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·1 July 2026

England heute bei der WM: Gegen Kongo endlich überzeugend?

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England steht nach dem 2:0 gegen Panama zwar mit Platz eins in Gruppe L da, doch der Auftritt ließ erneut Fragen offen. Gegen die tief stehenden Gegner fehlen Thomas Tuchels Three Lions bislang klare Lösungen, auch wenn die individuelle Klasse immer wieder Ergebnisse liefert. Heute am Mittwoch wartet nun die DR Kongo im Sechzehntelfinale, eine lösbare Aufgabe für das Team des deutschen Coaches. Im weiteren Turnierverlauf könnten aber deutlich härtere Prüfsteine folgen, darunter Gastgeber Mexiko, Brasilien oder Argentinien.

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Englands Jude Bellingham bejubelt mit seinen Teamkollegen das 1:0 im Gruppenspiel der Gruppe L bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gegen Panama. Die Partie fand am 27. Juni 2026 im New York New Jersey Stadium in East Rutherford, New Jersey, statt. Mattia Ozbot / Getty Images


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England Kongo1/16

Mi 01.07. · 18:00 Uhr · ARD

Viel Kontrolle, wenig Durchschlagskraft

England agiert nicht schlecht, aber eben auch nicht so überzeugend, dass der Weg ins Finale schon wie ein freier Gang über roten Teppich wirkt. Dass die Gegner zumeist mit tiefem Block verteidigen würden, war absehbar. Umso erstaunlicher ist, dass Tuchels Mannschaft weiterhin keine klaren Muster entwickelt hat, um solche Abwehrreihen konsequent zu knacken.

Oft müssen Jude Bellingham und Harry Kane mit ihren Einzelaktionen die Partie tragen. Das ist für Spieler dieser Qualität zwar normal, deckt aber die strukturellen Schwächen nur zu. Genau darin liegt das Problem für England.

Wacklige Defensive und stockende Flügel

Besonders die Defensive, eigentlich das Prunkstück der Briten, gerät immer stärker unter Druck. In der Qualifikation hatte das Team mit acht Siegen und ohne Gegentor noch enorme Stabilität gezeigt, doch inzwischen wackelt dieses Fundament spürbar. Selbst gegen Panama ließ England rund zehn Abschlüsse und vier Torchancen zu. Das Gegenpressing funktioniert meist ordentlich, aber sobald ein Spieler nicht konsequent mitarbeitet, gerät das Gebilde ins Wanken. Auch im eigenen Strafraum fehlt immer wieder die letzte Zugriffsstärke, was stärkere Gegner bestrafen können.

Dazu kommen Probleme im Mittelfeld, wo die Suche nach dem Schalter für mehr Tempo mit und gegen den Ball läuft. Auf den Außenbahnen stellt sich zugleich die Frage, warum hochveranlagte Profis wie Bukayo Saka, Noni Madueke, Marcus Rashford und Anthony Gordon zu häufig hängen bleiben und dabei sogar Tempo aus manchen Angriffsaktionen nehmen, statt mutig durchzuziehen.

Rogers enttäuscht, Rice hilft zurück

Auch die Statik des Teams ist ein Thema. Das 4-3-3 gegen Panama dürfte in dieser Form keine Zukunft haben, weil Morgan Rogers enttäuschte. Eine gute Nachricht gibt es für Tuchel allerdings: Declan Rice dürfte gegen die DR Kongo wieder zur Verfügung stehen. Damit könnte sich für England zumindest ein Teil der aktuellen Probleme lösen.

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