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·21 July 2026
Berti Vogts über DFB-Zukunft unter Klopp: „Nicht alles schlecht – Finale war reines Ballgeschiebe“

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Berti Vogts blickt trotz des wenig berauschenden WM-Endspiels optimistisch auf die Zukunft der deutschen Nationalmannschaft unter dem designierten Bundestrainer Jürgen Klopp. Das Finale zwischen Spanien und Argentinien habe ihm gezeigt, dass es für den DFB keinen Grund gebe, den Kopf in den Sand zu stecken, schrieb der frühere Bundestrainer in seiner WM-Kolumne für die Rheinische Post.

Berti Vogts am 7.Juni 2011 in Baku, Azerbaijan. AFP PHOTO / JOHANNES EISELE
Spanien hatte sich im Endspiel erst nach Verlängerung mit 1:0 gegen Argentinien durchgesetzt, ein Spiel, das über weite Strecken wenig Glanz versprühte. Genau darin sieht Vogts jedoch ein positives Signal für die deutsche Elf. „Ich bin Spanien und Argentinien dankbar, dass sie uns mit dem Finale gezeigt haben, dass es keinen Grund gibt, zu verzweifeln“, so der 79-Jährige, der die deutsche Auswahl 1996 zum EM-Titel führte.
Seine Schlussfolgerung aus der Partie formulierte Vogts unverblümt: „Das Einzige, was ich daraus mitnehme, ist, dass wir uns trotz der vergangenen Misserfolge vor den anderen nicht verstecken müssen.“ Interessant für die künftige Ausrichtung des DFB-Teams sei zudem, dass Klopp das Endspiel nicht nur am Fernseher verfolgte, sondern als TV-Experte direkt analysierte. „Jürgen Klopp war beim Finale als TV-Experte dabei, er wird genau das auch gesehen haben“, vermutete der ehemalige Abwehrspieler.
Für Vogts steht fest, dass Klopp bei seiner Mission, den deutschen Verband aus der sportlichen Krise zu führen, keinen radikalen Umbau, keine 180-Grad-Wende, einleiten muss. Als Beleg dafür dient ihm ausgerechnet die unspektakuläre Spielweise des neuen Weltmeisters. „Es war weitgehend ein reines Ballgeschiebe, sicherlich auf hohem Niveau, aber ich habe kaum etwas Besonderes, etwas Außergewöhnliches in den 120 Minuten gesehen“, analysierte der Weltmeister von 1974 das Geschehen auf dem Rasen.
Auch die vermeintlichen Superstars der Partie hätten laut Vogts kaum den Unterschied ausgemacht. „Wo war Messi, wo war Yamal? Wo waren die Momente?“, fragte er rhetorisch und unterstrich damit, dass individuelle Glanzleistungen im Finale ausblieben, sondern eher das kollektive Zusammenspiel den Ausschlag gab.
Damit setzt Vogts einen anderen Akzent als frühere Weltmeister wie Sami Khedira oder Toni Kroos. Beide hatten in ihren Analysen vor allem die fehlende Weltklasse im aktuellen DFB-Kader als größtes Manko benannt. Vogts hingegen mahnt zwar ebenfalls Verbesserungsbedarf an, sieht die Lage aber weniger dramatisch. „Es ist nicht alles schlecht, aber es gibt genug zu tun“, brachte er seine Einschätzung zur anstehenden Neuausrichtung unter Klopp auf den Punkt.







































