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·27 June 2026

Deutschland trotz Niederlage Gruppensieger – Frankreich und Spanien marschieren souverän weiter

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Die Vorrunde der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 biegt auf die Zielgerade ein und liefert die nächsten sportlichen Dramen. In einer dramatischen Konstellation musste die deutsche Nationalmannschaft zwar eine bittere Pleite hinnehmen, durfte sich aber am Ende dennoch über den Gruppensieg freuen. Währenddessen marschiert die französische Auswahl absolut makellos durch das Turnier und unterstreicht ihre Titelambitionen. Neben den großen Favoriten konnten am letzten Spieltag der Gruppenphase auch Belgien, Ägypten, die Niederlande, Japan und Spanien das Ticket für das Sechzehntelfinale lösen. Für die absolute Sensation der Vorrunde sorgten derweil die Kapverdischen Inseln, die sich erstmals in ihrer Verbandshistorie für die Runde der letzten 32 qualifizieren konnten.

Sane-Blitzstart reicht nicht: Deutschland patzt im MetLife Stadium gegen Ecuador

In der Gruppe E erlebte die DFB-Auswahl einen Abend mit gemischten Gefühlen. Die Mannschaft musste sich im amerikanischen MetLife Stadium unter der Leitung der US-Schiedsrichterin Tori Penso den kampfstarken Südamerikanern geschlagen geben.


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Dabei erwischte das deutsche Team einen absoluten Traumstart in die Begegnung. Bereits in der 2. Minute besorgte Leroy Sane vom türkischen Traditionsverein Galatasaray die frühe Führung. Die Freude währte jedoch nur kurz, da Nilson Angulo bereits in der 9. Minute den Ausgleich für die Ecuadorianer markierte. In der zweiten Halbzeit schockte Gonzalo Plata in der 77. Minute die deutsche Defensive mit dem Siegtreffer zum 2:1-Endstand für Ecuador. Da sich im Parallelspiel die Elfenbeinküste souverän mit 2:0 gegen Curacao durchsetzte, kam es an der Tabellenspitze zu einer Punktgleichheit. Trotz der Niederlage behielt Deutschland mit 6 Punkten aufgrund des besseren Torverhältnisses den ersten Platz vor den ebenfalls punktgleichen Afrikanern. Ecuador schob sich mit 4 Punkten auf Rang drei vor und besitzt nun glänzende Chancen auf das Weiterkommen über die Regelung der besten Gruppendritten.

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Foto: IHA

Hattrick-Gala von Dembele: Frankreich demütigt Norwegen im Boston Stadium

Ein echtes Offensivfeuerwerk brannte die Mannschaft von Nationaltrainer Didier Deschamps in der Gruppe I ab. Die Skandinavier hatten dem Spielwitz des Vizeweltmeisters im Boston Stadium über weite Strecken nichts entgegenzusetzen.

Ousmane Dembele avancierte zum überragenden Akteur des Abends und entschied die Partie quasi im Alleingang. Mit einem blitzsauberen Hattrick in der 7., 20. und 32. Minute schoss er eine komfortable Führung heraus. Den zwischenzeitlichen norwegischen Anschlusstreffer durch Thelo Aasgaard beantwortete Doue in der Nachspielzeit mit dem Treffer zum 4:1-Endstand in der 90.+4 Minute. Damit schloss Frankreich die Gruppenphase mit 9 Punkten ungeschlagen ab. Norwegen zieht trotz der Pleite mit 6 Punkten als Gruppenzweiter in die K.-o.-Phase ein. Im parallel ausgetragenen Duell deklassierte der Senegal den Irak mit 5:0 und rettete sich auf den dritten Tabellenplatz.

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Foto: IHA

VAR-Drama in der Nachspielzeit: Ägypten zittert sich ins Sechzehntelfinale

Hochdramatisch verliefen die Entscheidungen in der Gruppe G, in der sich die spielstarken Belgier schadlos hielten und Ägypten bis zur letzten Sekunde um den Einzug in die nächste Runde bangen musste.

Belgien kannte im BC Place Stadium keine Gnade mit Neuseeland und feierte einen Kantersieg. Für die Roten Teufel trafen Leandro Trossard mit einem Doppelpack (28., 50.), Kevin De Bruyne (66.), Romelu Lukaku (86.) sowie Alexis Saelemaekers (90.+4), während Elijah Just (84.) das einzige Tor für die Neuseeländer erzielte. Wesentlich enger ging es beim 1:1-Unentschieden zwischen Ägypten und dem Iran zu. Nach der frühen Führung durch Mahmoud Saber (5.) und einem vergebenen Elfmeter von Mehdi Taremi glich Ramin Rezaeian in der 14. Minute aus. In der 90.+5 Minute wurde der vermeintliche iranische Siegtreffer von Shoja Khalilzadeh nach dem Eingreifen des Videoschiedsrichters wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Durch diesen Punktgewinn rettete sich Ägypten ins Sechzehntelfinale und trifft dort auf Australien, während der Iran auf die Schützenhilfe anderer Plätze angewiesen ist.

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Foto: IHA

Brobbey zündet den Turbo: Niederlande gewinnen die Gruppe vor Japan

In der Gruppe F wurden die Weichen für die nächste Runde ebenfalls endgültig gestellt. Die Elftal untermauerte ihre Ambitionen mit einem verdienten Erfolg über die Nordafrikaner aus Tunesien.

Die Niederlande bezwangen Tunesien mit 3:1 und sicherten sich mit 7 Punkten den Platz an der Sonne. Die Partie begann optimal, als Ellyes Skhiri in der 7. Minute ein Eigentor unterlief und Brian Brobbey nur Sekunden später auf 2:0 erhöhte. Den Anschlusstreffer von Hazem Mastouri konterte Jan van Hecke in der 62. Minute mit dem entscheidenden dritten Treffer. Die Niederländer treffen im Sechzehntelfinale auf Marokko. Den zweiten direkten Platz sicherte sich Japan durch ein 1:1-Remis gegen Schweden. Die Führung von Daizen Maeda (56.) glich Anthony Elanga (62.) postwendend aus. Mit 5 Punkten geht es für Japan nun gegen Brasilien, während Schweden mit 4 Punkten auf dem dritten Rang verweilt.

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Muslera-Bock besiegelt Uruguay-Aus: Kap Verde schafft das historische Wunder

Die größte Überraschung des gesamten bisherigen Turniers ereignete sich in der Gruppe H. Während der europäische Schwergewicht das Minimalziel erreichte, verabschiedete sich ein Mitfavorit unter dramatischen Umständen aus dem Turnier.

Spanien reichte ein knapper 1:0-Erfolg gegen Uruguay, um sich den Gruppensieg zu sichern. Das goldene Tor des Abends erzielte Alex Baena in der 42. Minute nach einem schweren Torwartfehler des ehemaligen Galatasaray-Keepers Fernando Muslera. Durch diese Niederlage schied Uruguay vorzeitig aus dem Turnier aus. Zum großen Nutzniesser dieser Konstellation wurden die Kapverdischen Inseln. Dem Außenseiter genügte ein hart umkämpftes 0:0-Unentschieden gegen Saudi-Arabien, um sensationell auf den zweiten Tabellenplatz vorzurücken. Der Inselstaat steht damit zum ersten Mal überhaupt in der Runde der letzten 32 einer Weltmeisterschaft und fordert im kommenden K.-o.-Spiel den amtierenden Weltmeister Argentinien heraus.

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