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·16 March 2026
Bei Abstieg: Aue will Etat von zehn Millionen Euro auf die Beine stellen

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Seit 23 Jahren ist der FC Erzgebirge Aue durchgehend im Profifußball vertreten, doch ausgerechnet im Jahr des 80-jährigen Vereinsjubiläums scheint diese Ära zu Ende zu gehen. Die Planungen für die Regionalliga haben bereits begonnen.
Der komplette Vorstand um Thomas Schlesinger, Jens Haustein und Jörg Scholz war am Samstag zum Auswärtsspiel nach Essen gereist. Doch anstatt der Mannschaft zu überlebenswichtigen Punkten im Abstiegskampf gratulieren zu können, dürfte nach der bitteren 2:4-Niederlage die Erkenntnis gereift sein: Zum Klassenerhalt wird es sehr wahrscheinlich nicht reichen. Schon neun Punkte und 16 Tore beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer. Diesen in den verbleibenden neun Partien noch aufzuholen, käme einem Wunder gleich.
Und so haben hinter den Kulissen längst die Planungen für die Regionalliga begonnen. Wie die Veilchen am Montag mitteilten, stand der Vorstand den Angestellten des Vereins bereits in der letzten Woche Rede und Antwort. Die wichtigste Botschaft daraus: Die aufgebauten Strukturen und die professionelle Infrastruktur sollen trotz notwendiger Einschränkungen und Einsparmaßnahmen weitgehend erhalten bleiben. Ziel sei es demnach, einen Etat "nahe an 10 Millionen Euro auf die Beine zu stellen, und sofort wieder anzugreifen". Gemeint ist der direkte Wiederaufstieg. Dass der Meister der Regionalliga Nordost in der kommenden Saison direkt aufsteigt, würde den Weg zurück in die 3. Liga etwas kürzer machen. Allerdings dürfte der Konkurrenzkampf riesig werden.
Ein Machtkampf droht bei den Veilchen angeblich auch intern. So soll die Arbeit des Vorstands von Teilen des Aufsichtsrats zunehmend kritisch betrachtet werden. Schlesinger betont dazu: "Es gibt zweifellos verschiedene Wege, um im Jubiläumsjahr sportlich in die Erfolgsspur zurückzufinden. Und in einem heterogenen Gremium wie dem Aufsichtsrat mit vielen Persönlichkeiten auch unterschiedliche Ideen. Das ist absolut legitim, jedem Einzelnen liegt der Verein am Herzen." Dem Präsidenten zufolge werde der Aufsichtsrat mit in die Prozesse einbezogen.
"Wir arbeiten eng zusammen und legen stets Wert auf Empfehlungen und Sichtweisen." Letztlich müsse jedoch der Vorstand die Entscheidungen im operativen Geschäft treffen, "dazu ist er gewählt und angetreten". Der Verein ruft zu Geschlossenheit auf, die nun "wichtiger denn je" sei. "Wenn all jene an einem Strang ziehen, denen der FCE am Herzen liegt, dann besteht der Kumpelverein auch die aktuelle Herausforderung." Und diese wird angesichts des drohenden erstmaligen Abstiegs in die Regionalliga nicht gerade klein.









































