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·8 April 2026
Eintracht-Ansage: Krösche muss Transferplus erwirtschaften

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·8 April 2026

Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche hat für den Transfersommer einen wichtigen Auftrag erhalten. Er muss ein saftiges Transferplus erwirtschaften, um den Verein finanziell über Wasser zu halten.
Das Transfermodell des Bundesliga-Klubs Eintracht Frankfurt ist seit Jahren ähnlich und auch der Grund für die sportlichen Erfolge: Junge talentierte Spieler werden für günstige Summen eingekauft, im Verein gefördert und nach wenigen Jahren anschließend mit einem hohen Gewinn an Top-Klubs weiter transferiert.
Gerade in der Offensive erhielt die Eintracht nur für die drei Namen Kolo Muani, Omar Marmoush und Hugo Ekitiké zuletzt ganze 270 Millionen Euro. Man könnte meinen, die Hessen schwimmen im Geld, hört man diese horrenden Zahlen. Doch dem ist nicht so. Stattdessen hat Markus Krösche als sportlicher Verantwortlicher für die Transfers in diesem Sommer den Auftrag seines Vereins bekommen, ein großes Transferplus zu erwirtschaften, um finanzielle Missstände auszugleichen.
Denn: Im vergangenen Sommer wies die SGE ein Minus von 8,4 Millionen Euro aus. Diese Zahl könnte im Laufe der aktuellen Saison sogar noch auf 20 Millionen Euro fallen. Grund dafür sind die Ausgaben, die durch die hohen Erlöse ebenfalls ansteigen. Vor zwei Jahren etwa betrugen die Personalkosten noch 141,4 Millionen Euro, letzte Saison waren es bereits 177,3 Millionen Euro. Auch in der diesjährigen Spielzeit dürften diese Kosten weiter angestiegen sein.
Daher gilt einmal mehr für Krösche und Co., die gute Arbeit auf dem Transfermarkt der letzten Jahren in der kommenden Transferperiode fortzusetzen und reichlich Geld für Spieler wie Nathaniel Brown (22), Nnamdi Collins (22) oder Hugo Larsson (21) einzunehmen. Diese Namen nennt nämlich die BILD-Zeitung, wenn es um Abgangskandidaten geht.
Beachten muss man bei den hohen Ablösesummen der letzten Jahre, dass ein großer Teil nicht in die Kassen der Eintracht fließt, sondern auch Berater oder beteiligte Vereine mit dem Ablösebetrag bezahlt werden müssen. Bei Ekitike etwa, der vergangenes Jahr für rund 95 Millionen Euro zum FC Liverpool wechselte, betrug der tatsächliche Gewinn für die SGE gerade mal die Hälfte.

Foto: IMAGO
Finanz-Boss Julian Zamberk sagte dazu zuletzt: „Nicht falsch verstehen: 50 Millionen sind ein überragend gutes Ergebnis. Und wenn du mir sagen würdest, dass ich für die nächsten 10 Jahre garantiert einen 50-Millionen-Überschuss aus Transfers hätte, würde ich es unterschreiben.“ Der Zamberk weiter: „Aber es relativiert so diese reißerischen Überschriften. Das ist ein Teil der Antwort, weil es nicht immer eine einfache Milchmädchenrechnung ist.“









































