1. FSV Mainz 05
·7 March 2026
Chancenwucher gegen Stuttgart, da Costa rettet einen Punkt

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·7 March 2026

Fahrlässiger FSV, Stuttgart schlägt aus dem Nichts zurück, doch da Costa hat das letzte Wort
Anlass zu Wechseln sah Cheftrainer Fischer mit Wiederbeginn nicht, und sein Team fand in Durchgang zwei auch deutlich besser als noch zu Beginn der Partie. Zwar intensivierte der VfB - wenig überraschend - seine Angriffsbemühungen nun wieder, zum ersten Abschluss kamen jedoch wieder die Rheinhessen: In der 49. Minute startete Kaishu Sano zum Solo-Lauf durchs Zentrum, scheiterte dann aber aus gut 20 Metern an Nübel. Fünf Minuten später folgte das nächste ganz dicke Ding: Tietz eroberte das Leder im Mittelfeld-Pressing, Nebel konnte sich beim Konter für einen der Mainzer Angreifer entscheiden und bediente Becker, der aber an einem weiteren Nübel-Reflex scheiterte (55.). Über einen Zwei-Tore-Rückstand hätte sich zu diesem Zeitpunkt kein Stuttgarter beschweren können. Zumal der VfB offensiv seit der 20. Minute kaum noch ein Durchkommen fand. Und so waren es weiter die 05ER, die immer wieder an einer Vorentscheidung schnupperten: Erst war es Lee, dessen Gewaltschuss nach 65 Minuten am Tor vorbeirauschte. Und nur wenige Sekunden später folgten dann zwei Hundertprozenter binnen wenigen Sekunden. Erst servierte Becker, der den Spielaufbau der Gäste erfolgreich gestört hatte, für Tietz, der den Ball nur noch ins leere Tor befördern musste, von Jaquez aber noch geblockt wurde. Damit nicht genug: Der Abpraller landete in den Füßen von Nebel, der es aus der Drehung versuchte, aber am Aluminium scheiterte - eine verrückte Szene im Stuttgarter Strafraum. Der VfB versuchte es wenig später zaghaft, doch ein Kopfball des kurz zuvor eingewechselten Nikolas Nartey verfehlte das Tor klar (68.).
In der 74. Minute dann der erste Mainzer Wechsel, als Fischer den Ex-Stuttgarter Silas für Becker in die Partie brachte, der ein enorm hohes Pensum abgespult hatte. Was sich in den Folgeminuten abspielen sollte, ließ sich nur schwer in Worte fassen. Zunächst traf Demirovic aus zwölf Metern trocken zum Ausgleich, bevor der bis dato komplett in der Luft hängende und müde wirkende Undav keine 60 Sekunden später auf 2:1 für die Gäste stellte. Dass diese selbst nicht wissen konnten, wie ihnen geschah, endete an der nicht absehbaren Wende in dieser Begegnung nichts. Die 05ER reagierten und brachten für die Schlussminuten Nelly Weiper für Silvan Widmer. Und die Mainzer sollten sich in der Nachspielzeit auch tatsächlich noch belohnen für einen richtig starken Auftritt. Nebel dribbelte und flankte von rechts, Mwene stieg am zweiten Pfosten hoch und setzte das Leder an die Latte, von wo der Ball bei da Costa landete, der ihn aus sechs Metern über die Linie drückte. Obwohl der FSV auch danach nochmal alles nach vorne warf und weiter näher an dem Dreier war als der enttäuschende DFB-Pokal-Halbfinalist blieb es am Ende bei der Punkteteilung, die für die Schwaben mehr als schmeichelhaft ausfiel. 2,84 zu 0,98 xGoals sprachen eine mehr als deutliche Sprache.
Weiter geht es für den FSV, der mindestens bis Sonntag mit nun 24 Zählern aus 25 Partien auf Rang 14 rangiert, am Donnerstagabend mit dem Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Conference League bei Sigma Olmütz, drei Tage später sind die 05ER am kommenden Sonntag beim SV Werder Bremen wieder in der Liga gefordert.
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