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·26 March 2026

Deutsche Nationalmannschaft bei der WM 2026: Andreas Köpke meint, unsere Nr. 1 ist WM-reif

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Oliver Baumann soll im Tor der Deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026 in den USA, in Kanada und Mexiko stehen. Trotz fehlender Erfahrung als Stammtorwart bei großen Turnieren sieht die Torwart-Legende Andreas Köpke den 35-Jährigen als bereit für die Nummer-1-Rolle. Köpke betont, dass Baumann eine starke Saison gespielt habe und das Vertrauen in ihn gerechtfertigt sei. Gleichzeitig hat Baumann in der WM-Qualifikation alle sechs Partien durchgespielt und damit 540 Minuten absolviert.

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Oliver Baumann ist für die deutsche Nationalmannschaft im WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei in der Red Bull Arena in Leipzig am 17. November 2025 im Einsatz. Stuart Franklin / Getty Images


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Baumann als Nummer 1 für die WM 2026

Oliver Baumann gilt als Kandidat für den Stammplatz im DFB-Tor bei der Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfinden wird. Der Hoffenheimer soll bei diesem Turnier im deutschen Kasten stehen und damit die Nummer eins der Nationalelf geben. Dass er bei einem großen Turnier bislang noch nicht als Stammtorwart im Einsatz war, stellt für viele Beobachter eine offene Frage dar. Dennoch spricht vieles dafür, dass der 35-Jährige die Rolle übernehmen könnte.

Andreas Köpke: „Oliver Baumann hat es sehr gut gemacht“

Nach Ansicht des früheren Nationaltorwarts Andreas Köpke ist Oliver Baumann reif für die Rolle als Nummer 1 in der deutschen Fußballnationalmannschaft. „Oliver Baumann hat es sehr gut gemacht. Das Vertrauen in ihn ist gerechtfertigt. Er spielt eine sehr gute Saison. Olli hat zwar noch keine WM gespielt, aber er ist erfahren genug. Er hat es sich verdient, die Quali-Spiele hat er gut gemacht“, sagte Köpke im Interview mit der „Deutschen Presse-Agentur“.

Köpke unterstreicht damit die Auffassung, dass fehlende Turnierpraxis nicht automatisch ein Nachteil sein muss, wenn die Form und Erfahrung stimmen. Sein Urteil stärkt die Debatte um die Torhüterposition im DFB-Team vor dem Großereignis 2026.

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Torhüter von Hoffenheim Oliver Baumann (Foto Depositphotos.com)

Parallele zu Köpkes eigener Karriere

Der Vergleich zur eigenen Laufbahn von Andreas Köpke ist naheliegend: Köpke war selbst schon im höheren Fußballeralter, als er die Nummer 1 der Nationalelf wurde. 1994 löste er nach der WM in den USA Bodo Illgner im DFB-Kasten ab. Zwei Jahre später spielte Köpke im Alter von 34 Jahren bei der EM in England sein erstes Turnier als Stammkeeper – und gewann mit der Mannschaft von Trainer Berti Vogts direkt den Titel.

Diese historische Parallele dient als Beispiel dafür, dass ein später Aufstieg zur Nummer 1 nicht zwangsläufig den Erfolg bei großen Turnieren ausschließt. Die Erfahrung und Formphasen im Klubfußball können einen ähnlichen Weg ermöglichen.

Baumann hat sich „Respekt erarbeitet“

Dass Baumann seinen Platz im deutschen Kasten sicher hat, steht eigentlich außer Frage. In dieser Saison spielte Baumann in den sechs Partien der WM-Qualifikation als einziger Nationalspieler die kompletten 540 Minuten. Auch bei den Testspielen in der Schweiz (Freitag, ab 20:15 Uhr, LIVE bei RTL) und am Montag in Stuttgart gegen Ghana (20:45 Uhr/ARD) soll er spielen.

Diese kontinuierlichen Einsätze in der Qualifikation und die anstehenden Länderspiele dienen dazu, seinen Status als erste Wahl weiter zu festigen. Die Senderangaben unterstreichen zudem die mediale Aufmerksamkeit, die den Begegnungen und damit auch Baumanns Auftritten zukommt.

Weg ins DFB-Team: Debüt, Konkurrenz und Trainerentscheidung

Baumann hatte erst im Herbst 2024 seine Länderspiel-Premiere gefeiert, als Marc-André ter Stegen erstmals verletzt ausfiel. Durch die Verletzung von ter Stegen kam Baumann in der WM-Qualifikation zum Zug und übernahm die Position zwischen den Pfosten.

Vor einem Jahr wurde er im Zweikampf mit dem Stuttgarter Alexander Nübel von Bundestrainer Julian Nagelsmann zur vorläufigen Nummer eins ernannt. Bisher bestritt der Hoffenheimer zehn DFB-Partien. Bei einem großen Turnier stand er aber noch nicht im Tor.

Baumanns Einschätzung zur eigenen Lage

Trotz der fehlenden Turnier-Erfahrung fühlt sich Baumann bereit für die große WM-Aufgabe im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko. „Ich glaube, ich habe mir in der WM-Qualifikation schon ein bisschen Respekt erarbeitet. Und spätestens wenn die anderen Teams bei der WM eine Gegneranalyse machen, werden sie feststellen, dass dieser Baumann kein ganz Schlechter ist“, sagte er im Interview der „Süddeutschen Zeitung“.

Mit diesen Worten bringt Baumann Selbstvertrauen und die Hoffnung zum Ausdruck, dass seine Leistungen in der Vorbereitung und Qualifikation auch auf internationalem Parkett anerkannt werden.

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