Frühes-Tor.de
·24 July 2026
Die wichtigsten Botschaften von Jürgen Klopp auf der DFB-PK

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Bild: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images
Jürgen Klopp hat Fußball-Deutschland emotional angezündet. Seine wichtigsten Botschaften im Überblick.
Jürgen Klopp ist neuer Bundestrainer. Der 59-Jährige legte auf der Pressekonferenz in Frankfurt bereits einen Auftritt auf Top-Niveau hin. Knapp 60 Minuten fesselte er Berichterstatter und Fans gleichermaßen mit seinen emotionalen Aussagen. Dabei hatte der frühere Trainer von Borussia Dortmund und FC Liverpool einige wichtige Botschaften für Fußball-Deutschland zu übermitteln:
Klopp machte den Berichterstattern sofort klar: Falschmeldungen oder persönliche Angriffe wird er nicht dulden: „Wenn ihr euch danebenbenehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg, um es klar zu sagen.“
Klopp betonte, seine primäre Aufgabe sei es, dass Deutschland wieder besser und intensiver Fußball spiele. „Bisschen intensiver hätte es bei der WM schon sein können“, witzelte Klopp. Er legte sich zudem auf eine Viererkette für die Abwehr fest.
„Jeder darf sich warmlaufen“: Jürgen Klopp will zahlreichen deutschen Spielern eine Chance geben. Dabei hat er mehrere Gruppen im Blick, zum Beispiel die U-17-Weltmeister von 2023, die deutschen Spieler im Ausland, aber auch jene Spieler, die bislang für Deutschland spielten, will er nicht abschreiben. Zudem betonte er, Deutschland habe sehr viele gute Spieler und Talente.
Vorgänger Julian Nagelsmann wurde unter anderem für seinen Arbeitseifer kritisiert. Klopp schützte zwar seinen Kollegen, betonte aber über sich: „Ich habe schon immer mehr gearbeitet.“ Klopp wird den Bundestrainerjob als Workaholic angehen. Er werde sich viele Spiele im Stadion ansehen und auch Spieler im Ausland besuchen.
Das Trainerteam besteht aus Klopps langjährigen Assistenten Peter Krawietz und Pepijn Lijnders. Dazu holt er sich Sven Bender, den er aus Dortmunder Zeiten bestens kennt. Bender schließt nämlich eine Lücke im Team: Er bringt Erfahrung als früherer deutscher Nationalspieler mit.
Die rückständigen Strukturen beim DFB, wozu auch die Bereiche Kommunikation und Strategie zählen, will Klopp ebenfalls ändern. Dafür wird sein Manager Marc Kosicke nun auch ein „Co-Trainer“, der sich um diese Bereiche kümmert. Kosicke legt dafür alle Jobs ab, die der Aufgabe im Weg stehen.
Klopp sendete auch eine Botschaft an den FC Bayern: „Keiner muss sich Sorgen machen, dass ich aufgrund meiner BVB-Vergangenheit jetzt nur Dortmunder Spieler nominiere.“ Ähnliches gelte für RB Leipzig, auch „wenn die super Spieler haben.“
Klopp hielt über Minuten eine Ode an den Fußball und warb für die Einheit zwischen deutscher Nationalmannschaft und Fans. „Fußball hat die Kraft, Leute zusammenzubringen.“ Er habe bei der WM so viele Fans mit Vorfreude und Leidenschaft erlebt. Er wolle, dass wenn die Fans nach einem Spiel nach Hause gehen, sagen: „Wow, das hat Spaß gemacht.“
Deutschland liegt zwar nicht mehr in den Top Ten der Weltrangliste, es hat auch nicht in der Quantität die Qualität wie Frankreich zum Beispiel, aber eine deutsche Mannschaft mit der richtigen Einstellung und den passenden Strukturen kann im richtigen Moment jede Mannschaft der Welt besiegen.
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