Borussia Dortmund
·14 January 2026
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·14 January 2026
Mit 36 Punkten belegt Borussia Dortmund aktuell den zweiten Tabellenplatz. „Wieviele Punkte hatten wir vor einem Jahr?“, fragte Kovac auf der Pressekonferenz rhetorisch. Damals, nach einem 2:4 bei Holstein Kiel, waren es 25 – elf weniger. „Deswegen muss man immer differenzieren“, fügte er hinzu – wohlwissend, dass das Publikum lange Zeit gebraucht hatte, mit dem Spiel warm zu werden. Ebenso wie der deutliche Kritik an der Herangehensweise übende Trainer selbst: „Wir sind in der ersten Halbzeit nicht im Spiel gewesen. Ich war nicht zufrieden. Das können wir besser. Das habe ich der Mannschaft in der Halbzeit auch gesagt.“
Gleichwohl stellte Kovac später fest: „Es geht in erster Linie immer um die A-Note. Die B-Note kommt on top. Da können wir besser werden. Mit der Entwicklung der Mannschaft sind wir zufrieden. Wir haben in dieser Bundesliga-Halbserie nur ein Spiel verloren.“
Dass man am Dienstagabend vor ausverkauftem Haus das Spiel gegen Bremen in die richtige Richtung drehte, lag an zwei Faktoren: zunächst an einem starken Torwart Gregor Kobel, der in den ersten 18 Spielminuten die beiden Bremer Chancen des gesamten Spiels reaktionsschnell vereitelte, zum anderen an einem taktischen Kniff des Trainers, der nach 66 gespielten Minute die Herangehensweise änderte, u.a. mit den Einwechslungen von Serhou Guirassy und Jobe Bellingham das System änderte von 3-4-3 auf 3-5-2. „Wir mussten umstellen auf drei Mittelfeldspieler und zwei Stürmer, um eine Kompaktheit im Mittelfeld herzustellen.“ Nach dem frühen 1:0 durch Nico Schlotterbeck (11.) fielen dann die wichtigen Treffer zum 2:0 durch Marcel Sabitzer (76.) und Guirassy (83.) – letzterer provoziert durch den nachsetzenden Bellingham.
Das Ende der vorübergehenden Torflaute des Top-Torjägers animierte Torhüter Gregor Kobel zu einem Sprint von einem zum anderen Ende des Platzes. „Ich freue mich natürlich extrem für ihn. Jeder weiß, wenn du als Stürmer so ein bisschen auf dein Tor wartest, und es dann von Spiel zu Spiel so weitergeht, dann tut das natürlich besonders gut, das 3:0 zu machen im richtigen Moment, gerade wenn du reingekommen bist von der Bank“, erzählte Kobel und fügte hinzu: „Wir sind eine Mannschaft. Wir sind alle füreinander da, und ich freue mich extrem für jeden, der ein Tor schießt. Und in so einem Moment sicher noch etwas mehr.“
Vielleicht hat es Guirassy auch geholfen, dass er sich zuvor nicht 83 Minuten lang mit den robusten Bremer Abwehrspielern reiben musste, sondern frisch war, als das „Geschenk“ in Form eines Fehlers von Amos Pieper quasi auf dem Elfmeterpunkt lag, er von dort zum 3:0 einschoss und damit sein sechstes Saisontor in der Liga erzielte. „Der Plan ist aufgegangen. In der zweiten Halbzeit öffnen sich die Spiele. Als Stürmer braucht man auch Glück, dass der Ball genau vor die Füße fällt“, stellte Kovac fest: „Es wichtig, dass er getroffen hat, nicht nur für ihn persönlich, auch für uns als Mannschaft. Ohne Tore wird man keine Spiele gewinnen und die Ziele erreichen.“
Zum Jahresstart gelangen nun zweimal direkt hintereinander drei Treffer, zunächst beim 3:3 in Frankfurt, dann beim 3:0 gegen Bremen. Am Samstag kommt der FC St. Pauli in den SIGNAL IDUNA PARK, mit dem die Mannschaft nach dem Hinspiel (3:3 nach 3:1-Führung) noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen hat.Boris Rupert









































