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·25 April 2026

Chancenwucher und VAR-Pech: Hertha hat sich „am Ende selbst geschlagen“

Article image:Chancenwucher und VAR-Pech: Hertha hat sich „am Ende selbst geschlagen“

Den Aufstieg hat Hertha BSC schon seit längerer Zeit abgeschrieben. Über die gesamte Saison hinweg hat sich die Chancenverwertung als ein Problem erwiesen. Bei der 0:1-Heimniederlage gegen Holstein Kiel kommt nun auch Pech mit dem VAR dazu.

Zum einen die Chancenverwertung …

Die letzten drei Spiele haben es extrem gezeigt. Hertha hat Probleme den Ball über die Linie zu drücken. In der aktuellsten Partie gegen Kiel gab es insgesamt 23 Torschüsse, Der X-Goals-Wert lag bei 2,5. Einen offiziellen Treffer gab es aber nicht. Fassungslos haben sich die Fans der Alten Damen das Spiel angesehen. Kiel stand mit sechs Torschüssen und 0,30 X-Goals gegenüber. Die Mannschaft von Tim Walter gewann 1:0 durch den Treffer vom eingewechselten Jonas Therkelsen in der 63. Minute.


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„Es gab eine Mannschaft, die hier Fußball gespielt hat und in allen Belangen besser war – außer im Tore schießen“, fasste Kapitän Fabian Reese besonders die erste Hälfte zusammen und fügt hinzu: „Wir haben uns am Ende selbst geschlagen“. Auch im zweiten Durchgang blieb Hertha gefährlich durch die Chancen von Luca Schuler (56.), Michael Cuisance (61.) und Linus Gechter (74.). In der 88. Minute vergab Dawid Kownacki die eindeutigste und einfachste Gelegenheit zum Ausgleich.

… und zum anderen das VAR-Pech

Anstelle davon einem Ausgleich hinterherzulaufen, hätte Hertha bereits in der ersten Spielminute in Führung gehen können. Vom Anstoß an presste die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl nach vorne und suchte den Zug in Richtung Gegner-Kasten. Marten Winkler schickte Schuler, der den Ball in den Sechzehner beförderte. Das Spielgerät fand Josip Brekalo, dessen Schuss im Tor der Kieler landete. Doch der VAR schaltete sich ein, Schuler stand hauchzart im Abseits, der Treffer zählte nicht.

Dies konnten die Hauptstädter halbwegs verkraften, sie blieben weiter dominant. Kurz vor der Pause dann die entscheidende Szene: Gechter wird im Strafraum zu Fall gebracht, Schiedsrichter Robert Kampka entscheidet auf Elfmeter. Doch der VAR meldete sich erneut und nahm den Elfer zurück, weil Deyovaiso Zeefuik stand zwei Szenen zuvor minimal im Abseits. Leitl in der Pressekonferenz: „Lass‘ uns nicht drüber reden“. Er scheint seine klare Meinung dazu zu haben.

Ein weiteres Hertha-Jahr in Liga 2

Klar ist auch, dass Hertha ein weiteres Jahr im Unterhaus verbringen wird. Nach der herben 2:5-Klatsche in Paderborn wurde der angepeilte Aufstieg bereits abgeschrieben. Siege wie gegen Nürnberg (2:1), Düsseldorf (5:2) und Dresden (1:0) haben aber nochmal für Hoffnung gesorgt. Um sich wieder in den Aufstiegskampf zu stürzen, waren nun fehlerfreie Spiele nötig. Doch hier scheiterte man krachend, erst gegen der direkte Rivale Kaiserslautern (0:1), dann in Braunschweig (1:1) und nun gegen Kiel.

Aktuell belegen die Berliner den sechsten Platz mit 48 Punkten. Als nächstes folgt auswärts der 1. FC Magdeburg. In der Auswärtstabelle ist Hertha das zweitbeste Team. Vielleicht kommt es hier zum ersten Erfolg seit dem Dresden-Spiel Anfang April.

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