come-on-fc.com
·2 August 2026
Die Said-El-Mala-Frage: So kontrovers sehen Fans des 1. FC Köln einen Transfer des Shootingstars

In partnership with
Yahoo sportscome-on-fc.com
·2 August 2026


Erik Stalleicken
2 August, 2026
Bleibt er in Köln? Wechselt er nach Dortmund? Gibt es noch weitere Interessenten? Hinter Said El Mala stehen viele Fragezeichen. Das Thema wird heißt diskutiert. Auch, weil auf der einen Seite ein Abgang sportlich schmerzhaft wäre, auf der anderen Seite aber ordentlich Geld einbringen würde. Wir haben mit einigen Fans gesprochen.
Said El Mala bei der Saisoneröffnung des 1. FC Köln
Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.



Die lange Schlange vor dem Autogramm-Platz von Said El Mala war bezeichnend. Der 19-Jährige ist zweifelsfrei der Star der Mannschaft. Die Frage ist aber durchaus, wie lange noch. Viele Fans wünschen sich zunächst einmal einen Verbleib des Youngsters. Dazu gehört auch FC-Fan Justin. Er würde El Mala „mindestens noch ein Jahr behalten“. Der Offensivspieler habe sich inzwischen in der Bundesliga zurechtgefunden und bereits gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. „Er kennt die Liga jetzt und hat schon gut performt. Wenn er sich weiterentwickelt, kann man beim späteren Verkauf vielleicht sogar noch mehr rausholen“, so der Kölner Anhänger. Aktuell beträgt der Marktwert laut transfermarkt.de 45 Millionen Euro und damit nur knapp weniger als die kolportierten 50 Millionen, die der FC gerne hätte.
Der Kölner Anhänger Martin versteht, dass der FC in den Verhandlungen hart bleibt. „Said hat einen langfristigen Vertrag bei uns und das gibt uns die Möglichkeit, auf ein Angebot zu warten, das passt“, sagt der FC-Fan. Zwar glaube er, dass Borussia Dortmund noch einmal nachlegen wird, dennoch würde er sich einen Verbleib des Angreifers wünschen. „Ich glaube nicht, dass wir so schnell einen adäquaten Ersatz finden würden, auch wenn wir viel Geld bekommen würden. Ich denke Said täte ein weiteres Jahr beim FC ebenfalls gut. Er könnte hier weiter reifen und dann vielleicht im nächsten Sommer über noch größere Vereine als den BVB nachdenken. Das wäre für beide Seiten eine Win-win-Situation.“ Tatsächlich gibt es durchaus auch beim FC Stimmen, die eine Marktwertsteigerung mindestens für realistisch halten.
Doch nicht jeder teilt diese Einschätzung. Für Dauerkarteninhaber Detlef, wird El Mala derzeit überschätzt. „Im heutigen Fußball wird nach zwei Toren und einem Assist schon vom nächsten Wunderstürmer gesprochen“, sagt er. Er sehe nicht das außergewöhnliche Talent, das die aufgerufenen Summen rechtfertige. Sollte tatsächlich ein Angebot jenseits der 30-35 Millionen auf dem Tisch liegen, wäre seine Entscheidung eindeutig: „Dann würde ich ihn sofort verkaufen.“
Dass ein Verkauf aber nur zum richtigen Preis infrage kommt, betont FC-Fan Oliver. Für ihn darf Köln jetzt nicht einknicken. „Ich würde El Mala auf keinen Fall unter Wert verkaufen. Wenn sich der Verein eine Grenze von 50 Millionen Euro gesetzt hat, dann sollte er sich auch daran halten. Wenn Dortmund das nicht zahlen will, soll er lieber bleiben.“
Auch FC-Fan Albert sieht beide Seiten der Medaille. „Entweder er bleibt bei uns und schießt seinen Marktwert weiter nach oben, weil er hier regelmäßig spielt. Oder das Angebot ist so gut, dass wir genügend Geld bekommen um Ersatz zu holen“, sagt er. Deshalb könne er mit beiden Lösungen leben: „Natürlich wäre es schön, wenn er bleibt. Aber wenn das Geld passt und er geht, ist das auch okay.“
Die unterschiedlichen Meinungen zeigen die Komplexität dieser Frage. Zwar würde ein Verkauf dem FC auf einen Schlag enorme finanzielle Möglichkeiten eröffnen, gleichzeitig aber einen Spieler kosten, der sportlich nur schwer zu ersetzten wäre. Die 13 Tore und fünf Assists hatten einen maßgeblichen Anteil am Kölner Klassenerhalt. Sollte durch einen Verkauf dieses Ziel in Gefahr rücken oder sogar verfehlt werden, könnte der wirtschaftliche Schaden durch Abstieg schwerer wiegen als der temporäre Gewinn durch den Verkauf. Ein Verbleib könnte die Chance bieten, El Malas Marktwert weiter zu steigern und im nächsten Sommer für noch mehr Geld zu verkaufen – zumal Neu-Nationaltrainer Jürgen Klopp Spieler wie ihn bereits als Kandidaten für die DFB-Elf ins Spiel gebracht hat. Garantien gibt es allerdings nie. Bleibt seine Entwicklung aus oder verläuft sogar rückläufig, könnte sein Marktwert ebenso wieder sinken. Am Ende birgt deshalb jede Entscheidung Chancen und Risiken. Erst die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, welcher Weg der richtige gewesen wäre.
Live







































