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·14 March 2026

Der Abschied von Süle und Özcan offenbaren das Planungsproblem des BVB

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Niklas Süle und Salih Özcan verlassen Borussia Dortmund nach vier Jahren. Beide blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück – ein strukturelles Problem bei der Kaderplanung.

Es gibt Abschiede, die schmerzen, und solche, die vor allem Fragen aufwerfen. Beim Borussia Dortmund verabschieden sich im Sommer gleich zwei Spieler desselben Jahrgangs – Niklas Süle und Salih Özcan – und beide tragen dasselbe Etikett: enttäuscht. Vier Jahre, zwei Transfers, eine erschütternde Bilanz. Was bleibt, ist nicht Wehmut, sondern das unbehagliche Gefühl, dass beim BVB bei der Kaderplanung strukturell etwas schiefläuft.


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Süle war der vermeintliche Coup. Ablösefrei von Bayern München, ein Nationalspieler in besten Jahren, ein Name mit Gewicht. Dass ein solches Paket ohne Transfersumme nach Dortmund kommt, klang nach einem dieser seltenen Momente, in denen der BVB die großen Klubs austrickst. Was folgte, waren 108 Pflichtspiele, drei Tore und das leise Eingeständnis, dass dieser Transfer vor allem eines war: teuer. Nicht in der Ablöse, aber im Gehalt. Als einer der Top-Verdiener des Vereins blieb Süle deutlich hinter den Erwartungen zurück – und das ist das eigentliche Problem.

Daneben steht Özcan, der für eine Millionen-Ablöse vom 1. FC Köln kam und ebenfalls vier Jahre lang nicht das lieferte, was man sich von ihm erhofft hatte. Auch er habe „deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben", wie es nüchtern heißt. Zwei Spieler, ein Transferfenster, dieselbe Enttäuschung. Das ist keine Pechsträhne mehr, das ist ein Muster.

Dortmund schreibt im Netz noch „DANKE für schöne Momente", und das mag man dem Verein nicht verübeln. Der Ton gehört dazu. Aber der Satz dahinter sollte intern lauter gesagt werden: Wie konnte das gleich zweimal so laufen? Die wirkliche Arbeit beginnt nicht beim nächsten Transfer, sondern beim ehrlichen Blick zurück auf diesen. Wer seine Fehler nicht versteht, ist verdammt, sie zu wiederholen.

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