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·22 March 2026
„Darfst du nicht herschenken“: Leverkusen hadert mit sich selbst

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·22 March 2026

Auf dem Weg in die Kabine kratzte sich Kasper Hjulmand ein wenig ratlos am Kopf, Patrik Schick blickte trotz seiner beiden Treffer mehr oder weniger fassungslos drein. Nach dem 3:3 (2:0) beim designierten Absteiger 1. FC Heidenheim schienen sich aber nicht nur der Trainer und der Torjäger von Bayer Leverkusen zu fragen, wie um alles in der Welt das passieren konnte: 2:0 geführt, 3:2 geführt – und doch nicht gewonnen.
Auf dem Weg zu einer erneuten Teilnahme an der Champions League steht sich Leverkusen fortwährend selbst im Weg. „Mir fehlen so ein bisschen die Worte“, sagte Torhüter Mark Flekken. Noch in der Halbzeitpause sei angesprochen worden, „dass wir nicht leichtfertig werden dürfen“ – doch genau das geschah. „Wenn du um die Champions League kämpfst, darfst du solche Spiele nicht herschenken“, ergänzte Flekken.
Und doch ist es ein wiederkehrendes Muster. Nur ein Sieg gelang Bayer in den vergangenen neun Pflichtspielen – in der Bundesliga endeten dabei fünf von sechs Partien nur unentschieden. „Wir haben es vor ein paar Wochen schon gesehen, dass es nicht einfach reicht, nur ein bisschen zu zocken“, stellte Kapitän Robert Andrich fest. Doch Lehren scheint die Werkself nicht ziehen zu können.
Leverkusen hatte das Spiel zunächst dominiert. Doch nach den Treffern von Malik Tillman (22.) und Schick (35.) schienen sich die Gäste ihrer Sache zu sicher zu sein. Hennes Behrens (56.) verkürzte, der eingewechselte Marvin Pieringer verwandelte einen von Andrich verursachten Foulelfmeter (72.) und besorgte nach dem zweiten Treffer von Schick (79.) auch den Endstand (85.).
„Es spielt mit Sicherheit mit rein, dass man der Meinung ist, dass es so einfach wie in der ersten Halbzeit weiterläuft“, sagte Andrich. Allerdings sei es ja dann auch „normal, dass der Gegner sich etwas anderes einfallen lässt“. Normal? Dass sich Heidenheim nicht demontieren lassen wollte wie beim 0:6 im Hinspiel, schien die Werkself zu überraschen und zugleich zu überfordern.
Und nun? Nun „herrscht Druck“, stellte Hjulmand fest. Sieben Spiele blieben noch, um die vier Punkte Rückstand auf Rang vier aufzuholen, und nach der Länderspielpause, ergänzte der Trainer, „haben wir erstmals seit sehr langer Zeit normale Wochen. Da müssen wir jagen.“
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