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·30 March 2026

Brown nutzt seine Chance, Joker Undav sticht – Das DFB-Team in der Einzelkritik

Article image:Brown nutzt seine Chance, Joker Undav sticht – Das DFB-Team in der Einzelkritik

Mit einem knappen Sieg gegen Ghana hat das DFB-Team den März-Lehrgang beendet. Die Nationalspieler in der Einzelkritik.

Die deutsche Nationalmannschaft hat auch das zweite Länderspiel des WM-Jahres knapp gewonnen. Beim 2:1 gegen Ghana war die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann lange überlegen, der Siegtreffer gelang jedoch erst in der Schlussphase. Im Vergleich zum 4:3 gegen die Schweiz setzte der Bundestrainer auf Nick Woltemade in der Sturmspitze, Leroy Sane musste auf die Bank. Nathaniel Brown durfte anstelle von David Raum ran, Pascal Groß erhielt den Vorzug vor Leon Goretzka.


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Undav kontert Ghana-Ausgleich

Deutschland übernahm gleich die Spielkontrolle und wurde über die rechte Seite gleich gefährlich. Kai Havertz wurde rechts im Strafraum freigespielt, der Arsenal-Star bediente im Zentrum Woltemade, der knapp verzog (4.). Das DFB-Team kam durch Florian Wirtz‘ Freistoß und Jonathan Tah nach einem Eckball zu weiteren Gelegenheiten in der einseitigen Anfangsphase.

Danach stabilisierte sich Ghanas Defensive und ließ weniger zu, dennoch kam Tah erneut gefährlich zum Abschluss. Die vermeintliche Führung durch Wirtz wurde wegen einer Abseitsstellung von Woltemade zwar aberkannt, Havertz sorgte per Handelfmeter schließlich aber doch noch für die überfällige Pausenführung (45+3.).

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Foto Getty Images

Nach Wiederanpfiff wechselte der Bundestrainer munter durch und wechselte unter anderem Undav und Lennart Karl ein. Woltemade verpasste mit einem Kopfball an die Latte das 2:0. Weitere Wechsel auf beiden Seiten störten im weiteren Verlauf den Spielfluss, was Ghana zu Gute kam. Derrick Köhn ließ Josha Vagnoman auf der Außenbahn einfach stehen und bediente im Zentrum Abdul Fatawu, der zum 1:1 einschieben konnte (70.). Kurz vor Schluss gelang Undav nach Sane-Vorlage aber doch noch der verdiente Siegtreffer (88.).

Havertz vom Punkt eiskalt, Karl überzeugt – Die Noten der DFB-Stars

Alexander Nübel: Lange war der Stuttgarter gar nicht gefordert. Erst im zweiten Durchgang kamen die Gäste mal vor sein Tor und nutzten den ersten Abschluss auf den Kasten auch gleich zum Ausgleich. Am Gegentreffer hatte der Schlussmann keine Schuld. Note: 3

Joshua Kimmich: Der Kapitän begann erneut hinten rechts, war aber in der ersten Halbzeit quasi durchgehend in der gegnerischen Hälfte unterwegs. Umtriebig, passsicher, aber ohne den ganz großen Einfluss auf das Spiel der deutschen Mannschaft. Nach der Einwechslung von Josha Vagnoman rückte der Führungsspieler ins Zentrum. Beim Gegentor zu behäbig in der Rückwärtsbewegung, sein Abschluss aus Top-Position ging weit drüber. Note: 3,5

Jonathan Tah: Die Innenverteidigung hatte in ihrem Kerngeschäft wenig zu tun. Defensiv war Tah kaum gefordert, tauchte aber gleich zweimal gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf, verzog dabei einmal deutlich, sein zweiter Versuch wurde geblockt. Nach der Pause blieb er in der Kabine, seinen WM-Platz hat der Bayern-Verteidiger ohnehin sicher. Note: 3

Nico Schlotterbeck: Verhinderte kurz nach dem Seitenwechsel mit einem starken Block den plötzlichen Ausgleich für die Gäste. Weniger fehlerbehaftet als gegen die Schweiz, allerdings wurde der BVB-Linksfuß auch deutlich weniger unter Druck gesetzt. Mit einigen guten Zuspielen im Aufbau, gegen den Ball weitestgehend beschäftigungslos. Note: 3

Nathaniel Brown: Stark in der Verteidigung der ghanaischen Konterversuche. Kochte ManCity-Star Semenyo als letzter verbliebener DFB-Verteidiger klasse ab (32.) und war auch in der Offensive präsent. Guter Auftritt des Frankfurters, der David Raum im Kampf um den WM-Stammplatz im Nacken hängt. Note: 2

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Foto: Getty Images

Angelo Stiller: Der nachnominierte Spielmacher stand 61 Minuten auf dem Rasen und agierte wie gewohnt als Taktgeber im Mittelfeld. Präzise in seinen Zuspielen, hätte aber öfter den Weg in die Tiefe suchen können. Holte mit seinem Abschluss den Handelfmeter raus. Note: 2,5

Pascal Groß: Der Brighton-Profi war mit guten Ideen an einigen gefährlichen Situationen beteiligt. Wich auch mal auf die Flügel aus, verpasste dort aber mehrmals den Moment zum Flanken. Sein Abschluss kurz nach der Pause war kein Problem für Ghana-Schlussmann Benjamin Asare. Note: 3

Kai Havertz: Kam überraschend auf dem rechten Flügel zum Einsatz. Alles gelang ihm nicht, nahm die neue Rolle jedoch gut an und zeigte sich gleich spiel- und kombinationsfreudig. Fand sich mehr in der Rolle des Vorbereiters als in Abschlusssituationen wieder, verwandelte den Handelfmeter kurz vor der Pause aber gewohnt souverän (45+3.). Im zweiten Durchgang schonte Nagelsmann den Arsenal-Star. Note: 2

Serge Gnabry: Durfte erneut als Zehner ran und tauschte mit Havertz und Wirtz immer wieder die Positionen. War nicht ganz so auffällig wie seine Nebenleute und wurde nach der ersten Halbzeit durch Youngster Lennart Karl ersetzt. Note: 3,5

Florian Wirtz: Nach seiner Gala samt Doppelpack gegen die Schweiz schnupperte er per Freistoß an den Pfosten nach sechs Minuten an seinem nächsten Treffer. Der Liverpool-Star war wieder ein Aktivposten der DFB-Elf, baute nach dem Seitenwechsel aber ab. Note: 2,5

Nick Woltemade: Bekam in Stuttgart den Vorzug vor Lokalmatador Undav und vergab aus bester Position die erste Top-Chance (4.). Vor seiner tollen Ablage für Wirtz‘ vermeintliches Führungstor stand der Ex-Stuttgarter knapp im Abseits. Nach dem Seitenwechsel hatte er Pech, dass sein wuchtiger Kopfball von der Latte abprallte. Note: 3,5

Karl bringt Schwung, Führich enttäuscht: Joker mit Licht und Schatten

Antonio Rüdiger (ab 46.): Fügte sich nach 45 Minuten neben Nico Schlotterbeck in der Viererkette ein. Hatte mehr zu tun als Vorgänger Tah, machte seine Sache aber ordentlich. Note: 3

Lennart Karl (ab 46.): Ersetzte Torschütze Havertz zum zweiten Durchgang. Setzte mit einer perfekt temperierten Flanke Woltemade ein, der aber nur Aluminium traf. Brachte mit seinen unbekümmerten Dribblings neuen Schwung in die Offensive. Sein erstes Länderspieltor verpasste der 18-Jährige kurz vor Schluss knapp. Note: 2,5

Deniz Undav (ab 46.): Der Lokalmatador kam nach der Pause unter Sprechchören der Fans in die Partie. Konnte dem Spiel allerdings zunächst nicht seinen Stempel aufdrücken und blieb größtenteils blass. In der Schlussphase stand der Goalgetter dann aber dort, wo er stehen musste und stocherte den Ball nach Sanes Zuspiel über die Linie (88.). Aufgabe erfüllt. Note: 2,5

Josha Vagnoman (ab 61.): Kam zu seinem zweiten Länderspiel. Mehrmals zu ungestüm im direkten Duell, vor dem 1:1 ließ er sich von Derrick Köhn düpieren. Danach stabiler, insgesamt hinterließ der 25-Jährige aber einen durchwachsenen Eindruck. Note: 4 

Chris Führich (ab 61.): Auch dem Flügelstürmer verhalf Nagelsmann vor heimischer Kulisse zur DFB-Rückkehr. Deutlich weniger involviert als Wirtz. Traf am Ball oft die falsche Entscheidung, das Zusammenspiel mit Raum hakte. Note: 4,5

Leon Goretzka (ab 61.): Wurde für Pascal Groß eingewechselt. Durchaus präsent, aber mit technischen Fehlern und zu langsamer Entscheidungsfindung. Setzte kurz vor Schluss Karl stark in Szene und war auch am 2:1 beteiligt. Note: 3,5

David Raum (ab 61.): Der Leipziger bekleidete ab der Stundenmarke die linke Verteidigerposition. Bei seinem direkten Freistoß fehlte nicht viel (64.). Note: 3,5

Leroy Sane (ab 78.): Bekam in der Schlussphase seine Chance und bereitete Undavs Siegtreffer per Kopf vor (88.). Keine Bewertung

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