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·29 July 2026
Cucurella trägt jetzt de la Fuente auf dem Arm

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·29 July 2026

Es gibt Versprechen, die im WM-Rausch gemacht und im Flugzeug nach Hause wieder vergessen werden. Marc Cucurella gehört nicht zu dieser Sorte. Seit Dienstag trägt er das Gesicht seines Nationaltrainers auf der Rückseite des linken Arms.
Zwei Wörter, dazu ein Foto vom frischen Werk – mehr brauchte der Linksverteidiger für seinen Instagram-Post nicht. Zu sehen ist Luis de la Fuente im Anzug, den WM-Pokal in die Höhe gestreckt, im Hintergrund offenbar eine 26. Die Ankündigung dazu stammt von vor dem Finale: Falls Spanien gewinne, komme der Trainer auf die Haut. Spanien gewann am 19. Juli 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien. Der zweite WM-Titel nach 2010, und eine fällige Rechnung beim Tätowierer.
Cucurella hatte nach dem Endspiel angekündigt, die Stelle müsse sichtbar sein – die Leute würden ihn ohnehin danach fragen. Er hat sich daran gehalten. Kurzärmelig ist das Ding kaum zu übersehen.
De la Fuente selbst wurde auf der Pressekonferenz nach dem Finale gefragt, ob er sich ebenfalls stechen lasse. Für Tattoos sei er zu alt, antwortete er lachend. Seine Spieler hätten einen Fehler gemacht, aber sie seien seriöse Leute und würden ihr Wort halten. Und dann der Satz, an dem die ganze Geschichte hängt: So furchtbar hässlich sei er nun auch wieder nicht, dass man ihn irgendwo verstecken müsse.
Genau so ist es gekommen.
In den Kommentaren meldete sich Mikel Merino mit einem knappen „historisch“, Tennisprofi Carlos Alcaraz fand es großartig. Borja Iglesias, Yeremy Pino und Álex Baena deuteten an, das Motiv ebenfalls in Auftrag zu geben. Ob es dazu kommt, wird man sehen – Ankündigungen sind billiger als Nadeln.
Cucurella ist übrigens seit diesem Sommer Real-Madrid-Profi, gewechselt von Chelsea kurz vor Spaniens erstem Gruppenspiel, jenem zähen 0:0 gegen Kap Verde. Wer von dort bis zum Pokal marschiert, darf sich hinterher aussuchen, was er sich auf den Arm stechen lässt. Und wer als Trainer verspricht, keine Tattoos zu tragen, sollte sich langsam damit abfinden, dass andere das für ihn übernehmen.
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