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·18 March 2026
Afrika Cup Sieger: „Witz des Jahrhunderts“: Senegal verliert Meistertitel

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Die CAF hat das chaotische Finale von Rabat neu gewertet und Senegal den Titel aberkannt, Marokko nachträglich zum Sieger erklärt. Die Entscheidung beruht auf einem Einspruch Marokkos und Verstößen gegen Spielregeln vor einem verhängten Strafstoß. In Dakar regt sich sofortiger Protest, der Verband kündigt juristische Schritte an. Die Neuwertung droht den Wettbewerb monatelang weiter zu belasten.

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Der afrikanische Fußballverband CAF erklärte das Finale vom 18. Januar offiziell neu und gab Marokko per 3:0-Wertung zum Sieger des Afrika-Cups. Die Entscheidung beruht auf der Prüfung eines Einspruchs des marokkanischen Verbands, dem die CAF stattgab. Damit wird Senegal der Titel nachträglich aberkannt und Marokko erstmals seit 1976 wieder als Afrikameister geführt. Die CAF berief sich in ihrer Entscheidung auf Verstöße gegen Disziplinbestimmungen.
Im Finale hatte Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala (DR Kongo) zunächst einen vermeintlichen Führungstreffer der Gäste wegen eines umstrittenen Fouls aberkannt und kurz darauf nach VAR-Check einen Strafstoß für Marokko gegeben. Unmittelbar danach eskalierte die Lage: Fans warfen Gegenstände und versuchten, auf den Rasen zu gelangen, während Senegals Trainer Pape Thiaw seine Mannschaft in die Kabine schickte. Brahim Díaz trat später zum Elfmeter an und vergab; in der Verlängerung erzielte Pape Gueye das Tor, das Senegal zunächst zum Sieger machte, ehe die CAF den Spielverlauf nachträglich bewertete.
Die Entscheidung löste in Senegal Empörung aus. Generalsekretär Abdoulaye Seydou Sow kündigte im staatlichen Rundfunk an, man werde Anwälte einschalten und Rechtsmittel einlegen; er bezeichnete die Entscheidung als „Schande für Afrika“. Die senegalesische Tageszeitung Le Soleil sprach von einem „Witz des Jahrhunderts“. Aus der Mannschaft kamen spöttische und trotzig wirkende Reaktionen: Pathé Ciss schrieb auf Instagram: „Den Heulsusen könnt ihr noch drei Tore geben.“ Idrissa Gueye erklärte: „Wir wissen, was wir an jenem Abend in Rabat erlebt haben. Und das kann uns niemand nehmen.“ Marokkanische Verantwortliche hielten sich überwiegend zurück; Aurélien Tchouaméni, Teamkollege von Díaz, sagte lediglich, dass er sicher sei, Díaz sei glücklich.
Die CAF begründete ihre Entscheidung mit Verstößen gegen die Artikel 82 und 84 ihrer Regularien, die das Verhalten von Spielern und Offiziellen sowie die Wahrung der Spielordnung betreffen. Bereits unmittelbar nach dem Spiel hatte die CAF Senegals Trainer Pape Thiaw für fünf Spiele gesperrt und eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 US-Dollar verhängt. Die Neuwertung des Finales in eine 3:0-Wertung zugunsten Marokkos könnte nun rechtliche Schritte und Proteste nach sich ziehen; die senegalesische Verbandsführung kündigte an, vor nichts zurückzuschrecken. Die FIFA äußerte sich auf Nachfrage nicht.









































