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·9 June 2026

Bleibt Marvin Schwäbe beim 1. FC Köln? Die Antwort ist komplexer als man denkt

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Bleibt Marvin Schwäbe beim 1. FC Köln? Die Antwort ist komplexer als man denkt

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Hendrik Broschart

9 Juni, 2026

Neben denen um Said El Mala und Jakub Kaminski drängt sich eine weitere Entscheidung um einen Schlüsselspieler der Geißböcke auf. Denn die Zukunft der Kölner Nummer Eins ist ebenfalls nicht gänzlich geklärt. Und so stellt sich durchaus die Frage zu Marvin Schwäbe beim 1. FC Köln: Verlängerung oder Abgang?

Der Kontrakt des Keepers läuft im kommenden Jahr aus. Gerüchten Zufolge gibt es bereits Interessenten an den Diensten des 31-Jährigen Kapitäns der Domstädter.

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Wie geht es weiter mit Marvin Schwäbe und dem 1. FC Köln? (Photo by Lars Baron/Getty Images)

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In den letzten Tagen war in den Medien rund um den 1. FC Köln an ihnen kein Vorbeikommen: Said El Mala und Jakub Kaminski gehören zu den wichtigsten Personalfragen. Sie lassen dem Verein, Sportdirektor Thomas Kessler und den Anhängern keine Zeit, um in der Sommerpause nach den Strapazen der abgelaufenen Saison durchzuatmen. Bei all den Push-Mitteilungen, Eilmeldungen und exklusiven News zu den beiden Top-Spielern der Geißböcke gerät schnell in Vergessenheit, dass den Domstädtern in diesem Sommer mit Stammkeeper Marvin Schwäbe eine weitere essentielle Stütze verloren gehen könnte. Der Vertrag des 31-Jährigen läuft im kommenden Jahr aus. Ein Abgang gegen eine Ablöse erfordert, dass sich beide Parteien noch im laufenden Transfersommer trennen müssten. Was spricht für einen Verbleib der Nummer eins im Kölner Kasten, was könnte die Verantwortlichen beim 1. FC Köln vielleicht zum Zögern bringen?

Torwartfrage ohne einfache Antwort

Auch bei der Frage nach der Zukunft der aktuellen Nummer eins wird die Führungsetage sicherlich nichts überstürzen wollen. Neben dem unbestreitbaren emotionalen Stellenwert des Keepers, der innerhalb der Mannschaft und unter den Anhängern besondere Anerkennung genießt, wird man die Saison des Torhüters auch nüchtern in Zahlen betrachten. Dabei müssen sich die Entscheidungsträger auch mit unbequemen Wahrheiten auseinandersetzen. Mit einer Save-Rate von lediglich 60,4 Prozent zählt der 31-jährige Schwäbe nämlich zu den schwächsten Torhütern der Liga. Klar ist, dass diese Kennzahl alleinstehend mit Vorsicht zu genießen ist. Sie berücksichtigt weder Schwierigkeit der einzelnen Schüsse noch die Qualität der Chancen. Für eine fundierte Bewertung muss die Save-Rate daher im Zusammenhang mit weiteren Daten, etwa den erwarteten Gegentoren (xG), betrachtet werden. Dann wird klar: Mit Schwäbe zwischen den Pfosten kassierten die Kölner rund acht Treffer mehr, als es der Chancenqualität der Gegner entsprochen hätte.

Zusätzlich musste Köln 63 Gegentore hinnehmen, obwohl der erwartete Wert bei 55,48 lag. Ein Fakt, der bei Vertragsverhandlungen definitiv eine Rolle spielen könnte. Dennoch dürfte man am Geißbockheim nicht in Verlegenheit geraten, von einem Torhüterproblem zu sprechen. Denn es gelang Schwäbe in der jüngsten Saison, sein Spiel insbesondere in einer Hinsicht auf ein neues Level zu heben. Er gehört im Spielaufbau zur Ligaspitze. Mit einer Progressive-Pass-Quote von 82,3 Prozent und 1 036 gespielten Pässen erzielte er die drittbeste Leistung aller Bundesliga-Torhüter. Für einen modernen Fußball, in dem der Torhüter als erster Spieleröffner verstanden wird, ist das ein bedeutender Wert. Hinzu kommt, dass der gebürtige Darmstädter auf der Linie und im Eins-gegen-Eins zu den besten Torhütern der Liga gehört und seiner Mannschaft bekanntlich mit spektakulären Paraden mehrfach überlebenswichtige Punkte gesichert hat. Auftritte wie beim 1:1 gegen St. Pauli, als er im Eins-gegen-Eins mit Paulis Andreas Hountondji den Ball herausragend mit dem Fuß parierte, haben Eindruck geschunden.

FC in der Causa Schwäbe unter Zugzwang

Auf Kesslers langer To-do-Liste muss man den Namen Schwäbe nicht lange suchen. Von Spielerseite aus kann es aber nicht schnell genug gehen. Laut einem Bericht der Sport Bild wird der Stammtorwart von seinem Management „Neblung Network“ aktiv auf dem Markt angeboten – womöglich, um am Geißbockheim endlich eine Verlängerung anzustoßen. Laut Informationen des Kickers gibt es bereits konkretes Interesse an Schwäbe aus England, allerdings für eine ablösefreie Verpflichtung ab Sommer 2027. Der Spieler selbst äußerte sich ebenfalls sehr eindeutig, wie er zur eine Verlängerung seines Arbeitspapiers, die vielleicht letzte große seiner Karriere, steht: „Jeder ist ambitioniert, ich bin ehrgeizig. Jeder will so hoch und gut spielen wie möglich“, teilte er im Anschluss an das Spiel gegen den FC Bayern München am letzten Spieltag mit und fügte dann hinzu: „Und das will ich am liebsten mit dem FC.“


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