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·16 January 2026
Bundesliga: Unsere Topelf der Hinrunde

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·16 January 2026

Nach 17 Spielen der Saison 2025/26 haben die Bundesligisten die Hälfte der Spielzeit hinter sich gebracht. Als Zuschauer konnte man sich an zahlreichen Top-Leistungen erfreuen. Die Spieler, die sich ganz besonders in den Vordergrund gespielt haben, haben wir in einer Bundesliga-Topelf der Hinrunde zusammengestellt.
Gregor Kobel gilt derzeit als der wohl beste Torwart der Bundesliga und ist ein unersetzbarer Rückhalt bei Borussia Dortmund. Der 28-jährige Nationaltorwart der Schweiz steht bei den kicker-Noten in den Top-5 der Liga und weist nach der Hinrunde einen herausragenden xGoals-conceded-Wert von 0,89 auf. Kobel hat also weniger Tore kassiert, als er statistisch hätte bekommen müssen. Der 1,96m große Schweizer parierte 74 Prozent der Schüsse auf sein Tor und fing 88 Prozent der Flanken ab.

Gregor Kobel / Pau Barrena/GettyImages
Kobel liefert ein beeindruckendes Gesamtpaket: Er überzeugt mit starken Reflexen und Paraden, einem starken Eins-gegen-Eins, Stärken beim Abfangen von Flanken sowie Ausstrahlung, Präsenz und Führungsqualitäten. Darüber hinaus verfügt er über große Qualitäten im Spielaufbau. Mit einem Marktwert von aktuell 40 Millionen Euro ist der BVB-Keeper nicht umsonst der wertvollste Torhüter im deutschen Oberhaus – er ist in dieser Hinsicht sogar doppelt so wertvoll wie sein ärgster Verfolger in Sachen Marktwert, Noah Atubolu vom SC Freiburg.
Konrad Laimer spielte eine herausragende erste Saisonhälfte und steht mit einer Durchschnittsnote von 2,73 zurecht bei den kicker-Noten für Verteidiger auf dem ersten Rang dieser Wertung. Neben seiner großen Lauffreude, seinem Zweikampfverhalten und seinem unermüdlichen Einsatz für die Mannschaft konnte der Österreicher das Spiel des FC Bayern München in der Offensive ankurbeln und steuerte selbst schon sechs Torbeteiligungen im bisherigen Saisonverlauf bei.

Konrad Laimer / picture alliance/GettyImages
Kein Wunder also, dass man den Vertrag des österreichischen Nationalspielers in München gerne vorzeitig verlängern würde, um die Qualitäten des lauffreudigen Arbeitstiers weiterhin in den eigenen Reihen zu wissen.
Ebenfalls beeindruckende Werte liefert Jonathan Tah für den FC Bayern München ab. Der Neuzugang hat sich in München zur absoluten Säule entwickelt und kann beeindruckende Werte und Noten vorweisen. Er hat seinen Platz in der Münchner Defensive schnell gefunden und gefestigt. Er ist aus dem Team von Vincent Kompany nicht wegzudenken und kann neben seinen defensiven Stärken vor allem auch im Spielaufbau glänzen. Kein anderer Spieler der Bundesliga hat einen derart starken Wert in Sachen Passgenauigkeit wie Tah, der mit einer Passquote von 96,14 Prozent nah an der Perfektion ist.

Jonathan Tah / M. Donato/GettyImages
Möglicherweise liegt es auch am deutschen Nationalspieler, dass sich Dayot Upamecano mittlerweile so gefangen hat und kaum noch wegen sportlicher Fehltritte in die Kritik gerät. Das Stammpersonal der Münchner Innenverteidigung ist erste Sahne!
Nicht weniger beeindruckend ist aber die bisherige Saisonleistung des erst 18-jährigen Luka Vuskovic vom Hamburger SV. Der zweifache "Rookie des Monats" ist eine Bank in der Hamburger Hintermannschaft und glänzt trotz seines jungen Alters schon als Abwehrchef. In Sachen gewonnener Kopfballduelle ist der Leihspieler von Tottenham Hotspur Spitze, liegt hinter Unions Querfeld auf Rang zwei dieser Statistik. Und auch in Sachen Zweikampfverhalten auf dem Boden gehört der junge Kroate zu den Besten der Bundesliga. Reduziert man diese Statistik auf Spieler, die bisher mehr als sieben Einsätze hatten, ist Vuskovic mit knapp 70 Prozent gewonnener Zweikämpfe sogar die Nummer eins der Liga!

Luka Vuskovic / picture alliance/GettyImages
Mit Spielern wie Dayot Upamecano, Edmond Tapsoba oder Nico Schlotterbeck hat das Top-Talent des HSV große Konkurrenz in diesem Ranking, doch angesichts seines Alters und der Tatsache, dass es die erste vollwertige Profi-Saison in einer europäischen Topliga des Kroaten ist – und das auch noch bei einem nicht ganz sattelfesten Aufsteiger und nicht etwa bei einem Top-Klub, bei dem die Mitspieler noch besser sind – muss die Leistung von Luka Vuskovic umso höher angerechnet werden. Er trägt auf seinen jungen Schultern einen ganzen Traditionsklub mit Leichtigkeit und Identifikation – das verdient Hochachtung!
Kaum ein anderer linker Fuß in der Bundesliga ist so gefürchtet wie der von Alejandro Grimaldo von Bayer 04 Leverkusen. Der Spanier gilt als brandgefährlicher Standardschütze und war im bisherigen Saisonverlauf bereits an neun Treffern der Werkself in der Bundesliga direkt beteiligt. Fünfmal traf er selbst, vier weitere bereitete er vor. Das entspricht knapp einem Drittel aller Leverkusener Tore, an denen Grimaldo die Finger bzw. sein Zauberfüßchen im Spiel hatte. Außerdem steht der Nationalspieler aus Spanien auch notentechnisch stark da, liegt in den Top-10 der Bundesliga noch vor Nico Schlotterbeck, Dayot Upamecano und seinem direkten und ärgsten Konkurrenten für dieses Ranking, David Raum von RB Leipzig.

Alejandro Grimaldo / Inaki Esnaola/GettyImages
Es ist allerdings durchaus verblüffend, dass Grimaldo mit seinen großen Qualitäten als Außenbahnspieler nicht zu den zehn besten Flankengebern der Liga gehört. Zwar brachte der Spanier nur 30 Hereingaben in den gegnerischen Strafraum, er war jedoch an insgesamt 27 Torschüssen der Leverkusener als Vorlagengeber aktiv.
Joshua Kimmich ist als Schaltzentrale im Spiel des FC Bayern München kaum wegzudenken und liefert konstant starke Leistungen – das belegt auch seine kicker-Note von 2,58 eindrucksvoll, bei denen der Münchner Mittelfeldstar unter den Top-3 der Bundesliga steht.

Joshua Kimmich / S. Mellar/GettyImages
Neben einem selbst erzielten Treffer konnte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft zudem noch vier Torvorlagen beisteuern. Aufgrund von Sprunggelenksproblemen verpasste er jedoch den Endspurt der Hinrunde und spielte zuletzt am 14. Spieltag gegen den FSV Mainz 05.
Christoph Baumgartner ist einer der großen Leistungsträger und einer der Hauptgründe, warum RB Leipzig in dieser Saison wieder in gewohnten Tabellenregionen unterwegs ist. Mit zwölf Torbeteiligungen war der Österreicher an 38 Prozent der Treffer seines Teams direkt beteiligt – eine starke Leistung für einen Mittelfeldspieler, der zudem noch die Fäden im Mittelfeld der Roten Bullen zieht.

Christoph Baumgartner / RONNY HARTMANN/GettyImages
Doch Baumgartner war nicht nur in der Bundesliga in Bestform, sondern lieferte nebenbei erwähnt auch im DFB-Pokal ab: Der 26-Jährige erzielte bereits vier Tore in drei Spielen und ist damit einer der wichtigsten Bausteine dafür, dass RB im Viertelfinale steht. Auch in der Rückrunde wird man auf die Qualitäten des Österreichers setzen, der bei der anstehenden WM vermutlich eine große Rolle für die Auswahl seines Landes spielen wird.
Sicherlich gibt es viele Spieler, die sich einen Platz in unserem Ranking verdient hätten, doch unbedingt erwähnen sollte man auch Said El Mala. Die Geschichte des Shootingstars vom 1. FC Köln gleicht einem kleinen Märchen: Im Sommer aus der 3. Liga verpflichtet, stieg El Mala schnell zum neuen Kölner Prinzen auf und schaffte sogar den Sprung in die Nationalmannschaft. Bedenkt man, dass der 19-Jährige in der Hinrunde nur rund die Hälfte der Kölner Einsatzminuten auf dem Feld stand, er aber mit sieben Toren und drei Vorlagen an 40 Prozent der Treffer des Aufsteigers direkt beteiligt war, dann darf man durchaus staunen und den Hut ziehen.

Said El Mala / Mika Volkmann/GettyImages
Said El Mala, der von Trainer Lukas Kwasniok behutsam aufgebaut werden soll, scheint bereits jetzt die große sportliche Lebensversicherung des 1. FC Köln zu sein und einer der Hoffnungsträger im harten Kampf um den Klassenerhalt. Kein Wunder, dass sich Top-Klubs wie der FC Bayern und Manchester City bereits um den flexiblen Offensivspieler bemühen. Seit Sommer hat El Mala seinen Marktwert in Köln von drei auf 40 Millionen Euro gesteigert und zählt zu den am meist gehypten Spielern in Europa. Auch wenn sich noch das eine oder andere Zwischentief einschleicht, ist die Geschichte des Kölner Durchstarters mehr als beeindruckend und verdient einen Platz in dieser Liste.
Was Michael Olise seit seiner Ankunft beim FC Bayern München leistet, ist kaum zu fassen. 72 Torbeteiligungen in 82 Pflichtspielen seit Olise in München ist, sind eine eindrucksvolle Bilanz am Ende der Hinrunde 2025/26. Und auch auf die aktuelle Bundesligasaison reduziert liest sich die Statistik des Franzosen überragend: Mit neun Toren und zwölf Vorlagen in der Vorrunde ist Olise nicht nur in den Top-3 der Torschützen, sondern auch die Nummer eins in Sachen Torvorlagen und sogar bei abgegebenen Torschüssen.

Michael Olise / DeFodi Images/GettyImages
Kein Wunder also, dass Michael Olise und sein Partner aus der Münchner Flügelzange, Luis Díaz, bereits mit den Bayern-Legenden Arjen Robben und Franck Ribéry verglichen werden. In puncto Noten im bisherigen Saisonverlauf stehen Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz in den Top-3 der Bundesliga. Sie haben sich ihren Platz in diesem Ranking mit großem Abstand zur Konkurrenz verdient.
Die personifizierte Torgefahr aus England ist auch in dieser Spielzeit nicht zu stoppen. Mit Harry Kane hat der FC Bayern München nicht nur den besten Stürmer der Bundesliga, sondern einen der besten Angreifer weltweit in seinen Reihen. 20 Tore und vier Vorlagen nach der Vorrunde sind eine absolute Hausnummer und lassen den Kapitän der englischen Nationalmannschaft erneut an der Spitze der Torjägerliste thronen.

Harry Kane / picture alliance/GettyImages
146 Torbeteiligungen in seinen ersten 123 Pflichtspielen für den FC Bayern sprechen eine eindeutige Sprache und lassen die Frage aufkommen, wer den 32-Jährigen überhaupt stoppen soll. Es ist gut möglich, dass der Torrekord der Bundesliga, den aktuell noch Robert Lewandowski innehat, in der Rückrunde fällt und Kane die 41 Treffer übertrifft.
Wie seine Kollegen im Angriff des FC Bayern München war auch der Kolumbianer Luis Díaz ein absoluter Glücksgriff für den Rekordmeister. In seiner ersten Bundesligahinrunde kann er bereits auf beeindruckende neun Tore und zehn Vorlagen zurückblicken, wodurch er sowohl in den Top-3 der Torjäger als auch in den Top-3 der Vorlagengeber auftaucht.

Luis Diaz / DeFodi Images/GettyImages
Nach seinem Wechsel vom FC Liverpool an die Säbener Straße kam vereinzelt noch der Eindruck auf, Max Eberl würde mit Luis Díaz eine Art Nottransfer tätigen, weil andere Vorhaben nicht funktioniert hätten, doch nach dieser Hinrunde kann man dem FC Bayern zu Díaz nur gratulieren und sich auf die Rückrunde freuen.
In der Hinrunde der Bundesligasaison 2025/26 gab es neben beeindruckenden Leistungen von Spielern auch einige Erfolgsgeschichten unter den Trainern. Zu ihnen gehören etwa Ole Werner, der RB Leipzig wieder gefestigt hat, und Kasper Hjulmand, der bereits mitten im laufenden Saisonbetrieb ins kalte Wasser geworfen wurde und nicht nur einen Monsterumbruch bei Bayer Leverkusen managen musste, sondern auch nach der frühen Entlassung von Erik ten Hag bei der Werkself auf einem gefühlten Trümmerhaufen aufbauen musste.

Bayern-Coach Vincent Kompany / picture alliance/GettyImages
Allen voran steht jedoch Vincent Kompany vom FC Bayern München, der dem Rekordmeister nicht nur das lange vermisste Mia San Mia wieder einflößte, sondern mit den Bayern auch in seinem zweiten Jahr auf einer historischen Erfolgswelle surft. Der Belgier ist der Kopf des Erfolgs und beeindruckt mit seiner unaufgeregten, stets sympathischen, aber auch unheimlich klaren Art. Er hat den FC Bayern nicht nur wieder zum dauerhaften Topfavoriten auf die Meisterschaft gemacht, sondern auch zu einem der heißesten Eisen in der Champions League und im DFB-Pokal. Fans, Spieler und Experten schwärmen vom 39-Jährigen - wie könnte dann ein anderer Trainer als Kompany unser Bundesliga-Cheftrainer der Vorrunde 2025/26 sein? Seine Leistung verdient höchsten Respekt.
Vor allem auch vor Christian Ilzer darf man den Hut ziehen. Der österreichische Cheftrainer der TSG 1899 Hoffenheim, von dem man in der Vorsaison bereits sicher erwartete, dass er seinen Job bei den Kraichgauern verlieren würde, formte aus einem Fast-Absteiger im bisherigen Saisonverlauf einen heißen Europapokalanwärter und führte den Tabellen-15. der Vorsaison in der nun abgeschlossenen Bundesligahinrunde auf einen starken fünften Platz und damit noch vor Vizemeister Bayer 04 Leverkusen und Eintracht Frankfurt. Damit dürfte Ilzer wohl auf Rang zwei unserer Trainer der Hinrunde liegen und sollte hinter Vincent Kompany seine Aufmerksamkeit bekommen.

Hoffenheim-Coach Christian Ilzer / picture alliance/GettyImages
Mit 30 Punkten nach 17 Spieltagen steht Hoffenheim nur zwei Zähler hinter der Gesamtpunktzahl der Saison 2024/25 und könnte diesen Wert noch beim Rückrundenstart am Wochenende übertreffen - nicht zu vergessen, dass Hoffenheim aufgrund des Spielausfalls gegen Werder Bremen erst 16 Partien absolviert hat. Die TSG hat aber bereits jetzt zwei Siege mehr als in der vergangenen Saison. Eine starke Leistung von Trainer und Mannschaft!
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