Deutschlands Niederlage: Jürgen Klopp entsetzt: „Wir haben nicht funktioniert“ | OneFootball

Deutschlands Niederlage: Jürgen Klopp entsetzt: „Wir haben nicht funktioniert“ | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: Fussballnationalmannschaft.net

Fussballnationalmannschaft.net

·30 June 2026

Deutschlands Niederlage: Jürgen Klopp entsetzt: „Wir haben nicht funktioniert“

Article image:Deutschlands Niederlage: Jürgen Klopp entsetzt: „Wir haben nicht funktioniert“

Jürgen Klopp hat das bittere WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft mit scharfen Worten kommentiert. Nach dem 3:4 im Elfmeterschießen gegen Paraguay im Sechzehntelfinale von Foxborough sprach der MagentaTV-Experte von einem Spiel, in dem aus deutscher Sicht vieles nicht zusammenlief.

Article image:Deutschlands Niederlage: Jürgen Klopp entsetzt: „Wir haben nicht funktioniert“

MagentaTV-Experte Jürgen Klopp im New Yorker Studio analysiert nach dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste den möglichen deutschen Sechzehntelfinal-Gegner. (Screenshot: MagentaTV)


OneFootball Videos


Deutschland – Paraguay1/16

Mo 29.06. · 22:30 Uhr · ZDF

Klopp kritisiert fehlende Durchschlagskraft

„Es gibt 500.000 Wege, ein Fußballspiel zu gewinnen. Du musst nur einen finden“, sagte Klopp nach der Niederlage. Für ihn war klar, dass die DFB-Auswahl ihr Ziel verfehlt habe: „Es gab nur ein Ziel, einen Traum, der ist geplatzt. Es war dramatisch. Wir haben nicht funktioniert.“

Besonders bemängelte der frühere Liverpool-Coach die mangelnde Kreativität im Offensivspiel. Die Mannschaft habe „zu wenig kreiert“, erklärte er. Der Weg über die Außen müsse zwingend gesucht werden: „Du musst über die Flügel kommen. Es gibt keine Alternative. Wir wissen alle, wie gut die Jungs spielen können, aber das haben sie nicht auf den Platz bekommen.“

Druck, Kopf und verpasste Wende

Klopp sieht die Ursache nicht nur im Spiel mit dem Ball, sondern auch im Kopf. Der Fußball-Chef des Red-Bull-Imperiums sagte, in drei Monaten werde wieder über Florian Wirtz und Jamal Musiala geschwärmt werden, „wie großartig sie sind. Aber eben nicht jetzt.“ Auch die besondere Drucksituation habe eine Rolle gespielt. „Paraguay hatte die Möglichkeit, etwas zu erreichen“, betonte Klopp. „Deutschland hatte den Druck, etwas zu erreichen.“

Aus seiner Sicht fehlten der Mannschaft die nötigen Tempowechsel und die letzte Entschlossenheit. „Jeder im Stadion hat gedacht: Jetzt drehen sie es! Haben wir aber nicht. Wir haben sie vom Haken gelassen.“ Genau diese verpasste Wende machte Klopp als einen der entscheidenden Punkte aus.

Tah-Tor und Reformforderungen beim DFB

Auch das wegen Torhüterbehinderung aberkannte Kopfballtor von Jonathan Tah in der Verlängerung ließ Klopp ratlos zurück. „Wenn dieses Tor irregulär ist, wird Arsenal nicht englischer Meister. Wir gewinnen das Spiel, wenn der Ball drin ist“, sagte er. Nach seiner Einschätzung hätte der Treffer zählen müssen und dem Spiel eine andere Richtung gegeben.

Darüber hinaus forderte Klopp strukturelle Konsequenzen. Beim DFB müsse sich „hundertprozentig ein paar Dinge verändern“, meinte er. Als Denkansatz nannte er sogar die Nachwuchsarbeit: „Da können wir bei der U10 anfangen und ein paar Jahre warten, was oben rauskommt.“

View publisher imprint