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·16 January 2026
Besiktas: Serdal Adali nennt Transfer-Prioritäten und spricht über Abraham, Rafa Silva und Jörgensen

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·16 January 2026

Serdal Adali hat bei einer Unterzeichnungszeremonie rund um das Trikot-Sponsoring von Besiktas zentrale Punkte zur Winterplanung gesetzt. Der Präsident betonte, dass Transfers in dieser Phase „sehr schwierig“ seien und oft mehr kosten als im Sommer. Gleichzeitig machte er klar, dass der Klub nicht vor allem auf vereinslose Profis setzt, sondern auf Spieler, die im Rhythmus sind und in ihren Teams regelmäßig spielen. „Ich gehe davon aus, dass wir innerhalb einer Woche Ergebnisse zu den Transfers erzielen werden, über die wir gesprochen haben“, sagte Adali und verwies darauf, dass Verzögerungen nicht am Geld liegen würden.
Adali bestätigte, dass es Angebote für Tammy Abraham, Rafa Silva und Demir Ege Tiknaz gebe. Demir Ege wolle den nächsten Schritt gehen, Besiktas sei dazu im Austausch. Rafa Silva stehe ebenfalls auf der Liste der Spieler, die den Klub verlassen könnten, wenn die Bedingungen passen. Bei Abraham zog Adali dagegen eine klare Linie: Ein Angebot liege vor, Besiktas stehe einem Abgang aber „nicht positiv“ gegenüber, weil sein Ersatz sportlich schwer zu finden wäre.
Inhaltlich verortete Adali den größten Bedarf nicht im Sturm, sondern in der Struktur hinter dem Ball. Nach den Abgängen von Gabriel Paulista und David Jurasek habe die sportliche Leitung ohnehin Verstärkungen für die Defensive gewollt. Der Trainerstab fordere einen Linksverteidiger, einen Innenverteidiger sowie eine „Nummer 6“, also einen zentralen Abräumer mit Spielintelligenz. Adali stellte sich hinter dieses Profil und betonte, dass Besiktas auf „Spieler mit Charakter“ setze, die auf dem Platz kämpfen und Widerstand zeigen.
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Zum Interesse aus England sagte Adali, dass Aston Villa wegen Tammy Abraham Kontakt aufgenommen habe und ein weiteres Team von der Insel ebenfalls interessiert sei. Besiktas wolle den Angreifer nicht einfach verkaufen und habe deshalb klargemacht, dass es ohne passende Lösung nicht gehe. „Wir haben nicht vor, Tammy zu verkaufen. Es ist nicht einfach, seinen Platz zu füllen“, erklärte der Präsident. Er fügte hinzu, dass im vorliegenden Angebot kein Spielertausch enthalten gewesen sei, der Trainerstab aber bestimmte Namen aus dem Aston Villa-Kader im Blick habe und diese auch kommuniziert worden seien.
Auch Benfica Lissabon spielte in Adalis Aussagen eine Rolle, weil der Klub an Rafa Silva herangetreten sei. Besiktas habe seine Forderung genannt und knüpfe daran die Entscheidung. „Wenn sie diese erfüllen, wird Rafa gehen. Wenn nicht, bleibt Rafa hier und setzt seine Karriere als Spieler bei Besiktas fort“, sagte Adali. Damit zeichnet sich ein klares Muster ab: Abgänge sollen nicht aus Unruhe entstehen, sondern nur dann, wenn der Klub seine Bedingungen durchsetzt.
Bei Filip Jörgensen sprach Adali von einem konkreten Wunsch des Spielers, zugleich aber von einem strukturellen Hindernis: Das Leihlimit von FC Chelsea London sei bereits ausgeschöpft, deshalb müsse diese Grenze erst erhöht werden. Adali deutete an, dass er bereits Signale gesehen habe, die auf eine Anreise hindeuten, schob aber nach, dass der Transfer am Ende auch platzen könne, wenn die Regularien nicht gelöst werden. In der Innenverteidigung nannte er Emmanuel Agbadou als Kandidaten: Der Spieler wolle kommen, Besiktas verhandle mit Wolverhampton Wanderers, und bei Zustimmung könne es schnell gehen. Bei Nuno Tavares zeigte sich Adali deutlich skeptischer, weil die Gespräche mit Lazio Rom nicht in die gewünschte Richtung laufen; gleichzeitig betonte er, dass Alternativen vorbereitet seien.
Neben dem Sportlichen griff Adali auch das Dikilitas-Projekt auf und nannte es ein zentrales Element für die finanzielle Stabilisierung des Vereins. Nach seiner Darstellung laufe bislang alles nach Plan und das Projekt sei ein Baustein, um den Handlungsspielraum zu vergrößern. Genau in diesem Spannungsfeld will Besiktas die kommenden Wochen gestalten: sportlich zielgerichtet verstärken, zugleich aber keine Entscheidungen treffen, die das Budget langfristig blockieren. Adali vermittelte dabei die Botschaft, dass der Klub trotz Transferdruck mit Ruhe und Struktur arbeiten will.


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