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·19 July 2026
BVB-Chancen im Check: Das sagt Klub-Legende Jürgen Kohler

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Welt- und Europameister, Champions-League- bzw. UEFA-Cup-Sieger, Meister in Deutschland und Italien: Jürgen Kohler (60) gewann im Laufe seiner Karriere zahlreiche Titel. Dem erfahrenen Fußball-Experten macht so schnell niemand etwas vor.
Im Sommer 1995 wechselte Kohler von Juventus Turin zu Borussia Dortmund. Sieben lange Jahre hielt der beinharte Innenverteidiger die schwarzgelbe Abwehr zusammen. Gleich in seiner ersten Saison holte er mit dem BVB die Meisterschale. In der Folgesaison gehörte er der Elf an, die das Finale in der Königsklasse mit 3:1 ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub aus der Serie A gewann. Nach dem erneuten Titels in der Bundesliga 2001/02 hängte der gebürtige Lambsheimer seine Fußballschuhe an den Nagel.
Anschließend wechselte Kohler sofort auf die Trainerbank und coachte die deutsche U21-Nationalmannschaft. Er betätigte sich später u. a. als Sportdirektor von Bayer Leverkusen, Chef-Trainer des MSV Duisburg und Sportlicher Leiter von Waldhof Mannheim.
Vor zwei Jahren kehrte der Fußballer des Jahres 1997 in den Jugendbereich zurück. Beim Bonner SC übernahm er die U17 des Klubs. In diesem Sommer rückte er zur U19 auf, die in der Mittelrheinliga an den Start geht.
Seine früheren Klubs liegen Kohler immer noch am Herzen. Auch auf die Entwicklung in Dortmund blickt er genau. „Die Transferphase ist noch nicht beendet“, stellt der 60-Jährige im Gespräch mit Reviersport fest. „Ich denke, dass da noch einiges passieren wird“, blickt er auf die Personalsituation beim BVB. „Das muss es auch“, spricht der 105-malige Nationalspieler Klartext.

Foto: Thorsten Wagner/Bongarts/Getty Images
Kohler ist überzeugt: „Um ganz vorne mitzuspielen, reicht die Qualität des aktuellen Kaders ganz ehrlich und nüchtern betrachtet noch nicht aus.“ Da bis einschließlich 1. September 2026 Transfers noch möglich sind, dürfte bei der Zusammensetzung des Dortmunder Kaders tatsächlich noch einiges passieren. Die BVB-Legende dürfte genau hinschauen.
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