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·24 April 2026

Böhler beschert HSV-Trainer Cardoso Debüt nach Maß

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Der Hamburger SV machte zum Auftakt des 23. Spieltages in der Google Pixel Frauen-Bundesliga einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib. Zum Einstand des neuen Trainers Rodolfo Cardoso, der während der Länderspielpause die Nachfolge von Liese Brancao angetreten hatte, gewann der HSV das Aufsteigerduell beim 1. FC Nürnberg 1:0 (0:0). Damit rückte das Team bis auf einen Punkt an die Fränkinnen heran und baute vor allem den Abstand zu einem Abstiegsplatz zumindest vorerst auf sechs Zähler aus.

Vor 1377 Zuschauer*innen im Max-Morlock-Stadion gelang HSV-Abwehrspielerin Annaleen Böhler (56.) in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit per Kopfball der einzige Treffer der Partie. HSV-Torhüterin Lea Paulick, die früher sogar Kapitänin beim FCN war, hielt beim Wiedersehen mit ihrem früheren Verein die Null. Während die Gäste nach vier Partien ohne Sieg erstmals wieder erfolgreich waren, ging der "Club" zum vierten Mal nacheinander komplett leer aus und verpasste die Chance, sich weiter abzusetzen.


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Jonna Wrede verletzt vom Platz

Im Vergleich zur 0:2-Niederlage beim alten und neuen Deutschen Meister FC Bayern München vor der Länderspielpause nahm FCN-Cheftrainer Thomas Oostendorp zwei Veränderungen in seiner Anfangsformation vor. Beatrix Fördös und Laura Miller kehrten nach überstandenen Verletzungen in die Startelf zurück. Sie ersetzten Marlene Lindner (Bank) und Mara Meroni (nicht im Aufgebot).

Weiterhin verzichten musste Oostendorp auf Jonna Brengel (Reha nach Kreuzbandriss), Jaqueline Baumgärtel (Reha nach Fußverletzung), Clara Fröhlich (Reha nach Fußverletzung) sowie Selma Licina (Teilriss des Syndesmosebandes). Amelie Thöle absolvierte erste Einheiten im Mannschaftstraining. Für einen Einsatz reichte es aber gegen den HSV noch nicht.

Bei den Gästen rückten gegenüber der 1:3-Heimniederlage gegen Bayer 04 Leverkusen Annaleen Böhler, Melina Krüger und Christin Meyer für Victoria Schulz, Mia Büchele und die am Fuß verletzte U 19-Nationalspielerin Lotta Wrede neu ins Team. Zusätzliches Pech für die Hanseatinnen: Bereits in der Anfangsphase der Partie in Nürnberg musste mit Jonna Wrede, die mit ihrer Teamkollegen nicht verwandt ist, eine weitere U 19-Nationalspielerin verletzungsbedingt den Platz verlassen. Für sie wurde Michela Croatto eingewechselt.

Pfostenpech für Melina Krüger

Den ersten Abschluss der Begegnung verzeichneten die Fränkinnen. Nach einem Rückpass von U 23-Nationalspielerin Nastassja Lein zog Aneta Polaskova von der Strafraumgrenze ab und zwang HSV-Torfrau Lea Paulick zu einer ersten Parade.

In der Folgezeit war vom 1. FC Nürnberg in der Offensive allerdings nicht mehr allzu viel zu sehen, die Gäste aus dem Norden erarbeiteten sich nach und nach ein Übergewicht. Bei einem Distanzschuss von Camilla Linberg musste FCN-Torhüterin Lourdes Romero erstmals eingreifen. Nur wenig später hatte die Deutsch-Spanierin Glück, dass sich ein Heber von Melina Krüger nicht ins Netz, sondern an den Außenpfosten senkte. Dazu traf Christin Meyer den Ball nach einem Zuspiel von Melanie Brunnthaler nicht richtig und vergab so die vielleicht beste Möglichkeit zur Führung.

Erst in der Nachspielzeit musste dann auch Lea Paulick an ihrer früheren Wirkungsstätte wieder eingreifen. Nachdem sich Nastassja Lein gut gegen Annaleen Böhler durchgesetzt hatte, scheiterte sich mit ihrem Abschluss in Richtung langes Eck an ihrer früheren Nürnberger Teamkollegin. So ging es torlos in die Kabinen.

Nur wenige Chancen für den FCN

Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte Nastassja Lein erneut das erste Ausrufezeichen. Ihr wuchtiger Schuss aus etwa 20 Metern verfehlte jedoch den Kasten. Stattdessen gingen die Hamburgerinnen in Führung. Nach einem Eckball von Camilla Linberg kam Annaleen Böhler völlig frei zum Kopfball und beförderte die Kugel unhaltbar zum 0:1 (56.) in die Maschen.

Nun waren die Nürnbergerinnen gefordert, konnten die HSV-Defensive aber nur selten ernsthaft in Verlegenheit bringen. Noch die beste Chance zum Ausgleich hatte die eingewechselte Fany Proniez, die mit ihrem Schuss von der Strafraumgrenze das Tor jedoch knapp verfehlte.

Die Gäste aus der Hansestadt waren dem zweiten Treffer deutlich näher. So wurden gute Gelegenheiten von Melina Krüger und der eingewechselten Sophie Hillebrand jeweils in letzter Sekunde von einer Nürnberger Abwehrspielerin geblockt. Ein Schuss von Paulina Bartz ging ebenso über den Kasten wie ein spektakulärer Rückzieher von Camillia Linberg. Daher blieb es beim knappen, aber verdienten Hamburger Auswärtssieg.

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