FC Red Bull Salzburg
·31 July 2026
Der große Bundesliga-Check 2026/27

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·31 July 2026

Die neue Saison der ADMIRAL Bundesliga steht in den Startlöchern. Wir werfen einen Blick auf alle zwölf Teams, die wichtigsten Neuerungen der Liga sowie auf die Sommertransfers und ersten Pflichtspielergebnisse der einzelnen Klubs.

Der Spielmodus der ADMIRAL Bundesliga bleibt unverändert, eine wichtige Änderung gibt es aber dennoch: Die Punkteteilung nach dem Grunddurchgang wurde abgeschafft. Auch der Kalender wurde angepasst, die Winterpause endet heuer früher als gewohnt – bereits am 23. Jänner rollt der Ball wieder.
International stehen uns in Österreich in der Liga und dem Cup nunmehr gemeinsam vier Startplätze zur Verfügung: Der Meister startet in der Saison 2027/28 in der zweiten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League, der Vizemeister sowie der Sieger des Europacup-Play-offs jeweils in der zweiten Qualifikationsrunde zur UEFA Conference League. Der Cup-Sieger wiederum beginnt in der ersten Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League – sollte er sich den (besseren) Startplatz bereits über die Meisterschaft gesichert haben, wandert der Cup-Platz an die Liga.
Neu sind zudem schärfere Maßnahmen gegen Zeitspiel, wie sie zuletzt schon bei der WM zum Einsatz kamen: Bei zu langer Dauer von Abstoß oder Einwurf gibt es zunächst einen Countdown, ehe Sanktionen, wie ein Eckball oder der Wechsel des Einwurfrechts, folgen. Ausgewechselte Spieler müssen das Feld künftig binnen zehn Sekunden verlassen, sonst darf der Einwechselspieler erst eine Minute nach der Spielfortsetzung aufs Feld. Auch für Behandlungen bei Verletzungen gilt: Das Verlassen des Feldes ist verpflichtend, die Rückkehr kann frühestens nach einer Minute erfolgen. Ziel dieser Regeländerungen ist es, mehr effektive Spielzeit und einen flüssigeren Spielfluss zu erreichen.
Als amtierender Double-Gewinner ist der LASK nun selbst die gejagte Mannschaft der Liga – eine ungewohnte Position für die Linzer. Der Kader von Trainer Dietmar Kühbauer, der dem Klub erhalten geblieben ist, wurde nach dem Titelgewinn nur punktuell verändert: Mit Keba Cisse zog es einen Abwehrspieler nach England zu Aston Villa, während Sasa Kalajdzic nach dem Ende seiner Leihe zurück nach Wolverhampton ging. Verstärkt wurden stattdessen das Mittelfeld und die Abwehr, etwa durch Alessandro Schöpf, Robert Ljubicic sowie die Neuzugänge Miguel Freckleton und Manoel Verhaeghe. Zur Herausforderung dürfte für die Linzer werden, Europacup und Liga-Alltag gleichzeitig zu bestreiten – dafür ist der Kader, speziell im Sturm, noch recht dünn besetzt, zumal Neuzugang Ramiz Harakate verletzungsbedingt langfristig ausfällt. International geht es für den LASK in den Play-offs zur UEFA Champions League los, im Cup setzte man sich zuletzt deutlich mit 7:0 gegen Kalsdorf durch.

Nach zwei Meistertiteln in Folge reichte es zuletzt nur zur Vizemeisterschaft. Im Sommer setzten die Grazer bei den Neuzugängen auf Bundesliga-Erfahrung, etwa mit Simon Seidl und Jürgen Heil, dazu kam mit Nelson Weiper (Leihe von Mainz 05) ein neuer Mittelstürmer. Mit Emir Karic, Dimitri Lavalee und Stefan Hierländer (Karriereende) verließen mehrere langjährige Spieler das Team von Trainer Fabio Ingolitsch. International setzte sich Sturm in der zweiten UEFA Champions League-Qualifikationsrunde mit einem Gesamtscore von 6:0 gegen Heart of Midlothian durch, im Cup gab es ein 3:0 gegen Seekirchen.
Für die Wiener Austria war es transfertechnisch ein bewegter Sommer: Mit Abubakr Barry, der zu unseren Roten Bullen wechselte, sowie Ifeanyi Ndukwe (Liverpool) und Konstantin Aleksa (Hoffenheim) verzeichnete der Klub gleich drei prominente Abgänge. Gecoacht werden die Violetten weiterhin von Trainer Stephan Helm, der bereits in seine dritte Saison bei den Veilchen geht. Im Cup setzte sich die Austria in Runde eins mit 5:0 gegen den Wiener Sport-Club durch, international kam man in Qualifikationsrunde zwei zur UEFA Conference League gegen Liepaja weiter.
Trainer Johannes Hoff Thorup, seit dem Frühjahr im Amt, verordnete dem Klub in der Vorbereitung eine neue Spielidee mit deutlich offensiverem Zugang, ohne dabei den Kader grundlegend umzukrempeln. Der dänische Neuzugang Tonni Adamsen soll für mehr Durchschlagskraft im Angriff sorgen, mit Andreas Weimann verließ dafür ein langjähriger Führungsspieler den Verein ablösefrei. International setzte sich Rapid in der zweiten Quali-Runde zur UEFA Conference League mit dem Gesamtscore von 9:3 gegen Santa Coloma durch, im Cup reichte gegen Wienerberg ein 3:0.
In der Oststeiermark hat sich nach dem Abschied von Manfred Schmid einiges verändert. Mit Markus Schopp kehrte ein alter Bekannter zurück an die Seitenlinie, der nun auch als Technischer Direktor fungiert. Kapitän Jürgen Heil wechselte zu Vizemeister SK Sturm, auch Torjäger Elias Havel und Tom Ritzy Hülsmann verließen den Verein Richtung Ausland. Als Ersatz im Tor kommt mit Armin Pecsi ein Liverpool-Leihspieler, im Angriff soll unter anderem Neuzugang Angelo Gattermayer die fehlenden Tore kompensieren. Außerdem läuft Oliver Lukic diese Saison leihweise für die Steirer auf. Einen ersten Eindruck bekommen wir direkt am Samstag, wenn wir den TSV Hartberg zum Heimauftakt in der Red Bull Arena empfangen!

Bei der WSG Tirol ist der Umbruch nach dem Abgang zahlreicher Leistungsträger noch in vollem Gange. Mit Kapitän und Topscorer Valentino Müller sowie mehreren weiteren Stammspielern der Vorsaison verließ praktisch eine ganze Startelf den Klub. Als neue Nummer eins im Tor kam unter anderem mit Salko Hamzic ein Talent aus unserer eigenen Akademie. Trainer Philipp Semlic bleibt den Tirolern erhalten und geht bereits in seine dritte gemeinsame Saison. Sportlich bleibt vor allem der Klassenerhalt das erklärte Ziel, ehe an höhere Ambitionen gedacht werden kann. Im Cup setzte sich die WSG in Runde eins deutlich mit 6:0 gegen Wieselburg durch.
Nach Jahren im Abstiegskampf konnte der SCR Altach zuletzt aufatmen: Tabellenplatz neun in der Liga und der Einzug ins Cup-Finale bedeuteten die bislang beste Saison der jüngeren Vergangenheit. Trainer Ognjen Zaric, im Winter gekommen und seither erfolgreich, geht nun in sein erstes volles Jahr an der Seitenlinie und soll den Vorarlbergern erstmals den Sprung in die Top sechs ermöglichen. Personell blieb der Kader weitgehend zusammen, größter Abgang war Mohamed Ouedraogo, der nach Lyon wechselte. Neu kamen unter anderem Marko Raguz und Niklas Niehoff. Fragezeichen bleiben vor allem im Sturm. Im Cup setzte sich Altach hauchdünn mit 1:0 gegen Leobendorf durch.
Größte Baustelle ist der Ersatz von Torjäger Kingstone Mutandwa, der allein 14 Saisontore beisteuerte und den Klub verließ (Leih-Ende, Cagliari). Im Mittelfeld verstärkte sich Ried prominent mit Ex-Rapid-Kapitän Stefan Schwab und Lukas Malicsek, im Angriff soll unter anderem Leihgabe Pape Sissoko von Stade Reims für Torgefahr sorgen. Insgesamt gilt es unter Neo-Coach Mario Despotovic diese Saison, sich in der Liga zu etablieren, während laut Vereinsverantwortlichen gleichzeitig junge Akademiespieler eingebaut werden sollen. Im Cup setzte sich Ried souverän mit 5:1 gegen Dornbirn durch.

Beim WAC hat sich der Kader nach der Vorsaison spürbar verändert: Mit Dejan Zukic (Vojvodina), Dominik Baumgartner (Cracovia) und Erik Kojzek (Partizan Belgrad) verließen mehrere Spieler den Klub, dafür kamen unter anderem Raffael Behounek (Willem II) und Giacomo Vrioni (Cesena) neu dazu. Trainer Thomas Silberberger, der die Wolfsberger im Frühjahr vor dem Abstieg bewahrte, bleibt an der Seitenlinie. Zum Aufgebot im Sturm gehört inzwischen auch Phillip Verhounig. In Cup-Runde eins wurde ein 5:1-Erfolg gegen Lauterach gefeiert.
Beim GAK ist nach zwei knapp geschafften Klassenerhalten in Folge früher als sonst Bewegung in den Kader gekommen. Größter Abgang ist Topscorer Ramiz Harakate, der zum LASK wechselte. Im Tor übernimmt mit Cican Stankovic ein erfahrener Rückkehrer nach vereinsloser Zeit die Nummer eins, in der Abwehr soll unter anderem Leihspieler Tim Trummer von unseren Roten Bullen aushelfen, fällt aber leider verletzungsbedingt für einige Zeit aus. Im Cup setzte sich die Feldhofer-Truppe in Runde eins mit 4:0 gegen Donaufeld durch.
Nach zwei Jahren Abwesenheit ist der SC Austria Lustenau zurück in der ADMIRAL Bundesliga – mit neuem Stadion im Rücken und einigem Rückenwind. Trainer Markus Mader, der die Vorarlberger bereits seit Dezember 2024 betreut und sie 2022 schon ein Mal zum Aufstieg geführt hat, bleibt an der Seitenlinie. Mit Mame Wade und Jack Lahne verließen zwei Torjäger der Aufstiegssaison den Klub, dafür verstärkte man sich unter anderem mit Danilo Soares (1. FC Nürnberg) und LigaZwa-Topscorer 2025/26 Albin Gashi (Wels). Im Cup setzte sich Lustenau nur knapp mit 1:0 gegen den Kremser SC durch.
Wir starten an diesem Samstag um 19:30 Uhr in der Red Bull Arena gegen den TSV Hartberg ins neue Bundesliga-Abenteuer. Mehr zum Spiel findet ihr im Matchcenter:
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