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·17 June 2026

England bei der WM: Tuchel will Hymne noch nicht mitsingen

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Thomas Tuchel bleibt bei seiner WM-Premiere für England auch vor dem Auftakt der Titeljagd zurückhaltend, wenn es um die Nationalhymne geht. Vor dem Duell mit Kroatien am heutigen Mittwoch um 22.00 Uhr MESZ, live bei ZDF und MagentaTV, will der 52-Jährige „God Save the King“ weiterhin nicht mitsingen. „Ich glaube, so weit sind wir noch nicht“, sagte Tuchel dem Telegraph, ergänzte aber: „Vielleicht ganz am Ende.“

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Englands Teammanager Thomas Tuchel beobachtet eine öffentliche Trainingseinheit der englischen Nationalmannschaft. Die Session fand am 13. Juni 2026 in Kansas City statt. Richard Pelham / Getty Images


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Debatte um „God Save the King“ begleitet Tuchel seit Monaten

Seit seiner Vorstellung auf der Insel im Oktober 2024 sorgt Tuchels Verhalten bei der Hymne für Diskussionen. Für viele englische Fans ist es ein Ärgernis, dass sich der Nationalcoach während „God Save the King“ zurückhält. Tuchel selbst steht jedoch klar zu seiner Linie. Schon im vergangenen Jahr hatte er betont: „Zunächst einmal habt ihr eine sehr kraftvolle, emotionale und bedeutungsvolle Nationalhymne, und ich könnte nicht stolzer sein, an der Seitenlinie zu stehen und die englische Nationalmannschaft zu leiten“ sagte er. „Es bedeutet alles. Aber ich spüre, dass es so bedeutungsvoll, so emotional und so kraftvoll ist, dass ich mir das Recht, sie zu singen, erst verdienen muss.“

Tuchel will sich das Mitsingen erst verdienen

Der frühere Bayern- und BVB-Coach machte zudem deutlich, dass er die Hymne nicht als Selbstverständlichkeit sieht. „Das Gefühl, dass es nicht einfach so selbstverständlich ist. Man kann sie nicht einfach so singen“, erklärte er. Sollte England unter seiner Führung bis ins Finale am 19. Juni vor den Toren New Yorks kommen, würde Tuchel sein Schweigen womöglich erstmals brechen. Der Weg dorthin ist allerdings noch lang, und der Deutsche gibt sich weiter vorsichtig. Er sei noch „ein bisschen schüchtern“, sagte Tuchel und ergänzte: „Ich möchte niemanden vor den Kopf stoßen und möchte, dass das jetzt nicht im Mittelpunkt steht.“

Auch Prinz William fragt nach

Für den Fall der Fälle hat Tuchel sich dennoch vorbereitet. Der Text sei „nicht so schwierig“, sagte er mit Blick auf Prinz William, der die Mannschaft vor dem Abflug in die USA besucht und bei der Hymne nachgehakt hatte. Der britische Thronfolger hatte damit also ebenfalls einen Blick auf das Thema, das den deutschen Nationaltrainer in England seit Monaten begleitet.

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