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·5 April 2026
"Absoluter Schlag ins Kontor": SGD verurteilt Randale gegen Hertha

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·5 April 2026

Nachdem die Partie zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC am Samstagabend von schweren Fan-Ausschreitungen überschattet worden war, reagierte die SGD noch in der Nacht zu Sonntag mit einem Statement und verurteilte die Vorfälle.
Fans bewerfen sich mit Pyrotechnik
Rund 20 Minuten waren im Rudolf-Harbig-Stadion gespielt, als zunächst Hertha-Fans Pyrotechnik in benachbarte Dresdner Blöcke warfen und dann den Innenraum betraten, ehe mehrere Dynamo-Anhänger aus dem K-Block auf der gegenüberliegenden Seite über den Platz in Richtung Gästeblock stürmten und die Hertha-Fans mit Pyrotechnik beschossen. Erst als die Polizei hinzukam, liefen die Dresdner Fans zurück in den Block. Die Partie musste anschließend für knapp 20 Minuten unterbrochen werden. Auslöser der Krawalle soll ein Fahnenklau der Dynamo-Fans gewesen sein.
"Die Sportgemeinschaft distanziert sich entschlossen von den Vorkommnissen und strebt eine zeitnahe Aufarbeitung in Zusammenarbeit mit den Sicherheitskräften und Fanvertretern an", heißt es in einem Statement der Sachsen. Bereits während der Partie hätten sich Verantwortliche mit den leitenden Einsatzkräften der Polizei zusammengesetzt, um erste Erkenntnisse kommunikativ auszutauschen. Diese Wahrnehmungen und Beobachtungen seien jetzt Bestandteil der grundlegenden Aufarbeitung.
Geschäftsführer Stephan Zimmermann betont: "Unsere Heimspiele sind bekannt für eine einzigartige Atmosphäre. Bilder, wie wir sie am heutigen Abend gesehen haben, sind nicht akzeptabel und schaden nicht nur unserem Verein, sondern dem gesamten Fußball in Deutschland massiv." Die SGD sowie zahlreiche weitere Vereine würden sich seit Monaten für Faninteressen und ein sicheres Stadionerlebnis einsetzen. "Da sind solche Szenen ein absoluter Schlag ins Kontor", sagt Zimmermann.
"Wir müssen und werden diesen Abend detailliert auswerten und möchten uns bereits jetzt in höchster Form bei allen Unbeteiligten entschuldigen, die in solche unnötigen Aktionen hineingezogen wurden." Seitens des DFB, der bereits Ermittlungen eingeleitet hat, muss Dynamo nun mit einer Geldstrafe, wenn nicht mit einem Zuschauer-Teilausschluss oder gar einem Geisterspiel rechnen. Schließlich gilt die SGD als Wiederholungstäter.
Auch Hertha-Geschäftsführer Dr. Peter Görlich verurteilt die Ausschreitungen bei "Sky": Das sind Szenen, die nichts mit Fußball zu tun haben. Ich kann mich an der Stelle nur bei allen Beteiligten hier im Stadion entschuldigen. Das entspricht nicht meinem Wertegerüst." Die Berliner müssen ebenfalls mit einer empfindlichen Geldstrafe des Sportgerichts rechnen. Zumal im Gästeblock eine Plexiglasscheibe zerstört wurde.
Indes hat die Polizei "mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung sowie Ticketbetrug" eingeleitet. Insgesamt waren 750 Beamte aus Sachsen, Thüringen und Bayern waren im Einsatz.
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