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·22 March 2026
BVB News Beben: Sportdirektor Sebastian Kehl geht

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Borussia Dortmund hat die Zusammenarbeit mit Sportdirektor Sebastian Kehl mit sofortiger Wirkung beendet. Die Trennung erfolgte nach Klubangaben einvernehmlich und kam trotz positiver Saisonbilanz des Sportdirektors überraschend. Kehl hatte zuletzt aktiv an der Kaderplanung und an Vertragsverhandlungen mit Spielern wie Nico Schlotterbeck mitgewirkt. Wer das Amt übernimmt, ist offen — als möglicher Kandidat gilt Markus Krösche.

Sebastian Kehl, Sportdirektor von Borussia Dortmund, verfolgt das Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Augsburg und Borussia Dortmund in der WWK-Arena am 31. Oktober 2025 in Augsburg. Alexander Hassenstein / Getty Images
Der BVB kündigte die Beendigung von Kehls Tätigkeit am Sonntagmittag an; die Entscheidung habe man „einvernehmlich“ getroffen und gelte mit sofortiger Wirkung. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken erklärte, im Sommer sei „der richtige Zeitpunkt für Veränderungen gekommen“ und man habe sich darauf verständigt, die Zusammenarbeit sofort zu beenden, damit sich beide Seiten auf die Neuausrichtung vorbereiten können. Gleichzeitig betonte Ricken die Verdienste Kehls und dankte ihm für sein großes Engagement.
Sebastian Kehl war seit 2018 vier Jahre Leiter der Lizenzspielerabteilung und übernahm im Sommer 2022 das Amt des Sportdirektors. Unter seiner Mitverantwortung gewann Dortmund 2021 den DFB-Pokal, 2024 erreichte die Mannschaft das Finale der Champions League. Noch am Samstagabend hatte Kehl die sportliche Arbeit verteidigt und auf den „Punkteschnitt von 2,3 pro Spiel“ verwiesen; er lobte die Mannschaft für ihre Leistung im turbulenten 3:2 gegen den HSV und sagte, die Fans seien glücklich nach Hause gegangen.
Die Trennung fällt in eine Phase großer Veränderungen beim BVB: Im Sommer stehen mehrere Abgänge an (unter anderem Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan), während Felix Nmecha seinen Vertrag bis 2030 verlängerte. Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung mit Nico Schlotterbeck, an denen Kehl maßgeblich beteiligt war, sind weiterhin offen und prägen die sportliche Ausrichtung.
Konkrete Namen für die Nachfolge nannte der Klub nicht. Als möglicher Kandidat gilt Markus Krösche, der bei Eintracht Frankfurt Erfolge vorweisen kann. Krösche reagierte zurückhaltend: Er betonte, dass er derzeit „im Heute und Hier“ sei und sehr gerne bei Eintracht Frankfurt arbeite; sein Vertrag dort läuft noch bis 2028.
Hans-Joachim Watzke würdigte Kehls Verdienste und erinnerte an mehr als 20 gemeinsame Jahre mit „großen Erfolgen und einige schmerzliche Enttäuschungen“. Kehl selbst erklärte, der BVB habe ihn „sein halbes Leben begleitet“ und dass er dem Verein für die gemeinsame Zeit dankbar sei; er wünschte dem Klub für die Neuausrichtung nur das Beste. Die Südtribüne und das Westfalenstadion bezeichnete er als feste Bestandteile seines Herzens.
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