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·16 May 2026
Der 1. FC Köln verabschiedet sich mit deftiger Bayern-Pleite in die Sommerpause

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Simon Bartsch
16 Mai, 2026
Wollten die Kölner eine Reaktion auf die bittere 1:3-Niederlage gegen Heidenheim zeigen, so ist das den Geißböcken gegen stark aufspielende Bayern nicht gelungen. Gegen den Rekordmeister fand der FC eigentlich nie ein Mittel. Einzig ein genialer Moment von Said El Mala ließ den FC kurz hoffen.
Der 1. FC Köln wirkte mitunter ratlos (Foto: Adam Pretty/GettyImages)
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So wirklich überzeugt hatte gegen den 1. FC Heidenheim wohl kein Spieler der Geißböcke und doch gab es beim FC nur drei Wechsel – davon einer verletzungsbedingt. Tom Krauß reiste angeschlagen nicht mit nach München, für den Mittelfeldspieler kehrte Eric Martel zurück in die Anfangsformation. Der Sechser hatte in der vergangenen Woche aufgrund seiner zehnten Gelben Karte gefehlt. Zudem starteten Jahmai Simpson-Pusey und Alessio Castro-Montes für Linton Maina und Isak Johannesson. René Wagner stellte zudem um auf eine Fünferkette. Dabei traten die Kölner ohne die Unterstützung einiger Fans an. Bei einem Brand waren am Vormittag Räumlichkeiten der „Wilden Horde“ zerstört worden. Die aktiven Fans waren auf der Anreise umgekehrt.
Erwartungsgemäß übernahmen die Bayern die Initiative und Harry Kane brachte aus der Distanz nach zwei Minuten den ersten Abschluss in die Statistik, der Ball flog aber deutlich über die Latte. Der FCB machte Druck, drängte die Geißböcke tief in das eigene Schlussdrittel, doch die ganz großen Chancen blieben in der Anfangsphase noch aus. Doch die Münchner legten sich die Geißböcke zunehmend zurecht. Nach einem Ballverlust von Jakub Kaminski legte Joshua Kimmich ab auf Lennart Karl, der die Kugel ins Zentrum schlug. Dort war natürlich Kane zur Stelle und vollendete gewohnt souverän (10.). Und nur zwei Minuten später legte der Torjäger nach. Nach einem Foulspiel von Eric Martel an Jamal Musiala verwandelte Kane aus zentraler Lage mit einem direkten Freistoß aus 18 Metern. Die Geißböcke hatten die Mauer geöffnet, Kane das linke untere Eck gewählt (13.).
Es brauchte schon eine Einzelaktion und die lieferte Said El Mala. Der Offensivspieler nahm Musiala die Kugel in der Nähe der Mittellinie ab und dann Tempo auf. Der 19-Jährige lief gleich vier Bayern davon und verkürzte mit einem Schuss ins lange Eck (18.). Doch die Freude währte nicht lange. Karl war auf der rechten Seite durch, hatte leichtes Spiel gegen Kristoffer Lund und legte zurück auf Tom Bischof: 3:1 (22.). Und der Rekordmeister wollte mehr. Unter anderem prüfte Luis Diaz den Kölner Keeper mit einem Schlenzer (25.). Der Kolumbianer tankte sich anschließend auf der linken Seite durch, legte den Ball ins Zentrum, aber Karl traf den Ball vor dem leeren Tor nicht (28.). Insgesamt standen die Kölner zunehmend besser in der Defensive, kompakter. Wohl auch, weil der Rekordmeister nicht mehr als nötig tat. In der Vorwärtsbewegung fiel dem FC aber so gar nichts ein. So plätscherte die Begegnung lange vor sich hin, bis Diaz nach einem langen Ball komplett alleine vor Schwäbe auftauchte, doch der Kölner Keeper blieb lang genug stehen (43.).
Keine 60 Sekunden später steckte Kane auf Musiala durch, doch der deutsche Nationalspieler traf aus kurzer Distanz nur den Pfosten (44.). Unmittelbar vor dem Seitenwechsel probierte es Kaminski nochmal, doch die Kugel wurde geblockt. Es ging mit dem 3:1-Zwischenstand in die Pause.
In der Pause stellte der Trainer um. Wagner brachte Linton Maina für Joel Schmied, ließ fortan mit einer Viererkette spielen. Und Maina fügte sich umgehend mit einem starken Schlenzer ein, der aber am Pfosten vorbeirauschte (46.). Die Spieldynamik veränderte sich. Die Bayern ließen sich für einige Minuten tief fallen, den FC kommen. Gleichzeitig blieb der FCB aber gefährlich. Unter anderem traf Karl nach einem haarsträubenden Fehler von Martel den Pfosten (52.). Auch Diaz verpasste freistehend, stand aber wohl auch im Abseits (56.). Und doch waren die Geißböcke nun besser in der Partie. Unter anderem kam Marius Bülter nach einer Ecke zum Kopfball, setzte die Kugel aber über die Latte (60.). Auf der anderen Seite blockte Simpson-Pusey einen Versuch von Musiala, genauso wie sich Jonathan Tah in einen Schuss von Sebastian Sebulonsen warf (67.). Kane machte es besser und traf aus der Distanz zum dritten Mal (69.).
Der FC gab sich auch weiterhin nicht auf, suchte den Weg in die Offensive, fand ihn aber zu selten. Die Bayern spielten ihren Stiefel locker runter und hätten mit ein wenig mehr Präzision das Ergebnis in die Höhe treiben können. Unter anderem scheiterte Michael Olise an Schwäbe (82.). Der frisch eingewechselte Nicolas Jackson fand die Präzision schnell wieder, war nach einem langen Ball durch und schob ein (84.). In der Nachspielzeit erhielt Florian Kainz noch ein paar Minuten als letztes Highlight seiner Karriere.
Damit verabschieden sich die Kölner in die Sommerpause und die wird länger ausfallen, als gewöhnlich. Erst in dreieinhalb Monaten, ab dem 28. August, steht der erste Spieltag der Bundesliga an, eine Woche zuvor wird die erste Runde des DFB-Pokals ausgetragen. Spannend wird es dennoch bleiben. Denn die Trainerfrage ist wohl nach dem 1:5 nicht final geklärt.
1.FC Köln: Schwäbe – Lund, Özkacar, Simpson-Pusey, Schmied (46. Maina), Sebulonsen – Martel – Kaminski (90.+2 Kainz), Castro-Montes (68. Johannesson) – El Mala (80. Thielmann), Bülter (80.); Tore: 1:0, 2:0, 4:1 Kane (10., 13., 69.), 2:1 El Mala (18.), 3:1 Bischof (22.), 5:1 Jackson
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