FC Schalke 04
·16 May 2026
Eintracht Braunschweig: Über die Ziellinie schreiten

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Ein letzter Schritt fehlt Eintracht Braunschweig, um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga perfekt zu machen. Vorarbeit leisteten die Löwen beim Saisonabschluss vor den eigenen Fans, bei dem sie sich in einer aufregenden Schlussphase drei Punkte gegen Dynamo Dresden sicherten. Zu verdanken war das vor allem einem herausragenden früheren Knappen.
Wer der Mann des Spiels war, darüber brauchte wohl kein Zuschauer lange zu philosophieren. Ganz offensichtlich hätten die Löwen ihr immens wichtiges Heimspiel wohl kaum ohne Keeper Ron-Thorben Hoffmann mit 2:1 gewonnen. Der ehemalige Torwart des FC Schalke 04 brachte die im Verlauf immer stärker werdenden Gäste mit seinen Paraden zur Verzweiflung – ein gehaltener Elfmeter Mitte der zweiten Halbzeit krönte seine Leistung. „Ich bin sehr stolz auf uns, dass wir das so gezogen haben“, sagte der Heilsbringer anschließend. „Wir haben es mit Leib und Seele im Verbund verteidigt und uns damit mit drei Punkten belohnt.“
Sein Chef-Trainer Lars Kornetka räumte ein: „Das Wort Glück kann man heute bei den Glückwünschen mit einbeziehen. In der Crunchtime haben wir ziemlich viele Chancen des Gegners zugelassen, die Expected-Goals-Werte sprechen da eine klare Sprache.“ Doch der Coach konnte sich in eben jener Phase auf einen starken Rückhalt verlassen, so dass er resümierte: „Wir haben es uns in der Saison erarbeitet, dass wir dieses Glück hinten auch mal auf unserer Seite haben und uns vorne für die Dinge, die uns vorgelegt werden, mit den wenigen Möglichkeiten belohnen.“
Durch den Erfolg im abschließenden Heimspiel winkt auch insgesamt ein rühmliches Ende einer wieder einmal durchwachsenen Saison: Braunschweig belegt mit 37 Zählern Platz 14. Die punktgleiche Fortuna aus Düsseldorf (Platz 15) muss im Saisonfinale bei der SpVgg Greuther Fürth ran, die den vorletzten Rang einnimmt und auf die Eintracht drei Punkte Differenz sowie ein um fünf Treffer schlechteres Torverhältnis aufweist. Ein direkter Abstieg scheint daher vermeidbar, wenngleich auch noch nicht gänzlich ausgeschlossen.
Umgehen würden alle Beteiligten in Niedersachsen sicherlich ebenfalls gerne die Teilnahme an der Relegation, mit der erst vergangenes Jahr Bekanntschaft gemacht wurde. Stand jetzt muss Arminia Bielefeld nachsitzen. Bei nur einem Punkt Abstand ist aber auch der 16. Platz noch lange nicht ausgespielt. Aus Sicht des BTSV wäre mit einem Sieg auf Schalke der Klassenerhalt geschafft. Bei einem Punktgewinn dürfte Bielefeld parallel nicht gegen Hertha BSC gewinnen. Und selbst bei einer Niederlage ist mit Schützenhilfe die sofortige Rettung möglich. Bei insgesamt fünf Mitkonkurrenten dürfte es bis zum Abpfiff in allen Stadien spannend bleiben.
Lars Kornetka stellt seine Mannschaft jedenfalls auch auf ein dramatisches Finale ein: „Wir sind darauf vorbereitet, dass es in dieser Saison bis zur letzten Sekunde geht.“ Danach möchte der 48-Jährige seinen bisher größten Erfolg als Chef-Coach feiern. In Braunschweig übernahm er Mitte März die Geschicke von Heiner Backhaus und persönlich erstmals ein Amt in vorderster Front. Bis dahin arbeitete er als Co-Trainer von Ralf Ragnick bei der österreichischen Nationalmannschaft. Als langjähriger und renommierter Video-Analyst war er unter dessen Leitung und darüber hinaus in den Jahren 2011 bis 2013 auch schon beim S04 tätig.
Anschließend führte sein Weg immer näher an die Seitenlinie. Über Stationen wie Bayern München, Bayer Leverkusen oder RB Leipzig fand er schließlich 2022 zum ÖFB. Den wird er während der Weltmeisterschaft an der Seite von Rangnick weiter unterstützen. Ab Spätsommer konzentriert sich Kornetka dann ligaunabhängig ausschließlich auf die Eintracht.
Bevor der Chef-Trainer allerdings seine Zelte temporär in den USA aufschlägt, wo Österreich alle seine drei Vorrundenspiele austrägt, geht es einzig und allein um den BTSV und darum, sich am 34. Spieltag für die kommende Zweitligasaison zu qualifizieren. Dafür wird Kornetka einmal mehr Ron-Thorben Hoffmann zwischen den Pfosten vertrauen. Der Torhüter führt seine Elf zeitgleich auch als Kapitän aufs Feld. Vor ihm verteidigen Kevin Ehlers und Lukas Frenkert.
Im Mittelfeld kommt es auf die Dienste von Sechser Max Marie an, einen Tick offensiver agiert mit Lino Tempelmann ein weiterer früherer Knappe. Diese Bezeichnung trifft auch auf den Topscorer der Löwen zu: Mehmet Can Aydin. Das Schalker Eigengewächs beackert seit Anfang der Saison die rechte Schiene bei den Niedersachsen und kommt auf acht Torbeteiligungen (fünf Treffer, drei Assists). Knapp dahinter rangiert Stürmer Erencan Yardimci, dem bisher fünf Tore und eine Vorlage glückten.







































