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·16 April 2026
Alles, was ihr zum 30. Spieltag wissen müsst

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·16 April 2026

Die Saison geht in die Crunchtime. Fünf Spiele stehen noch aus, aber vorzeitige Entscheidungen im Auf- und Abstiegskampf bahnen sich noch längst nicht an. Direkte Aufeinandertreffen sowie Duelle der Gegensätze heizen die Spannung an. liga2-online.de gibt eine Übersicht für den 30. Spieltag.
Medienschaffende rieben sich zu Wochenbeginn vergnügt die Hände. Alexander Ende folgte in Düsseldorf auf Markus Anfang, was logischerweise die Schlagzeilen im Abstiegskampf dominierte. Da konnte auch ein süffisanter Tim Walter trotz Sieg mit Kiel gegen die Fortuna nicht mithalten. Doch F95-Sportvorstand Sven Mislintat stellte natürlich ganz klar in den Vordergrund, dass der ehemalige Coach von Preußen Münster nicht für Wortspiele ins Rheinland geholt wurde. Er soll Düsseldorf vor dem Absturz bewahren - so, wie es sich auch sieben weitere Mannschaften im Abstiegskampf auf die Fahne geschrieben haben.
Große Wechselspielchen gab es in der Spitzengruppe derweil nicht. Weil Darmstadt und Elversberg jedoch Federn ließen, schob sich mittlerweile Hannover 96 wieder in eine gute Ausgangsposition für das Rennen um den Aufstiegs-Relegationsplatz. Die Niedersachsen sind das beste Team der Rückrunde - neben Paderborn und Schalke, die sich wiederum durch ihre Konstanz erstmals ein bisschen auf den direkten Aufstiegsplätzen abgesetzt haben. Die Konstellation an diesem Wochenende könnte daher schon eine kleine Vorentscheidung bringen.
SVE gegen KSC: Platz 4 stachelt Elversberg an
Zwei direkte Duelle mit Hannover (1:1) und Schalke (1:2) brachten die SV Elversberg zuletzt nicht voran. Besonders ärgerlich war, dass die Saarländer aus der Überzahl gegen die Königsblauen keinen Profit schlagen konnten. So rutscht die Mannschaft von Vincent Wagner nun in die Verfolgerrolle, in der sich Elversberg in dieser Saison aber oft sehr wohl fühlte. Immer, wenn die SVE in den letzten Wochen auf Platz 4 abgerutscht war, gab es danach einen Sieg. Klettern die Saarländer jetzt auch wieder?
Auf seiner Abschiedstour wird KSC-Coach Christian Eichner seine Einwände gegen einen Elversberger Erfolg haben. Die erste Partie nach der Verkündung, dass der Cheftrainer zum Saisonende gehen wird, konnten die Karlsruher fulminant gegen Bielefeld gewinnen. Besonders Kapitän Wanitzek, der aus seiner Verbundenheit zu Eichner kein Geheimnis macht, glänzte beim 4:1-Sieg. Möglich, dass der KSC nun weiter befreit aufspielen und noch ein paar Ausrufezeichen für den scheidenden Trainer setzen wird.
FCM gegen F95: Ende debütiert im Kellerkracher
Fünf sieglose Spiele in Folge endeten mit den Befreiungsschlägen gegen Münster (3:1) und Bochum (4:1). Und das auf eine spektakuläre Art und Weise, denn der Offensivmotor der Sander-Elf kam so richtig in Fahrt. Das war zwar auch in Paderborn der Fall, aber dort reichten drei Treffer nicht für einen Punktgewinn aus. Somit stand nun wieder die Abwehrarbeit im Fokus, weil die Balance bei den Magdeburgern noch nicht gefestigt ist. Viel Zeit, um Fehler auszugleichen, bleibt aber nicht mehr. Die Basics in der Defensive müssen sitzen, denn die schlechteste Defensive der Rückrunde reißt die beste Offensive der zweiten Saisonhälfte ein.
Das gilt auch bei Fortuna Düsseldorf. Vier Niederlagen am Stück kosteten Markus Anfang den Job, weshalb nun Alexander Ende übernimmt. Der neue Coach wurde als Glückgriff und Wunschlösung präsentiert, was langfristig zum Erfolg führen soll - aber auch kurzfristig muss der 46-Jährige die passenden Ideen im Gepäck haben, die er bei Preußen Münster vor vier Wochen noch nicht umsetzen konnte. Fällt es nun bei der Fortuna leichter? Eine Niederlage im Kellerkracher wäre zum Einstieg kein gutes Omen.
H96 gegen SCP07: Verfolgerduell mit Vorentscheidung?
In der Rückrunde präsentierte sich Hannover 96 bislang mit sieben Siegen, drei Unentschieden und nur noch zwei Niederlagen. Dadurch haben die Niedersachsen das Feld von hinten aufgeräumt - und dabei haben die Verantwortlichen alles auf eine Karte gesetzt, denn Cheftrainer Christian Titz genoss das Vertrauen bekanntlich gegenüber Sportchef Jörg Schmadtke. Der Erfolg gibt den Roten recht, denn so dicht schnupperte Hannover im Endspurt schon lange nicht mehr an der Rückkehr in die Bundesliga. Allerdings muss ein Sieg gegen Paderborn her, um das Rennen um die direkten Aufstiegsplätze spannend zu halten.
Dass das nicht leicht wird, liegt angesichts der Paderborner Bilanz auf der Hand - denn neben Hannover ist nur der SCP07 punktgleich in der Rückrunde. Seit neun Spielen sind die Ostwestfalen ungeschlagen und konnten sich somit einen kleinen Puffer von vier Zählern aufbauen, der mit einem Sieg in Hannover vielversprechend vergrößert werden könnte. Cheftrainer Ralf Kettemann ging zuletzt demütig voran und betonte, dass der Tag nicht vor dem Abend gelobt werden sollte.
S04 gegen SCP: Münster schon mit dem Rücken zur Wand
Auch die Königsblauen sind seit neun Spielen ungeschlagen. Einen wichtigen Sieg feierte die Mannschaft von Miron Muslic gegen Elversberg (2:1), während Darmstadt (1:1) und Hannover (2:2) in den letzten Wochen auf Distanz gehalten wurden. Schalke beweist ein gutes Timing in den Ergebnissen und profitiert vom Momentum, sodass auch die schwerwiegenden Ausfälle von Dzeko, Katic und Karaman zuletzt nicht auffielen. Es deutet sich nicht an, dass sich S04 aus dieser Bahn herauswerfen lässt.
Allerdings ist Münster im Gegenzug schon zum Siegen gezwungen. Die Adlerträger müssen in fünf Spielen gegen vier Spitzenteams antreten, sodass die Mannschaft von Alois Schwartz schon jetzt mit dem Rücken zur Wand steht. Die Defensive konnte der neue Cheftrainer in kürzester Zeit stabilisieren, aber das ging direkt auf Kosten der Offensive - zwei torlose Remis gegen Konkurrenten im Abstiegskampf brachten Münster entsprechend nicht weiter. Jetzt muss der Mut der Verzweiflung wirken.
BTSV gegen Hertha: Kornetka erlebt frühe Höhen und Tiefen
Als neuer Cheftrainer von Eintracht Braunschweig erlebte Lars Kornetka innerhalb von vier Partien schon alle Höhen und Tiefen. Auf das siegreiche Debüt gegen Düsseldorf (1:0) folgte noch ein Punkt gegen Nürnberg (1:1), dazu die zu erwartende und dennoch Niederlage im Derby gegen Spitzenteam Hannover (0:1). Aber was war gegen Bochum los? Die 1:4-Pleite wirft Fragen auf, wie der BTSV in so kurzer Zeit den Aufschwung durch alte Muster zunichte gemacht hat. Braunschweig braucht wieder schnelle Lösungen, denn die Aufgaben bleiben schwierig.
Kommt von der Hertha noch einmal etwas oder ist der Ofen endgültig aus? Immer dann, wenn sich die Alte Dame gerade eine echte Chance erspielen konnte, folgte der Rückschlag - so auch durch das 0:1 gegen Kaiserslautern. Die letzte Konsequenz fehlt den Berlinern, wenngleich das Restprogramm noch vielversprechend für die Leitl-Elf laufen kann. Hertha bekommt es ausschließlich mit Abstiegskandidaten zu tun. Will der Hauptstadtklub wirklich noch einmal angreifen, dann muss aber auch die volle Punktausbeute geholt werden - angefangen in Braunschweig.









































