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·2 July 2026

England weiter! „God save the Kane“ – Was wäre England ohne Kane?

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England hat sich im Sechzehntelfinale gegen die DR Kongo auf seinen überragenden Torjäger Harry Kane verlassen können. Beim 2:1-Erfolg in Atlanta drehte der Bayern-Stürmer die Partie mit einem späten Doppelpack und bewahrte die Three Lions vor dem vorzeitigen WM-Aus. Thomas Tuchel lobte seinen Ausnahmespieler, warnte aber zugleich schon vor der nächsten Hürde in Mexiko.

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Englands Kapitän Harry Kane verwandelt sicher den Elfmeter zum 1:0 im Gruppenspiel L der FIFA Weltmeisterschaft 2026 gegen Kroatien am 17. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas. Richard Pelham / Getty Images


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England Kongo1/16

Mi 01.07. · 18:00 Uhr · ARD

Kane entscheidet den Thriller von Atlanta

Nach dem Schlusspfiff brauchte Harry Kane keinen Haifisch mehr zu geben. Stattdessen hob er seinen kleinen Sohn Henry in die Luft, für Ehefrau Katie gab es ein Küsschen. Kurz zuvor hatte der Engländer noch einmal gezeigt, warum sich die gesamte Nationalmannschaft auf ihn verlässt. Mit seinen Treffern in der 75. und 86. Minute drehte er das Spiel fast im Alleingang und machte aus einem Rückstand einen 2:1-Sieg gegen den Außenseiter aus der DR Kongo.

Der Triumph hatte im Mutterland des Fußballs enorme Bedeutung. Kane selbst sprach von einem „magischen Gefühl“, weil England mit seinem späten Schlussspurt einem peinlichen WM-Aus entgangen war. Wie eng es war, zeigte die Reaktion der britischen Presse. Die Daily Mail schrieb im Ticker: „God Save the Kane – Können wir die Nationalhymne ändern?“ und ergänzte: „Mal ehrlich: Wo wäre England ohne Harry Kane? Ach ja, ich weiß … auf dem Heimweg.“

Tuchel, Klopp und der Blick auf den Superstar

Thomas Tuchel hatte seinen Stürmer vor dem Auftritt bereits mit einem Raubtier verglichen. „Sie sind Haie“, sagte der Deutsche über Spieler wie Kane: „Wenn sie Blut wittern, kommen sie und treffen.“ Genau dieses Muster zeigte sich in Atlanta, denn der Bayern-Profi war bis dahin kaum zu sehen gewesen und schlug dann im entscheidenden Moment eiskalt zu.

Auch MagentaTV-Experte Jürgen Klopp fand deutliche Worte. „Ich weiß nicht, ob in England schon Statuen gebaut wurden, aber sie werden sicher gebaut. Den Einfluss, den Harry Kane hat, habe ich so noch nie gesehen“, erklärte der frühere Liverpool-Coach und nannte Kane den „englischen Messi“. Gemeint war damit, dass sich wie bei Argentinien um den achtmaligen Weltfußballer Messi auch bei England alles um den Superstar drehe.

Mit seinen WM-Treffern Nummer 12 und 13 zog Kane in der ewigen Bestenliste an Pelé vorbei. Zugleich liefert er sich mit den anderen Topstars der Gegenwart ein enges Rennen um den Goldenen Schuh. Neben ihm steht Erling Haaland aus Norwegen bei fünf Turniertoren, davor liegen nur Kylian Mbappé aus Frankreich und Messi mit jeweils sechs Treffern. „Vier Haie“ also, wie Tuchel sagte.

Mexiko wartet im Aztekenstadion

Im Achtelfinale gegen Mexiko bleibt Kane Englands wichtigster Trumpf. Die Partie steigt in der Nacht zum kommenden Montag um 2.00 Uhr MESZ im ikonischen Aztekenstadion von Mexiko-Stadt, wo im Duell mit dem Co-Gastgeber eine schwere Aufgabe wartet. Die Atmosphäre dürfte vor 80.000 fußballverrückten Fans hitzig werden, dazu sieht Tuchel die Lage in 2200 Metern Höhe als „großen Nachteil“.

Gleichzeitig ist der kommende Gegner für den Nationalcoach auch eine reizvolle Herausforderung. Das Achtelfinale nannte er „vielleicht eines der schönsten Spiele, die man haben kann“. Dennoch bleiben für die Engländer nach dem wilden Spiel gegen die DR Kongo Sorgen zurück, vor allem wegen der defensiven Anfälligkeit. Ex-Nationalspieler Jamie Carragher schrieb im Telegraph: „Tuchel weiß, dass Kane ihm aus der Patsche geholfen hat“, und forderte, bis Mexiko müsse sich „grundlegend etwas verbessern“.

Für das Nachtspiel hatte Tuchel noch einen ungewöhnlichen Rat an die Eltern in England parat: „Schreibt eine Entschuldigung für die Schule und lasst sie Fußball schauen.“ Dann könnten sie die Wundertaten von Harry Kane live miterleben.

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