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·26 April 2026

Eintracht Frankfurt gewinnt Verfolgerduell

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Eintracht Frankfurt hat in der Google Pixel Frauen-Bundesliga die gute Ausgangslage im Rennen um den dritten Platz, der am Saisonende die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb bedeutet, gefestigt. Das Team von Trainer Niko Arnautis setzte sich am 23. Spieltag 3:1 (2:0) gegen den VfL Wolfsburg durch und verkürzte mit dem vierten Sieg in Serie den Rückstand auf den Tabellenzweiten auf vier Punkte.

Vor 4722 Zuschauer*innen im Stadion am Brentanobad brachte Nationalspielerin Nicole Anyomi (27.) die Gastgeberinnen in Führung. Ereleta Memeti (44.) und Nadine Riesen (46.) bauten den Vorsprung kurz vor und kurz nach der Pause weiter aus. Für den Wolfsburgerinnen reichte es nur noch zum 1:3 durch Janina Minge (84., Handelfmeter).


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Arnautis: "Haben hochverdient gewonnen"

"Wir haben hochverdient gewonnen", sagte Eintracht-Trainer Niko Arnautis im Interview mit MagentaSport. "Das Spiel hätte ehrlicherweise noch höher ausgehen können. Wir haben die Partie sowohl taktisch als auch spielerisch dominiert. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. In der Hinrunde haben wir ein paar Punkte liegengelassen, die fehlen uns aktuell auf Platz zwei. Wir wollen unsere Aufgaben erledigen, indem wir Platz drei sichern und uns international qualifizieren."

Frankfurts Torschützin Nadine Riesen meinte: "Ich bin auf jede Spielerin ultra stolz. Man hat gemerkt, dass wir jeden Zweikampf angegangen sind. Das hat super viel Spaß auf dem Platz gemacht. So wünscht man sich einen Sieg."

Wolfsburgs Torhüterin Nelly Smolarczyk erklärte: "Ich bin froh, dass ich mein Bundesliga-Debüt geben konnte. Nächste Woche schreibe ich mein Abitur, daher war es vermutlich ganz gut, dass mein Einsatz kurzfristig kam und ich mir keinen Kopf machen musste. Das Ergebnis ist natürlich nicht das, was wir uns vorgestellt haben."

VfL-Trainer Stephan Lerch sagte: "Glückwunsch an Eintracht Frankfurt zum verdienten Sieg. Wir waren nicht griffig genug und in den Zweikämpfen nicht so drin, um das Tempo der Eintracht zu verteidigen. Im zweiten Durchgang haben wir nochmal alles versucht. Unser Treffer ist ein wenig zu spät gefallen. Unter dem Strich reicht es dann nicht, um auf diesem Level zu bestehen."

Erkältung bremst Freigang

Im Vergleich zum 2:1-Auswärtssieg beim 1. FC Köln vor der Länderspielpause nahm Eintracht-Trainer Niko Arnautis fünf Veränderungen in seiner Anfangsformation vor. Jella Veit, Noemi Ivelj und Remina Chiba nahmen zunächst auf der Bank Platz, Kapitänin Laura Freigang (Erkältung) und Dilara Acikgöz gehörten nicht zum Aufgebot. Dafür starteten Amanda Ilestedt, die ihr Startelf-Comeback nach langer Verletzungspause gab, sowie Nina Lührßen, Elisa Senß, Ereleta Memeti und die frühere Wolfsburgerin Rebecka Blomqvist. Die Spielführerinnenbinde trug die Schweizerin Geraldine Reuteler.

Beim VfL Wolfsburg stellte Trainer Stephan Lerch sein Team gegenüber dem 0:0 im Nachholspiel beim SV Werder Bremen auf vier Positionen um. Sophia Kleinherne, Thea Bjelde, Lena Lattwein und Smilla Vallotto ersetzten die rotgesperrte Janou Levels sowie Maria-Joelle Wedemeyer, Judit Pujols und Justine Kielland (alle Bank).

Zahlreiche Wiedersehen

Verletzungsbedingt fehlten bei den Wölfinnen neben der langjährigen DFB-Kapitänin Alexandra Popp (muskuläre Verletzung in der Wade) auch Kessya Bussy und Nationalstürmerin Vivien Endemann (beide Knieprobleme). Cora Zicai ist zwar wieder im Mannschaftstraining, die Partie kam für sie aber noch zu früh. Für die ebenfalls rotgesperrte Torhüterin Stina Johannes sollte eigentlich erneut Martina Tufekovic zwischen den Pfosten stehen. Aufgrund von muskulären Problemen beim Aufwärmen sprang aber kurzfristig Nelly Smolarczyk ein.

Auf beiden Seiten gab es für mehrere Spielerinnen ein Wiedersehen mit ihrem Ex-Klub. Ebenso wie Stina Johannes trugen auch die beiden Wolfsburger Nationalverteidigerinnen Sophia Kleinherne und Camilla Küver früher das Eintracht-Trikot. Im Frankfurter Aufgebot standen mit Rebecka Blomqvist sowie Sara Doorsoun und Pia-Sophie Wolter drei frühere VfL-Spielerinnen.

Frankfurterinnen erspielen sich Übergewicht

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase mit vielen intensiven Zweikämpfen erspielten sich die Frankfurterinnen allmählich ein Übergewicht. Eine Flanke von Geraldine Reuteler senkte sich an die Latte. Einen Konter der Eintracht über Rebecka Blomqvist konnte Wolfsburgs Camilla Küver im letzten Moment entschärfen. Wenige Augenblicke verhinderte Wolfsburgs Torhüterin Nelly Smolarczyk gegen Nicole Anyomi einen Treffer. Einige Minuten später hatte die deutsche Nationalspielerin aber doch Grund zum Jubeln. Einen Doppelpass mit Rebecka Blomqvist vollendete Nicole Anyomi (27.) zum 1:0.

Auch nach der Führung blieben die Frankfurterinnen am Drücker. Einen Schuss von Blomqvist konnte Smolarczyk noch an die Latte lenken. Ereleta Memeti zielte von der Strafraumgrenze knapp am Wolfsburger Tor vorbei. Die Wolfsburgerinnen kamen kurz vor der Pause zu ihrer ersten großen Gelegenheit. Nach einer Ablage verfehlte der Versuch von Ella Peddemoors aber das Ziel. Stattdessen waren die Frankfurterinnen im ersten Durchgang nochmal erfolgreich. VfL-Verteidigerin Camilla Küver konnte die Hereingabe von Rebecka Blomqvist nicht entscheidend klären, sodass Ereleta Memeti (44.) einschieben konnte. Mit dem Stand von 2:0 ging es auch in die Kabine.

Riesen erhöht kurz nach der Pause

Schon wenige Sekunden nach Beginn der zweiten Halbzeit baute Eintracht Frankfurt die Führung weiter aus. Einen Schuss aus der Distanz von Nadine Riesen (46.) bekam Wolfsburgs Torhüterin Nelly Smolarczyk nicht zu fassen, sodass der Ball durch die Hände zum dritten Treffer der Partie durchrutschte. Den Wolfsburgerinnen wäre fast die schnelle Antwort gelungen. Lineth Beerensteyn traf in aussichtsreicher Position aber den Ball nicht richtig. Die übrigen Offensivbemühungen des VfL hatte Eintracht Frankfurt zunächst aber im Griff.

Erst nach über einer Stunde wurden die Wolfsburgerinnen wieder gefährlich. Thea Bjelde verpasste ein hohes Zuspiel knapp, sodass Eintracht-Torhüterin Lina Altenburg klären konnte. Einige Minuten später lenkte die deutsche U 23-Nationalspielerin einen Schuss von Bjelde sehenswert über die Latte. Die nachfolgende Ecke sorgte nicht für Gefahr. In der Schlussphase konnte der VfL Wolfsburg dennoch verkürzen. Die eingewechselte Frankfurterin Hayley Raso war mit dem Arm am Ball. Den darauffolgenden Handelfmeter nutzte VfL-Kapitänin und Nationalspielerin Janina Minge (84.) zum 1:3. Die Wolfsburgerinnen bemühten sich um einen weiteren Treffer, der aber nicht mehr fallen sollte.

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