Analyse zur Saison 2025/26: Das Zeugnis für die Drittligisten #1 | OneFootball

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·26 May 2026

Analyse zur Saison 2025/26: Das Zeugnis für die Drittligisten #1

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Die 18. Saison der eingleisigen 3. Liga ist Geschichte! Zeit für eine Bilanz: Welche Vereine haben überzeugt? Wer muss eine enttäuschende Spielzeit aufarbeiten? liga3-online.de nimmt alle 20 Klubs unter die Lupe und stellt ein Zeugnis aus. Den Anfang machen die Plätze 16 bis 20.

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Fazit: Mit einer eingeschworenen Aufstiegsmannschaft und viel regionaler Identität wollte der 1. FC Schweinfurt in seiner ersten Saison im Profifußball nach 23 Jahren für Furore sorgen. Doch dieser Plan scheiterte krachend: Die Schnüdel waren über weite Strecken der Saison Kanonenfutter für den Rest der Liga. So stehen beispielsweise in der Hinrunde zwei Siege insgesamt 17 Niederlagen gegenüber. Zwar konnten die Unterfranken in einzelnen Spielphasen durchaus mithalten, doch eklatante Defensivfehler und zahlreiche Unkonzentriertheiten in der Schlussphase machten vieles zunichte.


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Als im Februar Aufstiegstrainer Viktor Kleinhenz durch Ex-Bundesliga-Star Jermaine Jones ersetzt wurde, ging noch mal ein kleiner Ruck durch den Verein. Doch auch die Ausbeute von 11 Punkten aus 14 Spielen unter Jones reichte nicht mehr aus, um verhindern, dass der FC05 als schwächster Drittligist aller Zeiten in die Historie eingeht. Für zusätzliche Unruhe sorgte der Rückzug des langjährigen Präsidenten und Gönners Markus Wolf.

Zeugnis: Gemessen an den geringen Möglichkeiten ist der Schweinfurter Abstieg nicht überraschend. Das historisch schlechte Abschneiden lässt sich damit dennoch nicht erklären.

Note: 5-

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Fazit: Nach dem Zweitliga-Abstieg setzten die Ulmer Verantwortlichen auf junge und entwicklungsfähige Neuzugänge aus der Regionalliga. Auf dem Papier ein nachvollziehbarer Ansatz, doch in der Praxis offenbarte der Kader viel zu viele Mängel, die durch ein beispielloses Verletzungspech verstärkt wurden. So hatten die Spatzen von Beginn an große Anpassungsschwierigkeiten an die neue Liga und liefen der Musik früh hinterher. Die beiden vormaligen U19-Trainer Robert Lechleiter und Moritz Glasbrenner gerieten in der Rolle als Cheftrainer schnell an ihre Grenzen.

Der schwache Saisonstart gipfelte schließlich in einer in dieser Deutlichkeit außergewöhnlichen Spielerrevolte gegen Geschäftsführer Markus Thiele und Glasbrenner, die Ende November entlassen wurden. Das sinkende Schiff sollte anschließend Pavel Dotchev retten. Doch auch der Drittliga-Rekordtrainer geriet in Ulm mit seinem Latein ans Ende. So wurden die Schwaben nach ihrem Durchmarsch von der Regionalliga bis in die 2. Liga nun auf direktem Wege wieder in die Viertklassigkeit durchgereicht.

Zeugnis: Als Zweitliga-Absteiger direkt in die Regionalliga durchgereicht zu werden, lässt keinen Spielraum für ein milderes Urteil: Die Saison des SSV Ulm 1846 war ein Totalschaden.

Note: 6

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Fazit: Eigentlich sollte in dieser Saison alles besser werden: Nach einem halben Jahr des Einspielens unter Jens Härtel sollte der kleine, eingeschworene Kader die Veilchen wieder in bessere Tabellenregionen führen. Eine fatale Fehleinschätzung der Verantwortlichen um Sportchef Matthias Heidrich. Früh rutschte der FCE unter den Strich – ab dem 5. Spieltag war Aue bestenfalls 16. Dass im Sommer kein adäquater Ersatz für den verletzten Top-Torjäger Marcel Bär verpflichtet worden war, stellte sich angesichts der massiven Offensivschwäche schnell als massives Versäumnis heraus.

Mitte Dezember musste zunächst Sportchef Matthias Heidrich gehen, Anfang Februar folgte Jens Härtel. Doch unter dem neuen Duo Michael Tarnat und Christoph Dabrowski kehrte keinerlei Besserung ein. Aue verpatzte das Wintertransferfenster und kassierte im Frühjahr zwischenzeitlich acht Niederlagen in Folge, die den erstmaligen Abstieg in die Viertklassigkeit besiegelten. Immerhin gab es unter Interimstrainer Khvicha Shubitidze zumindest noch einen halbwegs versöhnlichen Saisonabschluss mit sechs ungeschlagenen Ligaspielen und dem wichtigen Sieg im Landespokal.

Zeugnis: Eine Saison voller Fehleinschätzungen führt Aue erstmals in der Vereinsgeschichte in die Viertklassigkeit. Ein bitterer Tiefpunkt für diesen stolzen Traditionsverein.

Note: 5-

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Fazit: Dass es der kleine TSV Havelse auch in seinem zweiten Drittliga-Abenteuer schwer haben würde, war bereits vor Saisonbeginn klar. Entsprechend verlief auch das erste Saisondrittel, in dem der Aufsteiger sieglos blieb. Den ersten Dreier durfte die Mannschaft von Samir Ferchichi erst am 15. Spieltag bejubeln – nie zuvor blieb ein Drittligist so lange ohne Sieg.

Doch der kleine Verein aus der Vorstadt Hannovers arbeitete sich mehr und mehr in die Liga hinein und entwickelte sich zu einem aufmüpfigen Gegner, dem so manche gefeierte Aufholjagd und so mancher Überraschungssieg gelang. In einer hypothetischen Tabelle seit dem 15. Spieltag stünde Havelse als 13. klar über dem Strich. In der realen Tabelle war die Hypothek des schwachen Saisonstarts letztlich aber zu groß, sodass die Niedersachsen wie schon 2021/22 den direkten Wiederabstieg hinnehmen muss. Die größte Schwäche des TSV war ohne Frage die löchrige Defensive, die mit 89 Gegentoren einen Negativrekord in der 3. Liga aufstellte.

Zeugnis: Der Abstieg war letztlich nicht zu vermeiden, und dennoch hat Havelse in dieser Saison mit etlichen leidenschaftlichen Auftritten die Herzen vieler Drittliga-Beobachter gewonnen. Ein Abstieg mit Stil!

Note: 3-

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Fazit: Dass bei Zweitvertretungen Licht und Schatten oft näher beieinanderliegen als bei klassischen Profivereinen, ist nichts Neues. Doch die TSG Hoffenheim II setzte in dieser Saison neue Maßstäbe. Auf eine furiose Hinrunde, die die Kraichgauer auf Platz sieben und nur drei Punkte hinter dem Relegationsplatz abschlossen, folgte eine katastrophale zweite Halbserie: In der Rückrundentabelle bedeutete das Rang 20. Vom Glanz der Hinrunde, als Ayoube Amaimouni-Echghouyab und Co. die gegnerischen Defensivreihen in Angst und Schrecken versetzten, war 2026 nur noch wenig zu sehen.

Letztlich kann Hoffenheim II froh sein, dass die vier Absteiger in dieser Saison punktemäßig so deutlich abfielen wie selten zuvor. Die Aufgabe als Talenteentwickler erfüllte die TSG unter der Leitung von Trainertalent Stefan Kleineheismann gleichwohl mit Bravour: Neben Amaimouni-Echghouyab, der schon in der Rückrunde in der Bundesliga angekommen ist, konnten sich unter anderem auch Valentin Lässig mit einem Profivertrag in Hoffenheim, Luka Duric mit einem bevorstehenden Wechsel nach Paderborn und Deniz Zeitler mit 15 Saisontoren nachhaltig empfehlen.

Zeugnis: Auf eine hervorragende Hinrunde folgte eine schwache Rückrunde. In Summe ergibt das eine leicht unterdurchschnittliche Bewertung.

Note: 3-

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