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·23 March 2026
Arsenal nach Endspielpleite gegen ManCity: Sorge macht die Art und Weise

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·23 March 2026

Der FC Arsenal hatte sich für den Sonntag vorgenommen, im League-Cup-Endspiel gegen Manchester City den ersten Titel zu holen. Die Gunners gingen als leichter Favorit in die Partie, gerade weil ManCity zuletzt aus der Champions League ausschied und in der Liga patzte.
Im Vorfeld der Partie kämpfte Arsenal noch um vier Titel. Und allen Unkenrufen zum Trotz wollte Arsenal den Experten beweisen, dass dieses Team reif genug ist, um Silberware zu gewinnen.
Doch am Sonntag im Wembley Stadium konnte Arsenal diesen Beweis nicht erbringen. Mit 0:2 unterlag man Manchester City, ein Doppelpack von Nico O’Reilly sorgte am Ende für einen verdienten Sieg der Skyblues. Pep Guardiola hat es allen Kritikern gezeigt und den Sieg eingefahren.
Dieses Spiel sollte dem FC Arsenal Sorgen bereiten. Und das nicht aufgrund des Ergebnisses.
Es war nun keine Machtdemonstration von Manchester City in diesem Spiel. Das 2:0 ging in Ordnung, weil City viele Ballbesitzmomente hatte, gut im Gegenpressing agierte und Arsenal oftmals den Zahn in der Offensive zog. Die Eckbälle verpufften, die anderen Standardsituationen ebenfalls und in den Kombinationsfluss kamen die Gunners sowieso nicht. Auch war das Spieltempo von Arsenal über die gesamte Spielzeit hinweg sehr monoton, es fehlte an Überraschungsmomenten.

Foto: Getty Images
Ja, Kai Havertz hatte in der Anfangsphase eine große Chance, Arsenal in Führung zu bringen. Dass das aber bis in die Schlussphase hinein die einzige sehr gute Möglichkeit ist, sollte vielmehr das Thema für Arsenal sein. Manchester City spielte ein gutes Gegenpressing und musste sonst nicht einmal übermäßig viel investieren, weil die Gunners in der zweiten Halbzeit die entscheidenden Fehler machten. O’Reilly sagte zweimal „danke“, profitierte vor allem vom großen Kepa-Fehler beim 1:0. Dass City nicht wackelte lag derweil auch daran, dass Arsenal offensiv einfach zu behäbig war.
In der Nachbetrachtung des Spiels kann also nicht einfach von einer „normalen“ Niederlage die Rede sein. Gegen ManCity kann man alles investieren, viel versuchen und am Ende mal ein Spiel verlieren. Doch genau das war eben nicht der Fall. Es wirkte, als sei Arsenal gebremst. Mikel Arteta hat zu viel verwaltet und die Probleme von Manchester City, die zuletzt klar in der Defensive lagen, gar nicht richtig angespielt. Es wurde zu oft der Ball verschleppt, zu oft zu zögerlich aus der eigenen Abwehr gespielt.
Die Reaktion nach dem 0:2? Kaum vorhanden. Der beste Offensivspieler in der Schlussphase? Linksverteidiger Riccardo Calafiori mit zwei guten Möglichkeiten. Die Wechsel? Bloß nicht riskant. Der junge Max Dowman, der das Spiel gegen Everton maßgeblich beeinflusst hatte, kam nicht. Stattdessen Spieler wie Gabriel Martinelli und Gabriel Jesus, die älter, erfahrener sind, aber eben keine großen Impulse brachten. Einen Kopfball von Jesus an die Latte mal ausgenommen.
Eine Trotzreaktion war nicht vorhanden, es ging kein Ruck durch die Mannschaft und es passierte, was nicht hätte passieren dürfen: Bei Arsenal ging niemand so wirklich voran. Das in Kombination mit der Zaghaftigkeit war das große Problem. Und das ist es, was für die restliche Saison Fragen aufwirft. Fragen, ob Arsenal reif und auch gut genug ist, um in engen Spielen auf den Sieg zu gehen und sich diesen auch zu sichern. Das wäre wichtig, um am Ende mit Silberware aus der Saison zu gehen.









































