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·7 May 2026

„Alles oder Nichts“: Wolfsburgs Endspiel gegen den FC Bayern

Article image:„Alles oder Nichts“: Wolfsburgs Endspiel gegen den FC Bayern

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegen beim VfL Wolfsburg in dieser Saison Welten. Eine Mannschaft, die vor der Spielzeit eher den Blick in die obere Tabellenhälfte richtete, kämpft zwei Spieltage vor Schluss um den Klassenerhalt – und ausgerechnet jetzt steht das Heimspiel gegen den FC Bayern an. Die Partie gegen den Rekordmeister am Samstag (18:30 Uhr) wird für die Niedersachsen zu einem Schlüsselspiel im Abstiegskampf.

Nach dem 1:1 beim SC Freiburg brachte Stürmer Dženan Pejčinović die Stimmung im VfL-Lager auf den Punkt. Mit einer „Alles oder Nichts“-Einstellung gehe man in das Duell mit den Münchnern, erklärte der Angreifer: „Wir haben nichts mehr zu verlieren. Jedes Spiel ist wie das letzte Spiel. Wir versuchen, die Bayern zu ärgern. Wir versuchen, alles rauszuhauen.“


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Die Realität im Tabellenkeller ist ernüchternd: Sechs Punkte fehlen dem VfL zwei Spieltage vor Schluss auf den Tabellenfünfzehnten Werder Bremen, dazu kommt eine um fünf Treffer schlechtere Tordifferenz. Die Chancen auf den direkten Ligaverbleib sind damit nur noch theoretischer Natur.

Vieles deutet darauf hin, dass der Weg zum Klassenerhalt über Rang 16 und die Relegation führen muss. Aktuell belegt Wolfsburg diesen Platz, punktgleich mit dem FC St. Pauli (beide 26 Zähler) und knapp vor dem 1. FC Heidenheim (23 Punkte). Am letzten Spieltag kommt es zudem zum direkten Duell mit den Hamburgern – ein mögliches Endspiel um den Relegationsrang. Umso wertvoller wären Zähler im Heimspiel gegen den FC Bayern.

Trotz der angespannten Lage sprechen die jüngsten Entwicklungen eher für als gegen Wolfsburg. Seit Anfang März, als Dieter Hecking seine zweite Amtszeit beim VfL antrat, präsentiert sich die Mannschaft deutlich gefestigter. „Die Mannschaft ist jetzt seit einigen Wochen stabiler“, sagte der 61-Jährige, der die Niedersachsen vor dem Abstieg bewahren soll. „Wir haben nicht nur gekämpft, sondern auch versucht, Fußball zu spielen. Das sind die nächsten Schritte, die wir gehen mussten, um mit unserer Art, wie wir den Abstiegskampf meistern wollen, das hoffentlich zu einem erfolgreichen Ende zu bringen.“

Die Ergebnisse stützen diesen Eindruck: In den vergangenen drei Partien blieben die Wölfe ungeschlagen und holten fünf Punkte. Insbesondere der 2:1-Erfolg beim 1. FC Union Berlin wirkte wie ein Befreiungsschlag, es folgten ein 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach und das 1:1 in Freiburg.

Auch wenn in Freiburg eine Führung verspielt wurde, geht der VfL den Schlussspurt hoffnungsvoll an. „Wir sind mit einem positiven Gefühl rausgekommen aus dem Spiel“, betonte Pejčinović. „Jetzt gilt es, dass wir in den nächsten zwei Spielen nochmal alles raushauen. Wir werden alles dafür tun, die Liga zu halten. Wir sind auf einem guten Weg.“

Der 19-jährige Angreifer steht sinnbildlich für die Wolfsburger Hoffnung im Schlussspurt – und hat zudem eine Bayern-Vergangenheit: In der Jugend lief Pejčinović für den Rekordmeister auf, inzwischen ist er mit sieben Treffern gemeinsam mit Mohamed Amoura (acht Tore) bester Torschütze der Wölfe. In den vergangenen drei Begegnungen stand der deutsch-montenegrinische Stürmer jeweils in der Startelf und dürfte auch gegen seinen Ex-Club von Beginn an auflaufen.

Mögliche Aufstellung des VfL

Hinter der Doppelspitze aus Pejčinović und Amoura könnte Hecking erneut auf Patrick Wimmer sowie Vorlagengeber Christian Eriksen setzen, der bereits acht Assists gesammelt hat. Über die Außenbahnen sorgen voraussichtlich Joakim Maehle auf rechts und Aaron Zehnter auf links für Dynamik, in Sael Kumbedi steht zudem eine defensivere Option für die rechte Seite bereit. Zentrale Figur im Mittelfeld ist der zweikampfstarke Vinicius Souza auf der Sechserposition. In der Dreierkette dahinter kommen wohl Jeanuel Belocian, Denis Vavro und Konstantinos Koulierakis zum Einsatz, im Tor steht mit Kamil Grabara eine verlässliche Nummer eins.

Vor heimischer Kulisse will Wolfsburg eine Mischung aus Kampfbereitschaft und neu gewonnener Stabilität gegen den FC Bayern auf den Platz bringen. „Wir werden alles dafür tun, dass wir zuhause irgendwie Punkte holen“, kündigte Pejčinović an. Der VfL hat im Tabellenkeller nichts mehr zu verschenken – und nach eigener Lesart nichts mehr zu verlieren. Der FC Bayern trifft auf einen Gegner, der unter maximalem Druck steht, aber genau deshalb sehr gefährlich werden kann.

So könnt Ihr das Duell beim VfL Wolfsburg verfolgen:

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