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·31 March 2026

Alles oder Nichts: WM-Kampf im Kosovo – Türkei nach 24 Jahren nur noch einen Schritt entfernt

Article image:Alles oder Nichts: WM-Kampf im Kosovo – Türkei nach 24 Jahren nur noch einen Schritt entfernt

Die türkische Nationalmannschaft steht vor einem der wichtigsten Spiele der letzten Jahrzehnte. Im Finale der Playoff-Runde zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026 trifft das Team von Vincenzo Montella auswärts auf Kosovo. Mit einem Sieg wäre die Rückkehr auf die größte Bühne des Weltfußballs perfekt – und eine 24 Jahre lange Wartezeit beendet.

Das Finale steigt im Fadil-Vokrri-Stadion

Die Partie wird im Fadil-Vokrri-Stadion ausgetragen und beginnt um 20:45 Uhr (MEZ). Die Türkei erreichte dieses Endspiel nach dem 1:0 gegen Rumänien in Istanbul, während sich Kosovo mit einem spektakulären 4:3 in der Slowakei durchsetzte. Sollte das Duell nach 90 Minuten unentschieden stehen, fällt die Entscheidung erst in der Verlängerung oder im Elfmeterschießen.


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Die Ausgangslage ist damit klar: Für beide Mannschaften geht es um das direkte Ticket zur Weltmeisterschaft 2026. Entsprechend hoch ist die Spannung vor diesem Endspiel, das sportlich wie emotional enormes Gewicht trägt.

Die Millis wollen die 24-jährige WM-Wartezeit beenden

Für die Türkei ist dieses Spiel historisch aufgeladen. Zuletzt nahm die Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft 2002 in Südkorea und Japan teil und erreichte dort mit dem dritten Platz den größten Erfolg ihrer Geschichte. Seitdem blieb die WM-Bühne für die „Milli Takim“ unerreichbar.

Insgesamt qualifizierte sich die Türkei bisher dreimal für eine WM-Endrunde – 1950, 1954 und 2002. Tatsächlich nahm die Mannschaft jedoch nur zweimal teil, weil sie 1950 trotz erfolgreicher Qualifikation aus finanziellen Gründen nicht zum Turnier reisen konnte. Genau deshalb hätte ein Erfolg im Kosovo auch eine starke symbolische Bedeutung.

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So verlief der Weg durch die Qualifikation

In der europäischen WM-Qualifikation spielte die Türkei in Gruppe E gegen Spanien, Georgien und Bulgarien. Mit vier Siegen, ein Unentschieden und insgesamt 13 Punkten schloss die Mannschaft die Gruppe auf dem zweiten Platz ab und erreichte damit die Play-offs.

Nun fehlt nur noch ein letzter Schritt. Bei einem Sieg gegen Kosovo würde die Türkei in der Gruppe D der Weltmeisterschaft auf die USA, Paraguay und Australien treffen. Das verleiht dem Spiel zusätzlich eine klare sportliche Perspektive.

Bilanz gegen Kosovo und die Gesamtstatistik der Türkei

Die Türkei und Kosovo standen sich bisher dreimal gegenüber. Die türkische Auswahl verließ diese Spiele allesamt als Sieger und erzielten dabei insgesamt zwölf Tore, während sie nur zwei Gegentreffer hinnehmen mussten. Das erste Duell am 21. Mai 2014 wurde allerdings nicht offiziell gewertet, weil Kosovo zu diesem Zeitpunkt noch kein FIFA-Mitglied der UEFA war.

Insgesamt bestreitet die türkische Nationalmannschaft gegen Kosovo ihr 649. Länderspiel. Nach 648 Partien stehen 256 Siege, 151 Unentschieden und 241 Niederlagen zu Buche. Dabei erzielte die Mannschaft 896 Tore und kassierte 926 Gegentreffer.

Montella steht vor seinem 31. Spiel

Für Vincenzo Montella ist es bereits das 31. Spiel als Trainer der A-Nationalmannschaft. Unter seiner Leitung absolvierte die Türkei bislang 23 offizielle Spiele und sieben Freundschaftsspiele. Die Bilanz fällt mit 17 Siegen, fünf Unentschieden und acht Niederlagen positiv aus.

Gerade deshalb blickt die Öffentlichkeit mit großen Erwartungen auf dieses Finale. Montella hat die Mannschaft in kurzer Zeit stabilisiert und in eine Position gebracht, in der ein einziges Spiel über die Rückkehr zur WM entscheidet.

Ein Stadion mit Fenerbahce-Vergangenheit und bekannte Namen im Kosovo-Kader

Auch der Spielort trägt eine besondere Geschichte. Das Stadion ist nach Fadil Vokrri benannt, der zwischen 1990 und 1992 für Fenerbahce spielte und 2018 im Alter von 57 Jahren starb. Damit gibt es auch aus türkischer Sicht eine emotionale Verbindung zum Austragungsort.

Im Kader des Kosovo stehen zudem mehrere bekannte Namen aus dem türkischen Fußball. Dazu gehören Milot Rashica von Besiktas, Florent Hadergjonaj und Fidan Aliti von Corendon Alanyaspor sowie Vedat Muriqi, der bereits für Fenerbahce, Rizespor, Genclerbirligi und Giresunspor spielte. Trainiert wird Kosovo von Franco Foda.

Michael Oliver leitet das Finale

Als Schiedsrichter ist Michael Oliver vom englischen Verband angesetzt. Unterstützt wird er von Stuart Burt und James Mainwaring, vierter Offizieller ist Christopher Kavanagh. Damit ist auch auf Seiten des Schiedsrichterteams internationale Erfahrung garantiert.

Für die Türkei ist nun alles angerichtet. Ein Stadion mit Geschichte, ein Gegner mit bekannten Gesichtern und ein Spiel, das eine ganze Generation von Fans zurück zur Weltmeisterschaft führen kann. Für die Türkei geht es im Kosovo um weit mehr als nur ein weiteres Länderspiel – es geht um die Rückkehr auf die große Bühne.

Voraussichtliche Aufstellungen

Kosovo: Muric – Hajdari, Dellova, Hajrizi, Gallapeni – Muslija, Rexbecaj, Hodza, Vojvoda – Asllani, Muriqi.

Türkei:  Cakir – Celik, Akaydin, Bardakci, Kadioglu – Yüksek, Calhanoglu, Güler, Yildiz, Yilmaz – Aktürkoglu

Schiedsrichter: Michael Oliver (England)

Austragungsort: Fadil-Vokrri-Stadion (Pristina)

Anstoß: 20:45 Uhr (MEZ)

TV-Übertragung: DAZN, TV8

Der türkische Nationalkader im Überblick

Tor: Altay Bayindir (Manchester United), Mert Günok (Fenerbahce), Muhammed Sengezer (RAMS Basaksehir), Ugurcan Cakir (Galatasaray)

Abwehr: Abdülkerim Bardakci (Galatasaray), Merih Demiral (Al-Ahli SFC), Mustafa Eskihellac (Trabzonspor) Eren Elmali (Galatasaray), Mert Müldür (Fenerbahce), Samet Akaydin (Caykur Rizespor), Ahmetcan Kaplan (NEC Nijmegen), Ferdi Kadioglu (Brighton & Hove Albion), Ozan Kabak (TSG 1899 Hoffenheim), Zeki Celik (AS Rom)

Mittelfeld: Kaan Ayhan (Galatasaray), Ismail Yüksek (Fenerbahce), Orkun Kökcü (Besiktas), Hakan Calhanoglu (Inter Mailand), Salih Özcan (Borussia Dortmund), Atakan Karazor (VfB Stuttgart), Baris Alper Yilmaz, Yunus Akgün (Galatasaray), Kerem Aktürkoglu, Oguz Aydin (Fenerbahce), Irfan Can Kahveci (Kasimpasa), Arda Güler (Real Madrid)

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