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·7 May 2026
Anwalt eingeschaltet: Hertha-Hauptsponsor dementiert Medienbericht

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·7 May 2026

Seit Sommer 2024 prangt das Logo von CheckCars24 auf dem Trikot von Hertha BSC. Der Hauptsponsor soll aber in den vergangenen Monaten kein Geld mehr gezahlt haben. Der Vorwurf wurde nun dementiert.
Am Dienstag berichtete die Sport BILD, dass CheckCars24 seit November 2025 kein Geld an Hertha BSC mehr gezahlt habe. Die Berliner würden demnach prüfen, ob eine vorzeitige Beendigung des Deals, ausgelegt für drei Jahre – also bis 2027 – möglich ist. Das finanzielle Gesamtvolumen beträgt etwa 6,5 Millionen Euro, für die laufende Saison sind es rund 2,1 Millionen. Also fehlen circa eine Million Euro, die CheckCars24 bislang nicht gezahlt habe.
Auf Medienanfragen schreibt Hertha das gleiche: "Hertha BSC steht mit allen seinen Partnern und Sponsoren in einem regelmäßigen und konstruktiven Austausch. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu konkreten vertraglichen Themen oder internen Abstimmungen grundsätzlich nicht öffentlich äußern." Bis zum Montagabend hat sich CheckCars24 auf Anfrage nicht gemeldet.
Stattdessen bekam Fussballdaten nach Anfrage eine Rückmeldung von der Kanzlei Schertz Bergmann, die von CheckCars24 beauftragt wurde. Rechtsanwalt Simon Bergmann stellt klar: "Die Darstellungen in der BILD und in der SPORT BILD sind falsch." Zudem wurden Abmahnschreiben an die Axel Springer Deutschland GmbH aufgrund der Berichterstattung in BILD und in der B.Z. versendet, die auch Fussballdaten vorliegen.
Demzufolge verletzt der veröffentlichte Artikel „die Unternehmenspersönlichkeitsrechte unserer Mandantschaft nachhaltig.“ Die Behauptung, dass CheckCars24 kein Geld zahlen würde, sei falsch. Laut Bergmann sei „die Tatsachenbehauptung, unsere Mandantschaft zahle als Hauptsponsor von Hertha BSC seit November kein Geld mehr, […] falsch.“
Der Anwalt stellt klar, dass CheckCars24 seinen Verpflichtungen aus dem Werbevertrag vom 31. Mai 2024 nachgekommen sei. Für die Saison 2025/26 seien zwei Raten vorgesehen gewesen, die erste zum 1. Juli 2025, die zweite zum 2. Januar 2026. Da Hertha BSC jedoch „schon in der Saison 2024/2025 nicht vertragsgerecht nachgekommen ist“, habe es wiederholt Gespräche über ausbleibende oder mangelhafte Leistungen des Vereins gegeben.
Vor diesem Hintergrund habe CheckCars24 bereits im Juni 2025 angekündigt, die beiden Raten in Teilzahlungen aufzuteilen, um sicherzustellen, dass Hertha BSC seine vertraglichen Pflichten erfüllt. Zudem habe man angekündigt, „von der zweiten Rate einen Teilbetrag einzubehalten“, der erst nach Saisonende gezahlt werde, sofern Hertha die Gegenleistungen vollständig erbringe. Widerspruch seitens Hertha habe es laut Anwalt nicht gegeben.
Die erste Rate sei vollständig beglichen worden, die letzte Teilzahlung am 25. Oktober 2025. Auf die zweite Rate habe CheckCars24 „fünf Teilzahlungen in den Monaten Februar und März 2026“ geleistet. Für alle Zahlungen lägen Überweisungsbelege vor. Dass nach März 2026 keine weiteren Zahlungen erfolgt seien, liege ausschließlich am angekündigten Zurückbehalt. Daraus folge, dass die Aussage, Hertha habe seit November 2025 kein Geld mehr erhalten, „falsch“ sei. Ebenso falsch sei die Behauptung, die Außenstände beliefen sich auf rund eine Million Euro.
Abschließend verweist der Anwalt auf einen Unterlassungsanspruch nach §§ 823 Abs. 1, 1004 BGB analog und fordert die BILD auf, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung zu unterzeichnen.







































