ecke köpfte zunächst Cornelia Kramer an die Latte. Im Nachsetzen traf auch Sofie Zdebel das Aluminium.

Kromp: "Starke Energieleistung"

Stattdessen bauten die Bremerinnen ihren Vorsprung im zweiten Durchgang weiter aus. Eine Ecke von Larissa Mühlhaus lenkte Leverkusens Selina Ostermeier (62.) unglücklich ins eigene Tor. Bayer 04 konnte aber schnell wieder verkürzen. Der SV Werder bekam eine Ecke nicht entscheidend geklärt, Cornelia Kramer (73.) verwandelte aus der Drehung zum 1:2. In der Schlussphase sorgte schließlich Werder-Kapitänin Lina Hausicke (85.) für die Entscheidung. Durch die Niederlage fiel Bayer 04 Leverkusen in der Tabelle noch hinter die TSG Hoffenheim auf den fünften Platz zurück.

"Das war zum Saisonabschluss eine starke Energieleistung unseres Teams", lobte Bremens Trainerin Friederike Kromp. "Wir hatten auch ein wenig Spielglück auf unserer Seite, schießen aber dennoch drei Tore. Man hat einfach gemerkt, dass die Spielerinnen sich noch einmal zeigen und die tolle Saison mit einem erfolgreichen Spiel abschließen wollten. Wir können es am Ende fast nicht glauben, dass wir 43 Punkte auf dem Konto habe. Es war eine sehr erfolgreiche Saison für uns."

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