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·13 April 2026

Champions League Viertelfinal Turnierbaum & Prognosen – Wer kommt ins CL Halbfinale?

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Vier Klubs haben im Viertelfinale der Champions League vor dem Rückspiel den Vorteil auf ihrer Seite: Bayern München, Paris Saint-Germain, Arsenal und Atlético Madrid gehen mit einer Führung in die entscheidende zweite Partie. Real Madrid, Liverpool, Sporting CP und Barcelona müssen dagegen aufholen – und das jeweils gegen starke Gegner und unter völlig unterschiedlichen Vorzeichen.

Der Turnierbaum der UEFA Champions League 2025/26 zeigt die Paarungen auf dem Weg zum Finale in Budapest: Im Viertelfinale treffen Paris Saint-Germain auf den FC Liverpool, Real Madrid auf den FC Bayern München, der FC Barcelona auf Atlético Madrid sowie Sporting CP auf den FC Arsenal. Zuvor hatten sich die acht Viertelfinalisten im Achtelfinale gegen Chelsea, Galatasaray, Manchester City, Atalanta, Newcastle United, Tottenham Hotspur, Bodø/Glimt und Bayer Leverkusen durchgesetzt.


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Die ersten Spiele lieferten klare Tendenzen: Bayern überzeugte in Madrid, Arsenal erledigte seine Auswärtsaufgabe spät, PSG dominierte Liverpool phasenweise deutlich und Atlético verschaffte sich mit einem Coup im Camp Nou eine hervorragende Ausgangslage. Wer den Sprung ins Halbfinale schafft, ist damit zwar noch nicht entschieden, doch die Prognosen fallen bereits deutlich aus.

Bayern mit Offensivdruck, Madrid mit Problemen in der Balance

Das Duell zwischen Bayern München und Real Madrid entwickelte sich im Bernabéu zu einem intensiven Schlagabtausch mit 40 Abschlüssen in 90 Minuten – 20 pro Team. Für beste Unterhaltung war also gesorgt, und vieles spricht dafür, dass das Rückspiel in der Allianz Arena ähnlich offen ausfallen könnte.

Die Bayern stellten statistisch die stärkste Dreierreihe Europas auf den Platz. Zwei davon trafen auch gegen Madrid: Harry Kane und Luis Díaz. Der dritte im Bunde, Michael Olise, war der auffälligste Akteur des Abends und ließ Alvaro Carreras auf der linken Abwehrseite der Königlichen immer wieder alt aussehen. Dass die Münchner in Madrid durchaus drei oder vier Tore hätten erzielen können, dürfte intern gemischte Gefühle auslösen – einerseits Frust, andererseits Rückenwind für das Rückspiel.

Jamal Musiala vom FC Bayern München am Ball im Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und dem FC Bayern München im Millerntor-Stadion in Hamburg am 11. April 2026. Stuart Franklin / Getty Images

Aufseiten der Spanier offenbarten sich vor allem im Spielaufbau und gegen den Ball deutliche Schwächen, besonders über die Außenverteidigerpositionen. Díaz’ erstes Tor fiel nach einem Tiefenlauf hinter Trent Alexander-Arnold, beim zweiten Treffer verlor Carreras den Ball im Entstehen der Szene. Zusätzlich fehlt Real im Rückspiel mit dem gesperrten Aurélien Tchouaméni der Abräumer im defensiven Mittelfeld. Ein Zu-Null-Spiel in München erscheint deshalb kaum realistisch; Kane, Díaz und Olise kommen zusammen auf 88 Saisontore – eine absurde Quote.

Ganz abgeschrieben ist Real aber nicht. Der 15-malige Wettbewerbssieger lebt vom Mythos der Comebacks, und genau diese Erzählung wird vor dem Rückspiel wieder in den Vordergrund rücken – auch um Bayern zu verunsichern. Der entscheidende Unterschied: Dieses Mal haben die Madrilenen das Hinspiel zu Hause verloren, was historisch selten gut ausgeht. Für ein Weiterkommen müsste Kylian Mbappé, mit 14 Treffern bester Torschütze dieser Champions-League-Saison, vermutlich etwas Außergewöhnliches leisten. Selbst das könnte gegen dieses Bayern-Team zu wenig sein.

Prognose: Bayern setzt sich durch. Die Münchner Offensivkraft dürfte am Ende zu viel für Madrid sein.

Rückspiel: Mittwoch, 15. April, 20 Uhr GMT (15 Uhr ET)

Arsenal kontrolliert den Rhythmus, Sporting steht unter Zugzwang

Im ersten Duell zwischen Arsenal und Sporting CP ragten zwei Szenen heraus: zunächst der feine Pass mit dem Außenrist von Ousmane Diomande auf Maximiliano Araujo, der hinter Ben White durchstartete und David Raya zu einer starken Parade zwang. Später entschied Kai Havertz die Partie mit einer technisch sauberen Annahme nach Vorlage von Gabriel Martinelli und dem eiskalten Abschluss in der Nachspielzeit. Unterbewertet war das keineswegs.

Dazwischen lag ein zähes Spiel mit wenig Offensivgefahr. In der ersten Halbzeit kamen Arsenal und Sporting gemeinsam lediglich auf neun Kontakte im gegnerischen Strafraum. Spektakel sah anders aus, für Mikel Artetas Mannschaft war es dennoch fast die ideale Auswärtsleistung: stabil, diszipliniert und mit dem späten Nadelstich, der Sporting die erste Heimniederlage nach 17 Siegen in Serie zufügte.

Erling Haaland von Manchester City jubelt über das 1:0 seines Teamkollegen Nico O’Reilly im Premier-League-Spiel zwischen dem FC Chelsea und Manchester City im Stamford Bridge in London am 12. April 2026. Ryan Pierse / Getty Images

Dazu kommt Arsenals bisher herausragende Defensivbilanz in der Champions League. Die Gunners lagen in dieser Saison insgesamt weniger als 45 Minuten zurück. Für das Rückspiel bedeutet das: Arsenal muss nicht jagen, Sporting hingegen schon. Die Portugiesen haben auswärts in der Königsklasse in dieser Spielzeit nur einmal gewonnen und stehen nun vor der Aufgabe, die dicht organisierte Londoner Defensive zu knacken – möglichst ohne selbst wieder zu früh zu kassieren. Viel Erfolg dabei.

Prognose: Arsenal zieht weiter. Havertz’ Treffer verschafft den Engländern eine gute Ausgangslage.

Rückspiel: Mittwoch, 15. April, 20 Uhr GMT (15 Uhr ET)

PSG kontrolliert Liverpool, Atlético mit Traumposition gegen Barcelona

Das Resultat zwischen Liverpool und Paris Saint-Germain wirkt knapper, als es der Spielverlauf tatsächlich war. PSG war den Reds klar überlegen und hätte das Hinspiel mit vier oder fünf Treffern für sich entscheiden können; Liverpool brachte es dagegen nicht einmal auf einen einzigen Torschuss auf das gegnerische Tor.

Damit sind die Erwartungen für Anfield eher gedämpft. Der Ort ist zwar für legendäre Europapokal-Abende bekannt, doch angesichts der bisherigen Saisonform der Reds und der Qualität des Gegners fällt es schwer, sich eine komplette Wende vorzustellen. PSG spielte phasenweise mit Liverpool, verpasste es aber teils durch Überkomplizierung, teils durch fehlende Genauigkeit, früh alles zu entscheiden. Ousmane Dembélé traf in der 88. Minute nur den Pfosten, kurz darauf kam Ibrahima Konaté bei einem möglichen Elfmeter mit einem Schubser noch einmal glimpflich davon.

Ousmane Dembélé von Paris Saint-Germain wird von Joe Gomez vom FC Liverpool unter Druck gesetzt im Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League 2025/26 im Parc des Princes in Paris am 8. April 2026. Franco Arland / Getty Images

Arne Slot dürfte sein Team in Liverpool nicht erneut mit einer Fünferkette anordnen, wie es im Hinspiel in Paris der Fall war, als man PSG möglichst frustrieren wollte. Im Rückspiel müssen die Engländer offensiver werden, dürfen dabei aber nicht die Räume für Khvicha Kvaratskhelia, Dembélé und Désiré Doué öffnen. Dazu kommt Slots personelles Dilemma: Er wechselte gegen PSG die Hälfte seiner Feldspieler aus, Mohamed Salah blieb dennoch ohne Einsatzminute auf der Bank. Immerhin ist Liverpool noch im Rennen.

Bei Atlético Madrid gegen Barcelona wurde das Hinspiel zu einem großen Abend für Diego Simeone und seinen Klub. Der erste Sieg seit 20 Jahren im Camp Nou – und dann noch mit zwei Toren Unterschied – verschafft den Rojiblancos eine nahezu perfekte Ausgangslage. Begünstigt wurde das Ganze durch den Platzverweis gegen Pau Cubarsí nach VAR-Eingriff sowie durch Julián Álvarez, der den fälligen Freistoß nach dem taktischen Foul des Barça-Innenverteidigers sehenswert verwandelte. Alexander Sørloth legte 20 Minuten vor Schluss das 2:0 nach.

Für Barcelona wirkt die Aufgabe im Metropolitano entsprechend groß, auch wenn der Verein mit 127 Toren in allen Wettbewerben in dieser Saison jederzeit für Gefahr steht. Selbst in Unterzahl blieb Barça im Hinspiel gefährlich und gewann erst am vergangenen Wochenende mit 2:1 in Madrid. Das dritte direkte Duell zwischen beiden Teams binnen zehn Tagen verspricht daher viel Spannung. Atlético, das zuletzt 2017 im Halbfinale der Königsklasse stand, ist allerdings nicht ohne Makel: Tottenham Hotspur erzielte in der vergangenen Runde über zwei Spiele hinweg fünf Treffer gegen Simeones Mannschaft. Ob Lamine Yamal, Robert Lewandowski, Marcus Rashford und Dani Olmo das Blatt noch wenden können, bleibt offen.

Prognose: PSG gewinnt auch in Anfield und zieht mit komfortablem Gesamtergebnis ins Halbfinale ein. Atlético reicht gegen Barcelona ein knapperes Resultat; die Katalanen können zwar in Madrid gewinnen, aber nicht mit zwei Toren Vorsprung.

Rückspiel Liverpool gegen PSG: Dienstag, 14. April, 20 Uhr GMT (15 Uhr ET)

Rückspiel Atlético Madrid gegen Barcelona: Dienstag, 14. April, 20 Uhr GMT (15 Uhr ET)

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